Wohlstandsbildung in Zeiten einer Pandemie, die so nützlich ist wie jede andere Krise auch

Wohlstandsbildung in Zeiten einer Pandemie, die so nützlich ist wie jede andere Krise auch

Eine mehrteilige Podcastreihe…

Folge 1.0 | Krisen – so natürlich, nützlich und nötig wie jede andere auch


Folge 1.2 | In Zeiten einer Pandemie bereit zur Transformation


Folge 2.0 | Auszeit als Innenschau


Folge 2.1 | Sklaventum in modernen Zeiten


Folge 3.0 | Mikrobe und Milieu


Folge 4.0 | Strategie anstatt Rezepte


Folge 5.0 | Spotlight Nr. 6


Teil 1.0 zum Nachlesen

Die Wohlstandsbildner-Podcast-Reihe mit Andreas Ogger in Zeiten einer Viruskrise, die uns beeindruckend zeigt, dass die Börse mit Mikroben nicht gut umgehen kann, dass wir nichts bekommen ohne sein Gegenteil, dass eine Badehose viel mit Sklaventum zu tun haben kann und warum ich in dem Ganzen gar nicht so viel Schlamassel, sondern eine Menge Wohlstandsbildung sehe, die ein ganzes Portfolio transformieren könnte.
Wem das Wort „Portfolio“ fremd ist: Das ist der Korb, den du für deine Geldanlagen geflochten hast, damit da irgendwann nur noch goldene Eier drin liegen. Über diese goldenen Eier gerade in Zeiten einer Pandemie reden wir später auch noch.

Diese Podcast-Reihe in vier Teilen geht auf ganz grundsätzliche Dinge ein rund um Vermögensbildung und Aufbau von Geld, bleibt also auch dann aktuell, wenn niemand mehr über Coronaviren spricht. Ich beziehe mich jetzt zwar auf diese besondere Pandemie-Zeit, aber sie ist austauschbar mit jeder anderen Krise, die noch kommen wird. Und sie werden kommen, immer schneller sogar, was ich nicht bedenklich, sondern natürlich finde: Die Menschheit auf diesem Planeten ist so kräftig am Hobeln, dass es immer mehr Pausen brauchen wird, in denen die Späne abtransportiert werden.

Ich glaube, damit spielt das Leben nicht gegen uns, sondern sorgt für einen gesunden Ausgleich und für Stabilität, damit es überhaupt weitergehen kann; wir sind ja nicht nur mit unserem Finanzsystem dabei, die Welt aus ihren bisher gewohnten Fugen zu heben, da können wir echt froh sein, wenn immer mal wieder einer sagt: „Break Break, ich muss mal wieder das Bühnenbild zusammenflicken, damit ihr eure Dramen und Komödien weiterspielen könnt.“ So verstehe ich den jetzigen Ausnahmezustand und jeden weiteren auch; und heute sind es Viren, denen wie die Verantwortung zuschieben, morgen ist es etwas Anderes, das ist letztlich egal – Hauptsache, jemand drückt auf den Pausenknopf, denn mal ehrlich:
Freiwillig würden wir unsere Raserei doch nicht unterbrechen, oder? Und so prominente Raser wie die oberen Köpfe in Amerika, Brasilien, Ungarn, Türkei, Russland – das alles sind für mich Repräsentanten eines kollektiven Bewusstseins, das sie ins Amt gewählt hat. Ein bisschen haben wir alle daran Anteil. Und die Jungs geben letztlich in unserem Auftrag Vollgas. Da können wir froh sein, wenn jemand denen und uns mal ein bisschen Luft rausnimmt. Im zweiten Teil dieser Reihe mit dem Titel „Auszeit ist Innenschau“ gehe ich näher darauf ein.

Heute Teil 1 als Einleitung und Ausblick auf das Kommende und erst einmal als Erklärung, was ich eingangs mit „Portfolio transformieren“ meinte. Unter Transformation verstehe ich einen unmittelbaren hohen Frequenzanstieg allein aufgrund einer Erkenntnis; und mit beidem – der Erkenntnis und der erhöhten Schwingung, die alle und alles durchdringt – damit schlägt das Leben eine völlig neue Richtung ein und es eröffnet Räume, wo es vorher vielleicht ganz eng zuging.
Das ist wie: Du hörst etwas und weißt ohne nachzudenken sofort: Wow, das ist es, das verändert alles! Und gleichzeitig ist da ein mächtiger Anstieg von Emotion, Energie, Klarheit und Begeisterung, und dann manifestieren sich die Dinge, und zwar einfach und leicht mit einem enormen Vorwärtsdrang. Das ist Transformation und das haben wir alle schon erlebt, nur nicht so benannt.

Wenn wir nun davon ausgehen, dass alles im Universum aus Information und Frequenz besteht, quasi den Urelementen des Quantenfelds oder Nullpunktfelds, dann gilt das natürlich auch für die drei Faktoren, die ein Vermögen aufbauen: Da ist der Investor, da ist sein Portfolio mit Geldanlagen und da ist der Prozess Vermögen aufzubauen.
Transformation wäre auch hier, dass diese Drei durch Informationen, vielleicht auch nur eine einzige, einen augenblicklichen Frequenz-Anstieg erfahren. Mit einem Satz, augenblicklich und mühelos, werden viele Stufen von einem Informations- und Frequenzlevel auf eine viel höheres übersprungen. Und wie sich das äußert? Das kann vielgestaltig sein: Z. B. durch ein Gefühl von Zuversicht und Vertrauen, dass die jetzige Corona-Auszeit von Wochen und Monaten vielleicht ein ganz wertvolles Ereignis ist; durch die Gewissheit, dass das irgendwie fällig war und es danach besser weitergeht als zuvor. Oder durch mehr Krisenfestigkeit, Ordnung und hurra, deutlich mehr Rendite mit den eigenen Investitionen.

Das Gegenstück zur Transformation nenne ich übrigens Arbeit oder, wie die Amerikaner sagen würden: Change. Und Change braucht Zeit und wendet viel Energie auf, um Stufe für Stufe zu einem höheren Frequenz-Zustand durchzusteigen. Dabei erschafft, um Dr. Joe Dispenza zu zitieren, nicht Geist die Materie wie beim Transformationsprozess außerhalb von Zeit und Raum, sondern Materie erschafft Materie und braucht viel Zeit und Raum; dabei wird dann gebuddelt und geackert, Lernen durch Versuch und Irrtum, Fortschritt durch Konflikt, Schmerz und Krankheit. Das ist das Niveau, auf dem die Menschheit von heute Ideen verwirklicht und Erfahrungen macht. Arbeit oder Change ist der Weg, der in unserer Gesellschaft in Mode ist und nicht diese weniger kontrollierbare Transformation, die einem etwas zu leicht, zu schnell und sowieso irgendwie zu esoterisch vorkommt. Change wird halt besser verstanden, weil hier Evolution unter Schweiß, Blut und Tränen besser begreifbar wird und körperlich spürbar.

Wohlstandsbildung – um mich selbst daran zu erinnern, dass wir hier in einem Wohlstandsbildner-Podcast sind -, Wohlstandsbildung, wie ich sie verstehe, hat totalen Transformationscharakter. Mir ist das erst im Nachhinein klargeworden, nach meiner Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren, denen ich zuschauen durfte, wie die mit Geld umgehen, und zwar mit viel Geld.
Und dann war es eine einzige Erkenntnis, die mein Wissen und meine Frequenz augenblicklich auf ein neues Level gehoben hat mit einer völlig neuen Sicht darauf, wie große Geldmengen entstehen, wie sie gesichert und vermehrt werden können und wie Geld nicht nur demonstriert, was ich habe, sondern vor allem, was und wer ich bin.

Finanzseminar - Vom Geldanleger zum Investor
Finanzseminar - Vom Geldanleger zum Investor

Keine Sorge, dass muss nicht sofort verstanden werden, ich nehme mir vier ganze Podcast-Teile Zeit, um das zu verdeutlichen. Ich will nur vorneweg nehmen: Dieser eine Augenblick vor nun schon einigen Jahren, dieser eine - ja nennen wir es Geistesblitz als passende Vokabel für Transformation – dieser Geistesblitz hat schlagartig alles verändert in meiner bis dahin zweifelhaften, weil verlustreichen Karriere als Wohlstandsbildner. Das gesamte Konzept Wohlstandsbildung für Wohlstandsbildner steckte in diesem einen Augenblick und entfaltet sich nun seit Jahren und wird dabei nicht weniger, sondern immer mehr.

Seitdem habe ich keinen Euro mehr verloren, was ja mal ein Anfang ist. Und dazu kommt, dass es gedeiht und wächst und alles wie von selbst mehr wird, wohlgemerkt auch in dieser Corona-Zeit. Und das Wichtigste: Wohlstandsbildung macht mir nach diesem sprichwörtlichen Quantensprung sagenhaft viel Spaß und durchdringt alles mit viel Heiterkeit und Leichtigkeit. Es ist einfach eine andere Frequenz, wenn es um Vermögensaufbau geht.

Und das scheinbar Paradoxe ist: Je mehr ich mich mit Vermögensaufbau beschäftige, desto weniger geht es um Vermögensaufbau, sondern um etwas viel Größeres, was aufs ganze Leben ausstrahlt, und dieses ganze Geldthema ist als ein kleiner Teil davon gut eingebettet und werkelt fröhlich und effektiv vor sich hin. Daher kommt auch meine Aussage, die nichts mit Snobismus und Arroganz zu tun hat: Irgendwann werden Renditen zur Nebensache. Wohlstandsbildung ist mehr als nur mehr Geld.

Vielleicht ergibt das alles im Verlauf dieser kleinen Podcast-Reihe einen Sinn, vielleicht ordnet sich im einen oder anderen Kopf das Thema Geldanlage ganz neu oder meine Betrachtungen in einer echt außergewöhnlichen Zeit, die wir alle so noch nie erlebt haben, helfen, etwas mehr einverstanden zu sein mit dem, was gerade passiert. Denn Widerstand macht das Problem größer und macht Stress, und Stress ist der beste Unterdrücker unserer Immunabwehr, die wir uns ja gerade jetzt wünschen.

