Einst Bankgeheimnis, jetzt willkürliche Schnüffelei – Der behördliche Einblick in unsere Konten

Einst Bankgeheimnis, jetzt willkürliche Schnüffelei – Der behördliche Einblick in unsere Konten

2003 hat der Gesetzgeber das sogenannte automatisierte Kontenabrufverfahren gebilligt, das staatlichen bzw. behördlichen Instanzen ermöglicht, tiefe Einblicke in unsere Konten und Depots zu nehmen.

Davon wird reichlich Gebrauch gemacht von Finanzämtern, Gemeindebehörden, Familienkassen, Gerichtsvollzieher, Insolvenzverwalter, BAföG-Ämter, Sozialbehörden – die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Im ersten Halbjahr 2018 ist knapp 400.000 Mal auf unsere Konten und Depots zugegriffen worden. Das ist ein Anstieg von 40 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Lässt sich das durchweg mit Terrorvorsorge und Steuersündern rechtfertigen?

Jeder kann den Spionageambitionen unserer Behörden etwas Einhalt gebieten, indem er alle Beträge unter 10.000 € bar begleicht. Selbst als Optimist ahne ich, dass wir eines Tages angerufen werden mit der Aufforderung, ganz bestimmte Kontobewegungen zu rechtfertigen. Mit Bargeldzahlung lässt sich wenigstens ein wenig Aufschub, Diskretion und Ruhe gewinnen, bis chinesische Verhältnisse viel näher sind, als viele denken.

Ein Gedanke zu “Einst Bankgeheimnis, jetzt willkürliche Schnüffelei – Der behördliche Einblick in unsere Konten”

  1. …eines Tages? Ist schon heute Realität,
    jedenfalls mir schon passiert.

    Interessant auch, dass Banken verlangen für die USA Papiere auszufüllen? Wer hat dem zugestimmt, dass eine fremde Nation in unserem Land das verlangen kann? In der Schweiz auch. Und kaum einer merkt es bzw. beschwert sich über den Eingriff in Demokratie und Bürgerrecchte.

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