Bausparverträge – abgelutscht, teuer, ziemlich sinnlos und trotzdem gerne gekauft

Bausparverträge – abgelutscht, teuer, ziemlich sinnlos und trotzdem gerne gekauft

2018 ging es wieder aufwärts für Schwäbisch Haller Bausparversicherer & Co. Das Geschäft mit den Schulden blüht duftiger denn je, steht doch hinter jedem Bausparvertrag letztlich die Hoffnung auf eine zinsgünstige Verschuldung. Na denn, wer es unbedingt will und partout die Augen verschließt, was er sich mit dem Kauf von Immobilien antut…

Dabei sind Bausparverträge mit 1 % bis knapp 2 % Kosten teuer gegenüber geradezu lächerlichen Guthabenzinsen von weniger als 0,5 %. Und so manche Bausparkasse führt zur Überraschung des Anlegers ein strenges und eigennütziges Regiment: Oft werden hohe Tilgungsraten erzwungen, damit das etwaige Darlehen schnell abgegolten wird und der Zuteilungszeitpunkt der Ablaufsumme fügt sich oft genug auch nicht gut in die Pläne des Vertragsinhabers ein.

Bausparverträge sind für mich Ausdruck puren Mangeldenkens mit dem Fokus auf Schulden und Zinsfuchserei. Dazu passt natürlich die Konstruktion der meisten Verträge, und etwas wirklich Konstruktives kann nicht dabei herauskommen. Bausparen ist somit das Gegenteil von Vermögensaufbau und nichts Anderes als ein Lockmittel, Menschen die Abhängigkeit einer jahrzehntelangen Verschuldung schmackhafter zu machen.

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