Wir haben im Verlauf dieser Podcast-Folgen vier Kapitel vor uns, die da heißen:

1. Auszeit ist Innenschau und nur der Süd- vom Nordpol
2. Das Gegenteil von Sklaventum ist Fülle
3. Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles
4. Sein und Haben in Zeiten der Pandemie

Kapitel 1 und 2 fassen wir in einen Podcast zusammen, also folgen nach dieser Einleitung noch drei Podcasts, die wir in kurzen Abständen veröffentlichen. Wer Fragen zu den Inhalten hat, ist herzlich eingeladen die zu stellen an die E-Mail-Adresse service@wohlstandsbildner.de. Entweder ich antworte direkt oder ich mache einen 5. Podcast, in dem ich auf alle Fragen eingehe, so gut und verständlich es mir möglich ist.

Bis demnächst, wenn es um die Auszeit geht, die Innenschau ist und nur der Süd- vom Nordpol. Ich würde mich freuen, wenn du, verehrter Zuhörer, mir wieder ein Ohr leihst. Und ich bringe garantiert frequenzerhöhende Nachrichten mit, die nichts mit positivem Denken, aber viel mit positiven Ausblicken zu tun haben.

Teil 1.2 zum Nachlesen

In der Einleitung dieser Reihe ging es um den transformativen Charakter von Erkenntnissen, die große Sprünge möglich machen hoch auf eine neue Bewusstseins-, Frequenz- und Energieebene, und das unmittelbar und völlig mühelos. So ein Geschenk wünschen wir uns natürlich alle, und tatsächlich steht uns das auch jederzeit zur Verfügung, diese Art von Erweiterung der eigenen Möglichkeiten, diese Art von viel mehr Klarheit und Bewusstsein.
Das alles umgibt uns ständig und steckt vielleicht im nächsten Zeitungs- oder Internetartikel, der mir ins Auge fällt, in einem Podcast, der mir per WhatsApp empfohlen wurde, in der Bemerkung eines Menschen, der neben mir in der S-Bahn sitzt, in der Radiowerbung vor den Nachrichten oder manchmal auch nirgends, weil mir aus scheinbar heiterem Himmel eine Idee kommt, die alles verändert.

Sie lauern also überall und ständig, diese Gelegenheiten zu transformativem Fortschritt, und trotzdem gehen wir meistens an ihnen vorbei. Warum ist das so? Warum scheinen wir den mühsamen Weg von Change, von Lernen aus Versuch und Irrtum zu bevorzugen, wenn es doch so einfach sein kann?
Es gibt nämlich eine Bedingung, wobei Bedingung jetzt schon wieder so anstrengend klingt, und das ist es nicht – nein, sagen wir lieber: es gibt aber eine Voraussetzung, um das Geschenk solcher Geistesblitze überreicht zu bekommen: Man muss reif und bereit sein für so eine Information oder Erkenntnis, denn nur dann bin ich überhaupt in der Lage, ein Geschenk als solches zu erkennen und für mein Leben als wichtig zu erachten, als wertvoll und nützlich. Und was ist es nun, was mich reif und bereit macht, was mir die Augen und Aufgeschlossenheit gibt für einen Gedanken, für eine Idee, die alles transformiert und mein Leben ohne jeden Aufwand komplett neu ausrichtet?

Schauen wir uns zuerst an, wie es aussieht, wenn jemand nicht bereit ist.
Kennen auch die Jüngeren von euch den alten Film Karate Kid? Wahrscheinlich nicht, dann empfehle ich wirklich ihn anzuschauen, läuft auch auf Netflix. Er ist alt, aber immer noch unterhaltsam.
Der Held in der Geschichte ist 15, heißt Daniel, zieht in eine neue Stadt und wird von Rabauken schikaniert, die bei einem Bösewicht von Karate-Lehrer üble Techniken gelehrt bekommen. Irgendwann wird Daniel schwer verprügelt, und wie aus dem Nichts kommt ein kleines, altes Männchen namens Miyagi und macht alle Bösewichter platt mit seiner mit Leichtigkeit und Coolness zelebrierten Kampfkunst. Daniel ist fasziniert und will unbedingt lernen, wie man sich so verteidigen, wie man so kämpfen kann.

Lektion an dieser Stelle, in der eigentlich schon das ganze Geheimnis steckt:
Ist der Schüler bereit, ist der Lehrer nicht weit.

Tatsächlich ist Miyagi auch einverstanden, Daniel zu lehren. Der bekommt aber nicht das, was er sich vorstellt. Seine Einstellung nämlich ist: „Komm schon, zeig mir deine Techniken, zeig mir dein Geheimnis, damit ich die Typen von der bösartigen Kampfschule fertig machen kann, wird ja wohl nicht so schwer sein. Na ja, und dass ich damit die Mädels beeindrucken kann, nehme ich als Nebeneffekt schon mit. Also, Lehrer Miyagi, liefere mal.“ Und daraufhin lässt Miyagi seinen Schüler erstmal das legendäre „wax on, wax off“ machen. Wirklich legendär, werdet ihr nicht mehr vergessen, wenn ihr die Komik der Situation erkennt, denn Daniel, völlig genervt, darf jetzt Autos waschen und polieren. Nix tolle Kampfkunst-Techniken, nur wax on, wax off. Und das geht so lange, wie sich Daniel darüber aufregt, ungeduldig ist und letztlich das Großmaul bleibt, das er zu Beginn des Films auch ist - monatelang.

Zwei Lektion an dieser Stelle von größtem transformativem Wert:
Wogegen du Widerstand leistest, das bleibt bestehen.
Du bekommst nicht immer das, was du willst, aber immer, was du bist.

Irgendwann leistet Daniel keinen Widerstand mehr und macht halt sein wax on, wax off, es wird schon für irgendwas gut sein, und es ist weniger ein Resignieren, sondern eher die freiwillige Aufgabe seiner Arroganz und Ungeduld zugunsten einer gewissen Demut und zugunsten eines Vertrauens, dass sein Lehrer ihn nicht nur fürs Autopolieren ausnützen wird. Und dann weist ihn Miyagi auch ein in die ersten Feinheiten seiner Verteidigungstechniken, jetzt ist sein Schüler bereit, offen und demütig genug, um nicht herumzuspinnen mit womöglich mächtigen Informationen, die man leicht missbrauchen könnte.
Und was bringt ihm Miyagi eigentlich bei? Schon die Techniken, wie man stabil steht auf einem Bein, wie die Hand abgehärtet wird, wie ein Schlag effektiv ist; aber das alles ist eingebunden in ein großes Ganzes, nämlich in die Lehre, was ein achtsames, respektvolles, inhaltsvolles Leben ist. Und damit kann sich Daniel immer mehr identifizieren, so dass er nun schon ein großer und sogar in Wettkämpfen erfolgreicher Kämpfer ist, der sich auch von unfairen Methoden nicht von seiner ehrbaren Gesinnung abbringen lässt, doch es hat sich ihm eine viel größere Perspektive eröffnet, in der Kampfkunst nur ein kleiner Teil ist.

Kleiner Einschub und Schwank aus meinem eigenen Leben: Da war ich noch Musiker, ein recht begabter Gitarrist, der schnell lernt und flinke Finger hat. Und das wusste ich auch, deshalb saß ich mehrere Jahre vor meinem Lehrer mit der Haltung von „mach aus mir einen großen Virtuosen, der die Bühnen der Welt erobert. Lass mein Licht die ganze Welt erhellen, in das hineinzuschauen heute schon so weh tut, weil es so strahlt.“ Rückblickend weiß ich, dass ich ein ganz schön eingebildeter, arroganter Bengel war zu dem Zeitpunkt. Was hat mich mein Meister mehrere Jahre machen lassen? Wir nannten das damals Fabrikarbeit, und das war letztlich furchtbar zähes Training, wie man seine Finger ordentlich bewegt, mit toller Musik hatte das aber nicht zu tun, und entsprechend ungeduldig wurde ich auch. Bis ich auch eines Tages sagte, dass ich keine Lust mehr auf das technische Zeug hatte, ich will jetzt richtig Musik machen!

Was er mir dann sagte, war nur ein kurzer Satz in einfachstem Deutsch, hat mich aber schwer getroffen. Und dann begann viele Jahre ein ganz anderer Unterricht, und natürlich ging es noch um Musik, Repertoire, Phrasierung, musikalischen Ausdruck und Technik, aber etwas viel Größeres und Übergeordnetes stand immer im Vordergrund. Er sagte zu mir:

„Andreas, du willst ein guter Musiker werden? Dann werde erstmal ein besserer Mensch.“

Zurück zu Daniel, der ein guter Kämpfer werden wollte und dann einen Unterricht bekam, der einen besseren Menschen aus ihm machte. Die wirklich guten Lehrer auf der Welt müssen sich da wohl irgendwie absprechen, was ihren Lehrplan angeht.
Daniel übte jetzt also fleißig seine Bewegungen, Schläge und Tritte, Schnelligkeit und all das, doch der eigentliche Unterricht hat etwas ganz Anderes zum Inhalt.

Lektion an dieser Stelle: Je mehr sich Daniel mit Kampfkunst beschäftigt, desto weniger geht es um Kampfkunst.

Das kennen wir irgendwoher, oder? Im ersten Teil dieser Reihe sagte ich dazu „Je mehr ich mich mit Vermögensaufbau beschäftigt habe, desto weniger ging es um Vermögensaufbau.“ Und dass Renditen irgendwann zur Nebensache werden könnten. Dass Wohlstandsbildung womöglich mehr sein könnte als nur mehr Geld.

Ich versuche nun mal zusammenzufassen, was es meiner Meinung nach braucht, um offen und bereit zu sein für Erkenntnisse, die transformative Kraft und Qualität haben:

  1. Es für absolut möglich halten, dass Bewusstseinssprünge ohne jeden Aufwand an Zeit und Kraft möglich sind.
    Wer aber davon überzeugt bleiben will, dass Fliegen unmöglich und Unsinn ist, der soll halt weiter zu Fuß gehen.
  2. Erwartungsvoll erwartungslos durch die Welt gehen.
    Wer mit einer gewissen Gier nach Erkenntnis und geradezu verbissen auf der Suche nach Lösungen ist und eine Menge Kraft und Konzentration darauf verwendet weiterzukommen, macht sich für Transformation unmöglich. Diese Art einer Erwartungshaltung strahlt nämlich eine starke Frequenz von Mangel aus, von was auch immer, und das Universum wird dann auch mit einem perfekten Umfeld antworten, das einen Mangel erleben lässt.
    Dienlicher ist es, mit einer Erwartungshaltung von „Überall so viel Fülle um mich herum an Ideen, Möglichkeiten, tollen Menschen, Geld und Projekten – ich bin gespannt, wann und wie mir ein goldenes Ei in den Korb fällt.“ Diese erwartungsvolle Haltung macht innerlich weit, schafft Raum für Neues und strahlt die Frequenz von Fülle aus; entsprechend wird sich ein Umfeld sortieren, das einen Fülle erleben lässt, auch eine Fülle von transformativen Erkenntnissen.
  3. Interessiere dich wirklich für das, was du sein oder haben willst und bleib fokussiert.
    Wenn Daniel dahergekommen wäre mit dem Wunsch „Zeige mir den einen vernichtenden Schlag, der meine Gegner erledigt“, dann wäre er doch nicht an wahrer Kampfkunst interessiert gewesen, sondern wollte nur eine Methode, mit der er sein altes Leben bequem hätte weiterleben können; und wenn ihm einer halt blöd kommt, wird der umgenietet. Das ist „Materie erschafft Materie“, das ist die Donald Trump-Methode, die vielleicht raffiniert, aber geistlos ist. Denn hier ist kein Interesse, ein höheres Bewusstsein für etwas zu bekommen und auch nicht die Bereitschaft, sich längere Zeit damit zu beschäftigen, also zu fokussieren – nein, das ist nur der Schlag auf das Lämpchen im Auto, das mir anzeigt, dass Öl fehlt. Ein Schlag, und ich werde nicht weiter beim Fahren gestört. Die Änderungen eines Zustandes – in dem Fall anzuhalten und Öl nachzufüllen –, ist nicht erwünscht. Das ist eine Technik durchs Leben zu gehen, die kurzfristig sehr gut funktioniert, aber eben auch nur kurzfristig.
    Das ist auch der Grund, warum ich niemandem Geld geben würde, der Geldprobleme hat, denn das kittet das Symptom, löst aber nicht das Problem. Wer dagegen an einer Zustandsänderung in seinem Leben interessiert ist, wird sehr schnell eine Richtung einschlagen, die gar keine Geldprobleme mehr aufruft.
    Oder nochmals anders ausgedrückt: Wer ganz laut schreit „Gib mir ein Rezept, das mich von meinem Problem erlöst“, der ist nicht offen für einen transformierenden Prozess. Er macht sich nur weiter abhängig von Rezepten und von den Leuten, die Rezepte ausstellen können, und ändert ansonsten nichts in seinem Leben.
    Ganz anders unterwegs ist jemand, der sagt: „Ich will kein Wasser von dir. Erkläre mir, wie ich einen Brunnen baue!“ Das ist echtes Interesse für die Sache, das ist Fokus und ein wahres Bedürfnis für ein höheres Lebensniveau. Und wer damit unterwegs ist, ist ein unwiderstehlicher Magnet für Geschenke, die einen wirklich sofort dahinbringen.

Tja, und was hat das Ganze jetzt mit Wohlstandsbildung in der Krisenzeit einer Pandemie zu tun? Mit Wohlstandsbildung eine ganze Menge, aber ich will hier ganz offen zugeben: Eigentlich wollte ich über das erste Kapitel sprechen „Auszeit ist Innenschau und nur der Süd- vom Nordpol“ und über das zweite „Das Gegenteil von Sklaventum ist Fülle“. Aber ich sitze hier an einem Sonntag, wollte eine Einleitung schreiben zum ersten Kapitel und dann hat es mich völlig in eine andere, für mich selbst sehr inspirierende Richtung getrieben. Und jetzt ist das so viel Stoff geworden, dass der Podcast arg lang werden würde mit den angekündigten Kapiteln.

So ist das halt: Wer erwartungsvoll erwartungslos durch die Welt geht, bekommt nicht immer das, was er plant. Aber er bekommt immer das, was er ist. Und mich hat jetzt nochmal das Thema Transformation gepackt, so dass aus einer 4-teiligen Podcast-Reihe jetzt eben eine 5-teilige oder noch mehr-teilige wird, auch wenn das in der Einleitung noch ganz anders geplant war. Nennen wir diese Folge also nicht Teil 2, sondern 1.2. Und Teil 2 kommt im nächsten Podcast, zumindest ist es bis heute so geplant. Ganz ehrlich: Ich bin selbst schon gespannt, ob wir uns das nächste Mal bei der Auszeit, die Innenschau ist, hören. Und beim Sklaventum, das übrigens ganz viel mit kaputt geschlagenen Öllämpchen zu tun hat.

Teil 2.0 zum Nachlesen

Reden wir heute über die erzwungene Auszeit als Innenschau, was mit dem Südpol zu tun hat und warum ich in der Corona-Erschütterung ein folgerichtiges und vielleicht zutiefst sinnvolles und nicht zufälliges Geschehen sehe jenseits von allen Verschwörungstheorien.

Das öffentliche Leben, wie wir es kennen und für selbstverständlich gehalten haben, dieses Leben wurde mit der Corona-Krise weitgehend stillgelegt. Ganz ehrlich: Ich finde das so einschränkend wie jeder andere auch, aber viele, auch ich, sehen gleichzeitig eine andere Seite: Endlich kann mal ausgeatmet werden in einer von Wettbewerb, Selbst- und Zeitoptimierung gefangenen und vom Wachstumszwang regierten Gesellschaft, die nur noch Luft einsaugt, um sich aufzublasen, weil sie sich nur noch mit dieser Art Dauerspannung selbst spürt.

Auf körperlicher Ebene nennt man so etwas Asthma. Asthmatiker atmen ein, schaffen es aber nicht mehr auszuatmen. Wir sind wirtschaftliche Asthmatiker geworden, und unser Finanzsystem mit diesem sorglosen Umgang mit Schulden und Geld, dem keinerlei Wert mehr gegenübersteht, befeuert und erzwingt dieses ständige, krankhafte Einatmen, und wofür? Um ein Wachstum zu bezahlen, das auf keinen Fall unterbrochen werden darf; deshalb gibt es auch sofort Panik unter den Politikern, wenn unser Bruttoinlandsprodukt auch nur 0,5 % weniger steigen sollte als erhofft.

Aber jetzt, in Coronazeiten, reden wir nicht mehr über einen Haushaltseinbruch des Landes mit einer Null, sondern auf jeden Fall mit einer ganzen Acht vor dem Komma, es gibt auch schon deutlich zweistellige Befürchtungen. So ein scharfer Einbruch war vor einem Monat noch eine völlig unmögliche Vorstellung, und jetzt kommt er schlimmer daher als die große Depression 1929. Und dabei jetzt von einer Vollbremsung unserer Wirtschaft zu sprechen erscheint mir als eine Verniedlichung oder Verzeihung: Blödsinn, denn es ist natürlich viel mehr: alle großen und verschuldeten Nationen sind bei voller Fahrt aus der Kurve geflogen und überschlagen sich bis zum heutigen Tag, und wann die Karre zum Liegen kommt, ist heute am 27. März 2020 noch nicht einmal absehbar. Eine Vollbremsung wäre ja harmlos dagegen, ja geradezu eine gesunde Variante.

Da meinte wohl irgendeine um Ausgleich bemühte Kraft im Universum, dass das Pendel unserer ewig auf Wachstum getrimmten Uhr nicht nur zurückschwingen, sondern vielmehr zurückkatapultiert werden muss. Und es fühlt sich jetzt so brutal an, weil es vielleicht zeigt, wie sehr wir aus dem Gleichgewicht geraten sind in den letzten 10-12 Jahren seit der Finanzkrise 2008.

Als wir diesen Einschnitt in der Bankenwelt noch als Finanzkrise bezeichnet haben, wussten wir ja nicht, was noch kommt und wie eine wirkliche Krise aussehen kann. Der Untergang von Lehman Brothers war im Vergleich lautes, klapperndes Getöse, das uns letztlich zu keinerlei Umkehr von der Raserei bewogen hat, weil es mit Schuldengeld zum Schweigen gebracht werden konnte; aber jetzt schaut euch, liebe Podcast-Zuhörer, diese Eleganz an, die das Leben heute an den Tag legt: dass eine unsichtbare Mikrobe die gesamte Welt stillstehen lässt und in eine medizinische Krise manövriert, so raffiniert und dieses Mal so zwingend, dass sich dem auch Wüteriche wie Donald Trump beugen müssen, die ja sonst jede rote Ampel überfahren, weil sie – wie eingangs erwähnt – sonst gar nicht spüren, dass sie noch am Leben sind, so weit von sich selbst und ihrer eigenen Mitte entfernt.

So ein bisschen dachten wir in den letzten 10 Jahren doch alle, dass es nur den Nordpol gibt und haben völlig verdrängt, dass seine Existenz nur durch einen Südpol gerechtfertigt wird. Jedes Schiff bekommt Schlagseite, wenn alle nur auf einer Seite rudern. Die Finanzkrise hat das Boot massiv schwanken lassen, und wir hätten einen Ausgleich schaffen können, beginnend mit einer weltweiten Finanzreform hin zu einer humanistischen Form des Kapitalismus, die vor allem das Zinssystem infrage stellt; das wäre so etwas wie eine erlöste Form des Lernens gewesen.
Aber erlöst lernen wahrscheinlich nur höher entwickelte Gesellschaften. Bei uns muss das Boot noch wirklich untergehen und tausende Menschen in den Tod reißen, um was zu bewirken?

An der Stelle will mich mein Glaube an eine Art kollektiver Intelligenz nicht so recht tragen. Denn ich glaube, wir geben einfach dem Virus die Schuld und machen weiter wie bisher, nur unter erheblich noch rasanteren Bedingungen, weil mit weit größerer Schuldenlast – wir sind ja nicht mehr weit von 10.000 Milliarden Dollar Hilfsgeldern weltweit entfernt. Das Virus ist mag der Auslöser gewesen sein, aber das Dominospiel, das jetzt weltweit zusammenfällt, war einfach reif für eine Katastrophe. Einem Virus die Schuld für ein scheinbar einmaliges Geschehen zu geben, wäre nur pure Vertuschung der eigentlichen Ursachen, die das Virus nur sichtbar gemacht hat.

Unser Hirn, gerade das der Wissenschaftler, ist scheinbar nur in der Lage in Kategorien von Ursache und Wirkung, Problem und Lösung zu denken. Böses Virus ist die Ursache – Stillstand unserer Wirtschaft die Wirkung – Impfstoff ist die Lösung. Und dann weiter mit der maßlosen Beschleunigung nach dieser ärgerlichen Unterbrechung, mit steigenden Börsenkursen durch billiges Geld, mit dem Lärm einer Dauerunterhaltungsdaddel-Gesellschaft und dem Optimierungswahn einer dauerunzufriedenen, konsumorientierten, ihren Planeten so lustvoll kaputt machenden Menschheit. Und was sagt die Menschenheit zur Ursache des jetzigen Virus, das gerade jetzt auftaucht und so hoch infektiös ist? Wenn wir dabei irgendwelche wirren Verschwörungstheorien außen vorlassen, dann sagen wir dazu: Zufall. Eine zufällige Mutation. Und zufällig auf den Menschen übergegangen. Der Zufall ist Lösung ist, wenn keine Ursache herhält, der man die Schuld geben kann.

Dabei weiß doch gerade die Wissenschaft, wissen die Quantenphysiker, dass dem Ursache-Wirkung-Verhältnis ein weit mächtigeres Gesetz unterliegt, nämlich Synchronizität, Resonanz, und dass alles, was passiert, nicht nur Ursache ist, sondern vor allem Entsprechung und Ausgleich. Wie kann es auch anders sein in einem Universum, das aus Teilchen besteht, die alle ihr Spiegelteilchen haben, alle Teilchen miteinander korrespondieren und alles bestrebt ist, zurückzufließen in den Zustand, der am wenigsten Energie aufwendet, also in die Mitte, in die Balance der Kräfte und Dinge?

Wir erleben gerade zur Ausbalancierung eines heftigen Ungleichgewichts diese Entsprechung, die uns sonst so fehlt, wir bekommen die Beachtung des anderen Pols gerade vorbildlich auferzwungen: denn in unserem Land und überall sonst ist jetzt Stille, Einkehr, Innen- statt Außenwelt, Verlangsamung, Ausatmen und Loslassen statt Einatmen und Festhalten, Reduktion anstatt Expansion, Rezession statt Wachstum, halt mal Tal statt Berg, Einfachheit statt Verwirrung oder ganz schlicht: Der Südpol erinnert uns daran, dass nur wegen ihm ein Nordpol existiert. Das Schiff bringt sich wieder in eine stabile Lage. Die materielle Raserei darf mal durchschnaufen, denn unser Bewusstsein hat die Ampeln auf Rot gestellt.

Doch alles ist naturgemäß zyklisch: Nach dem Ausatmen folgt das Einatmen, und je intensiver das Ausatmen, umso kräftiger das Einatmen, und das mag vielleicht ein kleiner Trost und Motivation zum Durchhalten sein für die, die jetzt unter diesem Shutdown leiden: Nach jeder Wirtschaftskrise folgt ein Wirtschaftsboom. Das war bisher immer so und wird Bestand haben. Ich glaube, das Leben auf diesem Planten ist gar nicht dazu gemacht, auf Dauer in der Mitte zu verbleiben, es wäre zu ruhig, zu gemütlich, zu warm, zu langweilig und reizarm und daher zu arm an Erfahrungen dort. Das Pendel muss schwingen, das Schiff muss schwanken, das ist Leben, das sich vor allem durch das Erleben von Gegensätzen selbst erfährt und wahrnimmt. Aber so voll gegen die Wand zu fahren könnten wir vielleicht vermeiden, wenn wir der gegensätzlichen Richtung wenigstens Aufmerksamkeit schenken würden, während wir in die eine rasen, und wenn wir keinen Weg als alternativlos hinstellen, denn dieses Wörtchen garantiert geradezu, dass das Leben sehr wohl eine Alternative präsentiert – weil es muss.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es höher entwickelte Kulturen gibt, vielleicht auf einem anderen Planeten, die keine Schleuderfahrt mehr brauchen von der einen zu anderen Seite der Extreme hin. Denen reicht es, sich zu erinnern, wie es ist in einem Heiß-Kalt-Reich-Arm-Krieg-und-Frieden-Universum lebt, und wenn sie es vergessen sollten, müssen sie ja nur ihr Fernrohr rausziehen und auf den Planeten Erde schauen.

Ich bin jedenfalls völlig einverstanden mit der jetzt erzwungenen Alternative eines sonst rastlosen Wirtschaftstreibens, denn ich sehe noch einen anderen Segen in so einer Ausnahmezeit, die unsere Gewohnheiten auf den Kopf stellt: In der Vergangenheit haben vor allem die schwierigen Zeiten als Katalysator gedient für eine Fülle an Innovationen und Technologien, die danach wie explodiert sind und das Leben verbessert haben. Jeder kennt den Spruch „Not macht erfinderisch“, und es kündigt sich jetzt schon an, dass, was wir an Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und zeitgemäßes Arbeiten kennen, sich im Aufschwung ganz neu entfalten und etablieren wird. Außerdem pflegen Menschen in so harten Ausnahmezeiten wie jetzt sich wieder an das zu erinnern, was sie ausmacht, nämlich Menschsein und nicht nur Schräubchen sein im Räderwerk des Kapitalismus; es sind doch tolle Bilder mit den singenden Italienern auf Balkonen, mit den 160.000 hilfsbereiten Briten und dass Franzosen auf deutsche Intensivstationen aufgenommen werden, obwohl die für die Deutschen selbst auch schon knapp werden.
So gesehen stecken die Füße im Morast, aber die Nase umweht ein Frühlingswind.

Ich habe letztlich gar nichts gegen Extreme und die Erfahrung von Grenzen, und Evolution hat ja damit zu tun, Grenzen ständig zu verschieben. Doch selbst Grenzerfahrungen lassen sich besser verkraften, wenn währenddessen der andere Pol nicht ausgeschlossen und verleugnet wird. Oft ist es ja schon allein heilsam zu erkennen, dass man jedes Maß und Mitte völlig verloren hat. Und wenn wir schon das Wirtschaftstreiben der ganzen Welt nicht ändern können, bleibt uns wenigstens der Einfluss auf unser eigenes Leben:
Wer viel arbeitet, könnte sich bewusst immer wieder Müßiggang verordnen, bevor er ausbrennt.
Wer denkt, nur mit total gesunder Ernährung überleben zu können, ist ganz selten mit einem Stück Kuchen und einer Currywurst gut bedient.
Eiserne Disziplin verlangt auch mal Laissez-faire und wer das Wort regelmäßig genau anschaut, sieht schon, dass es um einen maßvollen Umgang mit Regeln geht.
Sport ist eines der dankbarsten Felder der Extreme, entweder er wird übertrieben oder gar nicht gemacht. Dabei zeigt die Forschung, dass ein Körper fitter ist, wenn er seltener und unregelmäßiger, dafür kurzzeitig hart rangenommen wird.

Und Wohlstandsbildnern kann ich nur empfehlen: Das Bewusstsein für Investition und Konsum ist gut, aber eisernes Sparen macht langfristig arm. Nehmt von jeder Rendite einen kleinen Teil, um ihn zu verblitzen, wie die Österreicher sagen, und den Rest reinvestiert. Und rafft nicht alles Geld für euch selbst, sondern gewöhnt euch schon ohne großes eigenes Vermögen an, einen Teil einfach wegzugeben für andere, also zu verschenken und zu spenden. Das wirkt erhöht die Rendite, auch wenn es mathematisch unlogisch erscheint.

Und allen noch Nicht-Wohlstandsbildnern rufe ich zu: Sperrt das Thema Finanzen nicht raus aus eurem Leben. Die Beschäftigung mit Geld und Vermögensaufbau gehört in unserer Gesellschaft zu einem ausgeglichenen Leben dazu, und selbst Finanzmuffeln macht ein produktiver, entspannter Umgang mit Vermögensaufbau irgendwann richtig Spaß, ich habe da bald hunderte Beispiele. Und dann kann die nächste Wirtschaftskrise kommen! Dann seid ihr finanziell so entspannt, dass man gerne dem anderen Pol ein paar Wochen lang Aufmerksamkeit schenkt.

Im nächsten Podcast dieser Reihe spreche ich über einen Zustand, der leider einem gängigen Extrem entspricht und vielen Menschen hart zusetzt, oft ohne, dass sie es wissen: es geht um das moderne Sklaventum. Und darum, dass eine Badehose ein perfektes Sinnbild sein kann für Wohlstandsbildung. Bis dahin!

Teil 2.1 zum Nachlesen

Teil 2.1 der Wohlstandsbildner-Podcast-Reihe „Wohlstandsbildung in Krisenzeiten einer Pandemie“ mit Andreas Ogger und einem unbequemen Thema: Sklaventum in modernen Zeiten. Und es geht um fünf Kriterien, die zeigen, ab wann man sich eine Immobilie leisten kann.

Sklavendienst nannte man es in der Frühzeit, im Mittelalter hieß es Frondienst, heute ist es der Schuldendienst. Wie sehr Schulden versklaven – seien es Schulden aufs Eigenheim oder aufs eigene Geschäft oder seien es die Schulden des Arbeitgebers, der jetzt reihenweise Leute entlassen muss –, die Fremdbestimmung durch Schulden bekommen jetzt in Coronazeiten viele zu spüren, deren Einkommen weggebrochen ist oder Kurzarbeitergeld hinten und vorne nicht für Zins und Tilgung und zum Leben reicht.

In Privathaushalten nimmt die auf Pump gekaufte Immobilie den größten Schuldenposten ein, dann kommt die Einbauküche oder das Auto; mal sehen, wie lange Banken stillhalten gegenüber all denen, die wegen vermeintlich niedriger Zinsen vielleicht überteuerte Immobilien oder Konsumausrüstung gekauft haben und jetzt Zins und Tilgung nicht mehr leisten können. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Bank anruft und auffordert: „Herr Meier, wir würden Sie gerne sehen, und zwar am Dienstag um 11 Uhr“ – so, wie es der Investor und Fondsmanager Markus Elsässer auf YouTube vormacht unter dem Videotitel „Schulden, nein danke“. Und er hat Recht: So ein Anruf der Bank ist dann keine Einladung zum Kaffeetrinken, sondern nichts weniger als ein Befehl. Und wer Befehlen gehorchen muss, den nannte man früher Sklave.

Ja, und dann geht man zur Bank, und was sich davor noch wie Besitz angefühlt hat, entpuppt sich spätestens dann als das, was es ist: als eine Verbindlichkeit. Früher hatten Sklaven ein Joch im Nacken, um im Kreis laufend eine Mühle anzutreiben; heute sind es Schulden für viele Privathaushalte, Unternehmen und ganz gewiss für unseren Staat, die im Genick drücken und alle im Kreis laufen lassen, um wessen Mühle anzutreiben? Die Antwort auf diese Frage würde heute am Thema vorbeigehen, ich wollte nur mit wenigen Sätzen auf die Fremdbestimmung hinweisen, die mit geliehenem Geld immer einhergeht.

Die Wertschöpfungsketten unserer Gesellschaft sind so gut wie an jeder Stelle mit Fremdkapital durchsetzt, und das übt Druck aus, bewusst manchmal, aber unbewusst immer. Ein anderer, etwas entspannterer Weg wäre für alle, die darüber nachdenken, sich auf Pump etwas zu kaufen:
Nicht mitbuddeln am Grab einer schrittchenweise kollabierenden Wirtschaft! Einem Grab, das uns die Europäische Zentralbank mit ihrer jahrelangen Nullzinspolitik tiefer gebuddelt hat als je zuvor in unserer Finanzgeschichte. Und Mitbuddeln heißt, sich von niedrigen Zinsen zum Kauf von Sachen ködern lassen, die man sich schlicht nicht leisten kann.

Dieses „Sich leisten Können“ will ich einmal an einem Beispiel demonstrieren, weil so viele Deutsche in diesen Monaten Banken beauftragen, ihre Häuser zu finanzieren, und das Wörtchen „ihre“ in diesem Satz bezieht sich übrigens auf die Banken.
Wann also kann sich es jemand meiner Meinung nach leisten, eine Immobilie zu kaufen, sei es zur Vermietung oder zum Eigennutz? Und wenn folgende Kriterien nicht gegeben sind, würde ich sie erstmal aufbauen:

  1. Wirklich verstehen, was eine gute Immobilie ausmacht. Das ist eine echtes In die Lehre-Gehen, und man sollte sich das Geld wert sein, um von den Besten zu lernen, die mind. 50, besser 100 oder mehr Immobilien im Portfolio halten, und zwar mit mindestens 50 % Eigenkapital. Ansonsten sind es Schuldenhamster wie alle anderen auch und kein Vorbild.
  2. Niemals eine Immobilie kaufen, um selbst darin zu wohnen oder zu arbeiten. Das ist einfach ein zu großer ökonomischer Fehler. Der Rechenstift lügt nicht, nur der Immobilienverkäufer und Kreditgeber lässt den Rechenstift meistens nicht drastisch genug die Wahrheit sagen. Eine eigenbewohnte Immobilie soll sich der kaufen, der es sich leisten kann, denn dann kann er sie zu 100 % bezahlen, wenn er will und wie es z. B. Jeff Bezos auch tut. Und zu glauben, dass Superreiche selbstverständlich in der eigenen Immobilie leben, ist übrigens ein weit verbreiteter Irrtum. Ein großer Teil von ihnen lebt zwar mondän, aber eindeutig zur Miete, während sie gleichzeitig hunderte von Wohn- und Gewerbeimmobilien zur Vermietung halten. Ja warum machen die das denn, wenn sie sich doch eine Villa aus der Portokasse leisten könnten? Superreiche können eben rechnen und empfinden nebenbei auch große Wertschätzung für ihre Portokasse.
  3. Und für alle, die in Wohnimmobilien zur Vermietung investieren wollen, was dann schon eher eine Investition ist, empfehle ich folgende Kapitalisierung: 50% anzahlen können, aber in Niedrigzinszeiten nur 30% anzahlen, 20% als Liquidität verfügbar halten oder so anlegen, dass im Notfall diese 20 % von Banken beliehen werden könnten.
  4. Erst investieren, wenn Einkünfte aus Produktivkapital aufgebaut wurden, die in Summe nach 15, besser schon nach 10 Jahren den Kredit tilgen könnten. Allein dieses Kriterium ist ein Aufruf zur finanziellen Bildung und eine Einladung, vielleicht noch ein bisschen mit dem Kauf zu warten. Dann sind die Preise sowieso eher dort, wo sie sein sollten, nämlich mindestens 35 % günstiger, also die Immobilien das wert sind, was sie wirklich wert sind.
  5. Mindestens die Hälfte des Portfolios besteht zum Zeitpunkt des Immobilienkaufs aus Anteilen an Wertschöpfungsketten, deren Veräußerung selbst in Krisenzeiten möglich wäre und den Immobilien-Kredit im größten Notfall auf ein Mal bedienen könnte.

So viel zum Immobilienkauf. Mein Wunsch ist, dass spätestens mit dem letzten Podcast in dieser Reihe dann auch den meisten einleuchtet, warum ich ganz gewiss keine Wohnimmobilie besitze, aber trotzdem sehr reichlich in Immobilien investiert bin, ohne jemals in deren Grundbuch aufzutauchen.

Nun, die Masse der Menschen, einschließlich unserer Politiker und unserer Europäischen Zentralbank, folgt lieber dem kollektiven Irrsinn, der uns als Gesellschaft und als haftende Steuerzahler immer tiefer in eine Sackgasse hineinrasen lässt und auch nur anzuhalten mit jedem weiteren Jahr immer schmerzhafter wird – denn bitteschön: Umkehren ist schon seit 30 Jahren nicht mehr möglich. Und mit den jetzt 1000 Milliarden aufgenommenes Geld, nur um Deutschland über die Coronazeit hinweg zu bringen, ist es unmöglicher denn je. Aber noch sind wir eine starke Wirtschaft, und einen Großteil der Coronaschulden werden wir vielleicht auch zurückführen, wenn es denn unser wirtschaftliches Wachstum erlaubt – an der Stelle verweise ich noch einmal auf den letzten Podcast, in dem ich ja unseren Wachstumsglauben hinterfragt habe.

Der kollektive Irrsinn kann auch noch lange so weitergehen und ich sehe tatsächlich kein Zusammenbruch dieses Luftgeld-Kartenspiels in nächster Zeit; wer anderes behauptet, will als Crash-Prophet Bücher verkaufen; dieses Büchergeschäft, das sich selbst seit 15 Jahren Lügen straft, floriert ja tatsächlich noch immer. Was aber sicher richtig ist: Irgendwann werden wir diese Schuldenraserei anhalten. Oder präziser gesagt: Irgendwann werden wir angehalten. Wie sich das dann anfühlen könnte, dafür bekommen wir gerade mit der Coronakrise einen wahrscheinlich im Vergleich sanften Vorgeschmack.

Ich weiß, das klingt jetzt hart und kalt. Aber Ehrlichkeit kommt nicht immer nett daher. Und die jetzigen Wochen und Monate machen ehrlich oder, wie es der unvergleichliche Investor und Zitateschöpfer Warren Buffett ausdrückt „Nur bei Ebbe sieht man, wer mit Badehose schwimmt.“
Unser Finanzsystem zieht seine Bahnen schon lange nackt, und Deutschland ist sogar noch ein bisschen nackter als andere Industrienationen, weil komplett abgehängt im Wettbewerb um Marktführung und Marktmacht der wirklich wichtigen Industrien. Aber vielleicht ist das auch ein Segen, denn dann könnten wir früher als andere gezwungen sein, ganz neue Formen des Zusammenlebens zu finden, wenn wir diesen Wachstumszwang hinterfragen und in der Evolution weiterkommen und fortschrittlich sein wollen, ohne uns wirtschaftlich immer weiter aufzublähen.

Ginge sowas auf Kosten unseres Wohlstands? Ja, ein bisschen ganz sicher.
Ginge das auf Kosten unserer Lebensqualität? Vielleicht ein bisschen, vielleicht aber auch nicht. Würde uns das vielleicht etwas entspannter leben lassen, etwas weniger konkurrieren lassen, die Ressourcen fairer verteilen und uns am Ende glücklicher, freier und kreativer machen? Da bin ich mir eben ganz sicher.
Ok, bis dahin ist es noch eine Weile, denn dazu haben wir zu viele Politiker und zu wenig Visionäre, die Politik mitgestalten wollten. Also bin ich jetzt ganz pragmatisch und frage mich, wie ich mich, wie sich jeder Einzelne finanziell so satteln kann, dass auch ein Ritt in diesen und in kommenden stürmischen Zeiten kein Problem ist:

Das Gegenteil von Schuldendienst ist produktives Eigenkapital. Produktivkapital! Während das erstere auspresst, befreit das andere immer mehr von Zwängen. Und Zwänge, Abhängigkeiten, Hamsterräder und Verbindlichkeiten mit jedem Jahr mehr loszuwerden, das ist für mich Wohlstandsbildung und die Definition von Fülle – und was ist Fülle ist, zu Ende gedacht? Überfluss, der vom Überfluss nimmt und übrig bleibt Überfluss. Das ist eigentlich ein natürliches, naturgegebenes Prinzip, das in der Natur jeder beobachten kann, nicht nur im Frühling. Nur wir Menschen schaffen es uns einzusperren in ein Gefängnis aus Mangelbewusstsein, das diesen einen Glaubenssatz festhält: „Es ist nicht genug für alle da“. Das ist die Frequenz, die unser Leben bestimmt, und in schlechten Zeiten wird das sichtbar durch Hamsterkäufe und in guten Zeiten wird das sichtbar durch den Kauf überteuerter Immobilien.

Wie unfassbar entspannend wäre es, wenn dieser Glaubenssatz drehen könnte in „es ist mehr als genug für alle da“. So ein Glaubenssatz hätte wahrlich transformatives Potenzial. Wer das für mich erst kürzlich eindrücklich demonstriert hat, ist die Amerikanerin Yen, die die ersten 14 Jahre ihres Lebens unter widrigsten Bedingungen in China aufgewachsen ist. Die Geschichte kann jeder im Podcast Nr. 5 nach hören, in dem ich schon ganz früh über einen Winzling namens Corona gesprochen habe, der globalisierten Märkte crasht.

Und wer diesen Glaubenssatz „es ist mehr als genug für alle da“ in sein Portfolio integrieren will, der es gut beraten, wenn er sich die Leitlinie aller klugen Investoren zu eigen macht, ja geradezu die mächtigste Definition von Reichtum in jede seiner Zellen imprägniert. Es sind nur fünf Worte, fünf einfache Begriffe, die aber innerhalb von Sekundenbruchteilen alles über den Haufen schmeißen können, was viele für eine gute Geldanlage halten. Ihr erinnert Euch an den früheren Teil dieser Podcast-Reihe, in dem es um Transformation ging. Jetzt kommt so ein Hinweis mit echtem Transformationspotenzial für den, der bereit und reif ist. Bereit? Diese fünf Worte heißen so:

„Vermögensaufbau ist, was Einkommen schafft!“

Vermögensaufbau ist, was Einkommen schafft. So einfach ist es. Deshalb sind Kredite, gerade auch Immobilienkredite, kein Einkommen, sondern eine Wette mit der Zeit in der Hoffnung, irgendwann die Ziellinie zu erreichen. 70% erreichen diese Ziellinie aber nie und enden in der Zwangsversteigerung. Von diesen Quoten hört man nicht viel in den Medien, und das ist vielleicht ganz gut so, denn außer der Kreditvergabe haben Banken ja heute kaum andere Geschäftsmöglichkeiten, außer sich mit Minuszinsen und Kontoführungsgebühren irgendwie über Wasser zu halten.

Welche Instrumente sind es dann aber, die für Vermögensaufbau stehen und Einkommen schaffen?
Ist es die Börse mit ihren so in Mode gekommenen ETFs? Gerade in Zeiten einer Viruspandemie mit einem Dax im freien Fall ist das zugegeben eine zu offensichtliche rhetorische Frage.
Ich will sie trotzdem beantworten, und zwar ausführlich im nächsten Podcast. Da reden wir über die Börse und was die mit Desinfektionsmitteln zu tun hat. Und nähern uns so immer mehr dem, was meiner Meinung nach wirklich Einkommen schafft. Und als besonderes Bonbon will ich eine Wunderwaffe vorstellen, das passt einfach in die jetzige Zeit, aber auch jede andere; denn unser Immunsystem jubiliert immer, wenn es sich diese Wunderwaffe um die Hüfte schnallt, lauter, als je ein amerikanischer Waffenfan jubilieren könnte. Ich war ja einmal Therapeut und bin bis heute immer auf der Suche nach diesen Wundermitteln, die nicht viel kosten, aber unbezahlbar sind für unsere Gesundheit. Einige habe schon entdeckt, und eines davon will ich im nächsten Podcast vorstellen.

Wir hören uns, mich würd´s freuen!

Teil 3.0 zum Nachlesen

Der Wohlstandsbildner-Podcast als Fortsetzung der Reihe „Wohlstandsbildung in Krisenzeiten einer Pandemie“, heute Teil 3.0 mit Andreas Ogger und dem bekannten Satz „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“, einem Zitat, das sich in dieser Episode nicht nur auf zwei Wundermittel für die Gesundheit bezieht, sondern auch auf die Plattform, die viele für die Quelle der bestmöglichen Geldvermehrung halten: die Börse.

Le microbe n’est rien, le terrain c’est tout“, dieser Spruch ist nicht von Louis Pasteur, diesem französischen Mikrobiologen, dem wir pasteurisierte Milch und Desinfektionsmittel verdanken, nein, er ist von seinem Gegenspieler Claude Bernard. Wer sich mit ihm beschäftigt, dem drängt sich früher oder später eine beunruhigende Vermutung auf, nämlich, dass unsere gängige Auffassung von Infektionen durch Viren oder Bakterien einem großen Irrtum unterliegen könnte.

Mir als ehemaligem Therapeuten fällt jedenfalls in Coronazeiten auf: Alle Welt spricht von einem Impfstoff, der uns von der Virusplage befreit und in so manchem Auge auch leuchtende Dollarzeichen aufblitzen lässt, nicht nur in dem von Donald Trump. Und man spricht von Quarantäne, Abstand, Ausgangssperre, Mundschutz und Desinfektion, denn eins ist klar: Die Mikrobe ist der Feind. Wenn wir den vernichten, geht`s uns gut und alles kommt wieder ins Laufen.
Ganz ehrlich, in Anlehnung an die Erkenntnisse von Claude Bernard scheint mir das ein etwas unvollständiges, wenn nicht sogar ein antiquiertes Bild zu sein.

Der alte Chinesenführer Mao Zedong hat 1958 geglaubt, sein Land mit einem – Zitat – „Großen Sprung“ nach vorne bringen zu müssen und hat in Spatzen eine von vier Plagen ausgemacht, die ausgerottet werden muss. Alle Chinesen – und das waren damals schon viele – haben jetzt im Staatsauftrag also Spatzen gekillt, und nach wenigen Tagen gab es auch keine mehr. Pech nur, dass Spatzen wichtige Insektenjäger sind und mit Vorliebe Heuschrecken vertilgen. Einen Sommer später haben Heuschreckenplagen den Himmel Chinas in Nacht getaucht und entsetzliche Hungersnöte über das Land gebracht mit Millionen Toten, weil die Heuschrecken absolut alles gefressen haben, was Pflanze war. Und irgendwann musste sogar der ja sonst unfehlbare Mao zugeben, dass das mit der Spatzenausrottung vielleicht keine so gute Idee war.

Was die Fokussierung auf Vernichtung und Ausrottung angeht, sehe ich im Spatzen unserer Zeit das Coronavirus. Wir sind ja ständig von Viren umgeben, sie sind immer auf uns, in uns und um uns herum; doch dieses eine Virus ist jetzt zur Zielscheibe geworden. Und ja, vielleicht ist dieses Virus mutiert und für ein geschwächtes Immunsystem eine Gefahr, und da mag ein Impfstoff Sinn machen für Menschen ohne Abwehrkraft. Mir geht es nur darum: Worauf konzentrieren wir uns hauptsächlich? Auf die Bekämpfung des Virus oder auf der Stärkung des Milieus, also in dem Fall auf unser Immunsystem? Wenn angenommen ein Prozent aller Erkrankten sterben, überleben 99 % derzeit ohne Impfstoff, und die allermeisten davon ohne intensivmedizinische Behandlung.

Der am Ende alles entscheidende Faktor, mit dem Virus klarzukommen, ist also – ohne und auch mit Impfstoff: Kann unser Immunsystem das Virus abwehren? Schafft das unsere größte Schutzmacht in einer Welt, die ohne Keime gar nicht existieren würde?

Die Schulmedizin ist eine wahrlich oft im Dunkeln herumstochernde Disziplin, aber selbst in ihr gibt es anerkannte, hocheffiziente und gesunde Methoden, das Immunsystem zu stärken und aufzurüsten. Wir hätten auch die Mittel dafür im Land und die meisten wären sogar billig – aber der Großteil bevorzugt einen Impfstoff herbeizusehnen und in Talkshows wird über nichts anderes gesprochen. Denn das ist die in einer früheren Episode dieser Reihe erwähnten Methode „Materie erschafft Materie“, das Gute besiegt das Böse und ein Mann aus Amerika, der sich nur von Fastfood ernährt und wahrscheinlich nicht einmal weiß, was ein Immunsystem ist, der richtet begehrliche Augen auf einen Tübinger Impfstoffhersteller, denn wenn ein Impfstoff zugelassen wird, ist das das ganz große profitable Ding, quasi die 7-bändige Harry-Potter-Reihe der Pharmabranche.

Wie auch immer: Dem Milieu, dem ordnenden und schützenden Immunsystem, wird nicht die Bedeutung beigemessen, die es verdient hätte. Und weil ich weiß, dass dieser Podcast gerade eher wie eine Gesundheitsbildner-Sendung klingt, komme ich auch gleich zum Thema Börse, die mit größten Verlusten realisiert, dass sie mal wieder Milieu und Erreger verwechselt hat.

Doch man möge mir noch kurz die Reminiszenz an mein früheres Therapeutenleben nachsehen, ebenso meine Begeisterung für Wohlfühlbildung, die gewiss aus starken Finanzen, aber eben auch aus einer starken Gesundheit besteht. Denn alles Geld macht kein Spaß, wenn die körperliche Vitalität fehlt, um es mit Lebensfreude auszugeben. Deshalb will ich zwei Wundermittel für unser Immunsystem vorstellen: Eins davon ist eine Experten-Empfehlung, die ich aber für mich selbst noch nicht eingesetzt habe. Es handelt sich um ein Mittel, das man kaufen kann und dessen Tipp ich über einen Osteopathen-Kollegen bekommen habe.

Sein Sohn war nämlich zum Skifahren im mittlerweile legendären Ischgl in Tirol; kaum zu Hause angelangt haben ihn wohl wirklich schwere Grippesymptome niedergestreckt; auf den Corona-Virus wurde er jetzt nicht getestet, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es etwas damit zu tun haben könnte. In jedem Fall war sein Immunsystem in einen schweren Kampf verwickelt.
Der Osteopath gab ihm dann 3 x täglich 10 Tropfen einer Tinktur der Pflanze Artemisia annua, das ist der Einjährige Beifuß, ein Korbblütler. Der steht für die Beseitigung von Giftstoffen im Gewebe, soll Pilzen, Bakterien und Viren damit ihre Lebensgrundlage entziehen und schützt Grenzen. Kaum eingenommen, wurden die Symptome des Sohnemanns wohl stündlich besser und nach drei Tagen war er wieder komplett hergestellt.

Ich gebe diesen Hinweis nur nach Hören-Sagen weiter, weil ich den Osteopathen seit vielen Jahren als einen der besten Heilkundigen im Land kenne, der keine neuen Patienten mehr nimmt, weil er schon mit den Bestehenden, vor allem Kindern, ausreichend zu tun hat; mich also nach seinem Namen zu fragen ist zwecklos. Aber auf so eine Koryphäe zu hören hat mir noch nie geschadet und entsprechend habe ich mir die nicht ganz günstigen Tropfen im Internet für den Ernstfall besorgt. Wenn ich sie an mir oder an jemandem aus meiner Familie ausprobieren musste, werde ich es Euch wissen lassen. Bis dahin ist es jetzt nur ein Tipp, den ihr natürlich vor der Anwendung mit Eurem Arzt, Heilpraktiker und Apotheker besprecht.

Nun zu einem meiner vier oder fünf favorisierten Wundermittel, die ich selbst immer wieder kurweise einsetze. Es ist nicht nur ein heftiger Immunsystem-Booster, sondern reinigt auch unsere Gefäße, entspannt das Herz-Kreislauf-System, harmonisiert den Blutdruck, versorgt uns mit seltenen Nährstoffen, steigert die Leistungsfähigkeit und hat viele, viele andere segensreiche Wirkungen.
Es schmeckt zuerst ungewohnt, aber nach einiger Zeit richtig gut, die Herstellung kostet fast nichts außer Zeit, und die haben ja im Moment viele. Von Nebenwirkungen weiß ich nichts, aber ganz viel über positive Effekte. Aber natürlich ist auch dieses Wundermittel nur auf eigene Verantwortung einzunehmen, am besten in Absprache mit einem, der etwas von der Sache versteht, und bitte nicht überdosieren, denn viel hat noch selten viel geholfen.

Und das Ganze geht so:

Für rund einen Liter von diesem Wunderextrakt nehme man 30 Knoblauchzehen, sechs größere Zitronen aus biologischem Anbau, am besten Demeter, dazu 1 l Wasser, einen gehäuften Löffel Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, und ein Stück geschälten Ingwer in der Größe einer großzügigen Fingerspitze.
Die Zitronen werden mit etwas Spülmittel gut gewaschen und mitsamt der Schale geviertelt und kommen, zusammen mit den Knoblauchzehen, dem Ingwer und dem Kurkuma, in einen Mixer, der allerdings über eine gewisse Power verfügen sollte. Mit einem Zauberstab ist das nichts zu machen. Die Zitronen enthalten zwar viel Wasser, aber um dem Mixer die Arbeit zu erleichtern, würde ich von dem Liter Wasser ein gutes Glas dazu tun.
Jetzt wird alles gemixt, bis wir eine intensiv gelbliche, dickflüssige Substanz haben. Die kommt in einen Kochtopf und wird zusammen mit dem Wasser erhitzt, bis die Flüssigkeit so heiß ist, dass sie knapp vor dem Blubbern steht.
Dann alles abkühlen lassen; und jetzt braucht es etwas Geduld für das Abseihen, erst mit einem groben Sieb und danach mit einem feineren, bis immer noch ein sehr sämiger, aber schon deutlich dünnflüssigerer Saft übrigbleibt. Den in eine Flasche abfüllen und jeden Tag ein Schnapsglaserl davon trinken, Kinder etwas weniger; ich nehme es meist vor dem Mittagessen als Aperitif.

In der jetzigen Zeit, wo wir eh Abstand voneinander halten sollten, dürfte der leichte Knoblauch-Duft keine Rolle spielen, zumal er überhaupt nicht ausgeprägt ist, wahrscheinlich wegen der Verbindung mit den Zitronen. Ich würde einen Liter pro Person im Haushalt herstellen, der reicht dann für 14 Tage, und das ist eine heftige Aufrüstung unseres Immunsystems und versetzt unser gesamtes Milieu in einen Zustand, der vielleicht Mikroben aller Art weniger Kontaktfläche bietet.

Ok., jetzt zurück zur Wohlstandsbildung und zu einer Plattform, die ich vor vielen Jahren mit wehenden Fahnen verlassen habe – reden wir über die Börse:
Der normale, durchschnittliche Finanzberater von heute – dabei schließe ich auch alle Medien und Finanztippplattformen im Internet mit ein –, all die sind bis heute ziemlich ein- oder maximal zweidimensional geworden: Die eine Dimension ihrer Geldstrategie nennt sich Immobilie und die andere nennt sich Börse und Staatsanleihe; den konservativen, also sicherheitsorientierten Part spielen Immobilien und Anleihen, die Börse soll für die Renditen sorgen, ist aber schon mehr spekulativ, und um diesen spekulativen Charakter etwas zu reduzieren und vielleicht die eigene Ratlosigkeit, stürzt man sich jetzt auf ETFs, der Heilige Gral der Schutzsuchenden und Sicherheitsbedürftigen in einer aus den Fugen geratenen Welt. Potzblitz. Jetzt sind wir wieder beim Thema ETFs, dass ich eigentlich zu langweilig finde, um mich darauf einzuschließen. Aber alle Welt spricht mich drauf an oder hat es zumindest im Portfolio, und für die Masse der Anleger repräsentieren ETFs mittlerweile das gesamte Börsengeschehen. Und da heißt es dann vollmundig:

ETFs sind ja so breit gestreut und bilden ganze Märkte ab, da bist Du langfristig auf der ganz sicheren Seite, und ewiges Wachstum mit steigenden Kursen ist ja mehr oder weniger garantiert, wenn man es nur langfristig sieht.
…Ewiges Wachstum – an der Börse wünscht man sich das, was man auf der körperlich- zellulären Ebene Krebs nennen würde. Schon kurios: Der Krebs der Börse ist das Lebenselixier der von ihrer Riester-Rente Enttäuschten.

Nun denn, sie haben ja ihre Berechtigung, die ETFs. Einzelne Börsentitel im Portfolio sind schon eher was für Profis, da fährt der Massenanleger als Trittbrettfahrer ganzer Märkte besser, denn dann, suggeriert man ihm, ist er gewissermaßen an der ganzen Welt beteiligt, denn die Börse als Weltmarkt ist doch das wirtschaftliche Milieu, das uns umgibt und ausmacht. Ist das wirklich so?

Alle, die mit ETFs und anderen Börsenwerten unterwegs sind, wissen jetzt: Das ist eine Illusion, denn auch ein Weltmarkt ist nur der Teil eines größeren Ganzen.
Selbst ganze Indices mit hunderten von Unternehmen sind eben nicht das Milieu, sondern nur eine größere Mikrobe in vielfältiger Erscheinungsform. Das eigentliche Milieu heißt Finanzsystem und über dem Finanzsystem steht noch etwas Größeres: nämlich das Leben mit all seinen Unwägbarkeiten wie Zinsentscheidungen der Zentralbanken, Handels- und Zollkriege, ja Kriege und diplomatische Scharmützel sowieso, der Ölpreis, Regierungswechsel, Haushalts- und Arbeitsmarktbilanzen, die Höhe der Inflation, Anschläge von religiös Radikalen, die meistens irrwitzig sinnlosen und peinlichen Tweets amerikanischer Präsidenten, Massenpsychologie und -hysterie, und neuerdings sogar Pandemien, und dann noch durch Viren, für die es kein Heilmittel gibt – all das ist das Umfeld, von dem die Weltmärkte und Börsen jede Stunde beeinflusst und torpediert werden.

Und nun haben wir da ein zutiefst ausgehöhltes, von allen menschenfreundlichen Werten entfremdetes Finanzsystem und wir haben ein ganzes Leben drumherum; diese beiden Instanzen geben den Börsen der Welt ihre Existenzgrundlage. Jetzt mal ehrlich: Ist die Börse wirklich die Grundlage, Quelle und das einzig wahre Umfeld allen Geldes? Nein, die Börse mit ihren tausenden Firmentiteln und Milliarden aufgeblähter Wertpapiere ist ganz klein und hilflos, wenn ein grippeähnliches Virus daherkommt und in einen Ballon sticht, in dem ganz viel Luft und Psychologie drin ist und ganz wenig Substanz. Nur deshalb konnten innerhalb von Tagen sämtliche Kurse abstürzen in Deutschland, Amerika, Japan und am wenigsten noch China.

Amerika hat es ja besonders schlimm erwischt, und dazu hat es auch tapfer beigetragen, wenn es jetzt um Milliarden-Entwertungen großer Börsentitel geht. Dieses Land, das oft kaum mehr laufen kann vor Stolz und Patriotismus und Bessersein im ewigen knallharten Wettbewerb der Welt, dieses Land ist ja bei Fonds-Managern sehr beliebt mit den ETFs auf den Dow Jones, MSCI USA und S & P 500. Was der Kleinanleger nun nicht weiß, wenn er sein Geld in solche ETFs steckt: er investiert in durch und durch getürktes Wachstum, nennen wir es in Anlehnung an Donald Trumps Lieblingsvokabel „Fake Growth“. Warum das so ist, zeige ich manchmal im Finanzseminar anhand beeindruckender Charts.

Auf denen werden Firmen aufgelistet, die ganze Indices maßgeblich durch ihre schiere Kapitalkraft bewegen können. Apple zum Beispiel, das Unternehmern mit den schlauesten Schlawinern in der Führungseben. Apple ist Spitzenreiter im Aufkauf eigener Aktien, und das nicht einmal mit eigenem Geld, sondern mit geliehenem Geld, weil´s ja so billig ist. Ohne, dass auch nur ein Fingerbreit Wertschöpfung entsteht, wird der Kurs vom eigenen Unternehmen also nach oben manipuliert, denn in Amerika gilt nun mal „the winner takes it all“, man sieht sich gern an der Spitze der weltgrößten Unternehmen und durch eine höhere Börsenbewertung kommt man leichter an weiteres, noch billigeres Geld. Nun, seit Mitte Februar 2020 hat die Aktie ein Drittel ihres Wertes verloren, all die mit Luftgeld finanzierte Eitelkeit hat einen argen Dämpfer bekommen, das Jammern ist trotzdem groß.
Ist das der Marktplatz, an dem man sein Geld sicher aufgehoben weiß, wenn er nicht nur Spielball von Viren ist, von Zinsentscheidungen, von Trump-Irritationen, sondern zu schlimmer Letzt auch von der Eitelkeit einiger Unternehmensmanager? Da wird man auch ohne Virus von einer regelmäßigen Gesundschrumpfung ausgehen müssen, was den eigenen Vermögensaufbau das kostet, was am kostbarsten ist, weil man es unwiederbringlich verlieren kann.

Natürlich wird das Leben weitergehen und die Kurse werden auch wieder steigen, nur: Energie kann schlagartig entweichen, wird aber, wenn Materie Materie erschafft, nur langsam aufgebaut. Das haben sich natürlich die anders vorgestellt, die 15 Jahre in ihren börsennotierten Fonds eingezahlt haben und fünf Jahre in die verschiedensten ETFs, am besten noch allein von Computern gesteuert, um die Kosten niedrig zu halten. Ja, und irgendwann werden sie wieder da ankommen, wo sie mit ihren Vermögenswerten gestartet sind, vielleicht sogar inflationsbereinigt, was ja schon eine starke Leistung wäre. Sie haben dann nichts vermehrt, aber auch nichts verloren, oder? Doch: Sie haben einen der mächtigsten Renditefaktoren verloren, der – im Gegensatz zu finanziellen Verlusten – auch nicht mehr aufgeholt werden kann, nämlich: Zeit.

Was ich mit dem Ganzen sagen will und zu überdenken auffordere: Ohne Zweifel haben die Börsen ihre Berechtigung und spielen eine mächtige Rolle im Gefüge der Finanzwelt. Doch ich sehe in den letzten Jahrzehnten eine Tendenz, die mich stutzig macht, so stutzig wie der Umgang der Zentralbanken mit unserem Geld: Je mehr Sinn und Wert unseres Geldes ausgehöhlt wird, desto mehr muss davon produziert werden, damit Geld als Tauschmittel weiterhin funktioniert. Und je mehr Sinn und Wert der Börse als Handelsplattform für echte Werte ausgehöhlt wird, desto mehr ahnungslose Anleger werden ihr zugeführt, um das Spiel am Laufen zu halten. In wenigen Jahren ist deshalb das Geschäft mit ETFs von ein paar 100 Millionen auf ein paar 100 Milliarden $ angewachsen. Und wenn das Spiel weitergehen soll, müssen es bald Billionen sein.

Die ganz Großen der Finanzwelt spielen dieses Spiel seltsamerweise nicht mit, und wenn, dann mit weniger als einem Prozent ihres Kapitals. Das hat mir vor einigen Jahren zu denken gegeben. Wenn die Börse mit ihrem ewigen Wachstumspotential die einzige liquide und renditestarke Plattform unserer Welt ist, warum beteiligen sich die billionenschweren Anleger so gut wie nicht, um den Luftballon aufzublasen? Platz und Möglichkeit gäbe es genug, denn Amazon und Jeff Bezos verkraften auch einen Börsenwert von 2 oder 4 Billionen Dollar, und 4/5tel aller Unternehmen weltweit sind ja noch gar nicht an der Börse, was wäre da noch für ein Potenzial?

Und trotzdem: Welches Spiel spielen denn dann die ganz Großen in unserer Finanzwelt und in unserer Welt überhaupt? Wer sind die, denen auch in schwierigsten Zeiten der Ebbe die Badehose tadellos sitzt? Wer sind die, die den Unterschied zwischen Erreger und Milieu sehr gut kennen, ganz einfach, weil sie jeden Tag entscheiden, wie das Milieu aussieht? Und was ist nun meine Antwort auf die Frage, die mir per WhatsApp gestellt wurde, ich darf noch mal zitieren: „Andreas, die Märkte kotzen ab, haben wir plötzlich die große Depression? Wie geht es Dir im Moment mit den Sachen, die Du hast?“

Die Antwort auf diese Frage findet ihr im letzten Teil dieser Podcast-Reihe. Bis dahin!

Teil 4.0 zum Nachlesen

Der Wohlstandsbildner-Podcast als Fortsetzung der Reihe „Wohlstandsbildung in Krisenzeiten einer Pandemie“, heute Teil 3.0 mit Andreas Ogger und dem bekannten Satz „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“, einem Zitat, das sich in dieser Episode nicht nur auf zwei Wundermittel für die Gesundheit bezieht, sondern auch auf die Plattform, die viele für die Quelle der bestmöglichen Geldvermehrung halten: die Börse.

Le microbe n’est rien, le terrain c’est tout“, dieser Spruch ist nicht von Louis Pasteur, diesem französischen Mikrobiologen, dem wir pasteurisierte Milch und Desinfektionsmittel verdanken, nein, er ist von seinem Gegenspieler Claude Bernard. Wer sich mit ihm beschäftigt, dem drängt sich früher oder später eine beunruhigende Vermutung auf, nämlich, dass unsere gängige Auffassung von Infektionen durch Viren oder Bakterien einem großen Irrtum unterliegen könnte.

Mir als ehemaligem Therapeuten fällt jedenfalls in Coronazeiten auf: Alle Welt spricht von einem Impfstoff, der uns von der Virusplage befreit und in so manchem Auge auch leuchtende Dollarzeichen aufblitzen lässt, nicht nur in dem von Donald Trump. Und man spricht von Quarantäne, Abstand, Ausgangssperre, Mundschutz und Desinfektion, denn eins ist klar: Die Mikrobe ist der Feind. Wenn wir den vernichten, geht`s uns gut und alles kommt wieder ins Laufen.
Ganz ehrlich, in Anlehnung an die Erkenntnisse von Claude Bernard scheint mir das ein etwas unvollständiges, wenn nicht sogar ein antiquiertes Bild zu sein.

Der alte Chinesenführer Mao Zedong hat 1958 geglaubt, sein Land mit einem – Zitat – „Großen Sprung“ nach vorne bringen zu müssen und hat in Spatzen eine von vier Plagen ausgemacht, die ausgerottet werden muss. Alle Chinesen – und das waren damals schon viele – haben jetzt im Staatsauftrag also Spatzen gekillt, und nach wenigen Tagen gab es auch keine mehr. Pech nur, dass Spatzen wichtige Insektenjäger sind und mit Vorliebe Heuschrecken vertilgen. Einen Sommer später haben Heuschreckenplagen den Himmel Chinas in Nacht getaucht und entsetzliche Hungersnöte über das Land gebracht mit Millionen Toten, weil die Heuschrecken absolut alles gefressen haben, was Pflanze war. Und irgendwann musste sogar der ja sonst unfehlbare Mao zugeben, dass das mit der Spatzenausrottung vielleicht keine so gute Idee war.

Was die Fokussierung auf Vernichtung und Ausrottung angeht, sehe ich im Spatzen unserer Zeit das Coronavirus. Wir sind ja ständig von Viren umgeben, sie sind immer auf uns, in uns und um uns herum; doch dieses eine Virus ist jetzt zur Zielscheibe geworden. Und ja, vielleicht ist dieses Virus mutiert und für ein geschwächtes Immunsystem eine Gefahr, und da mag ein Impfstoff Sinn machen für Menschen ohne Abwehrkraft. Mir geht es nur darum: Worauf konzentrieren wir uns hauptsächlich? Auf die Bekämpfung des Virus oder auf der Stärkung des Milieus, also in dem Fall auf unser Immunsystem? Wenn angenommen ein Prozent aller Erkrankten sterben, überleben 99 % derzeit ohne Impfstoff, und die allermeisten davon ohne intensivmedizinische Behandlung.

Der am Ende alles entscheidende Faktor, mit dem Virus klarzukommen, ist also – ohne und auch mit Impfstoff: Kann unser Immunsystem das Virus abwehren? Schafft das unsere größte Schutzmacht in einer Welt, die ohne Keime gar nicht existieren würde?

Die Schulmedizin ist eine wahrlich oft im Dunkeln herumstochernde Disziplin, aber selbst in ihr gibt es anerkannte, hocheffiziente und gesunde Methoden, das Immunsystem zu stärken und aufzurüsten. Wir hätten auch die Mittel dafür im Land und die meisten wären sogar billig – aber der Großteil bevorzugt einen Impfstoff herbeizusehnen und in Talkshows wird über nichts anderes gesprochen. Denn das ist die in einer früheren Episode dieser Reihe erwähnten Methode „Materie erschafft Materie“, das Gute besiegt das Böse und ein Mann aus Amerika, der sich nur von Fastfood ernährt und wahrscheinlich nicht einmal weiß, was ein Immunsystem ist, der richtet begehrliche Augen auf einen Tübinger Impfstoffhersteller, denn wenn ein Impfstoff zugelassen wird, ist das das ganz große profitable Ding, quasi die 7-bändige Harry-Potter-Reihe der Pharmabranche.

Wie auch immer: Dem Milieu, dem ordnenden und schützenden Immunsystem, wird nicht die Bedeutung beigemessen, die es verdient hätte. Und weil ich weiß, dass dieser Podcast gerade eher wie eine Gesundheitsbildner-Sendung klingt, komme ich auch gleich zum Thema Börse, die mit größten Verlusten realisiert, dass sie mal wieder Milieu und Erreger verwechselt hat.

Doch man möge mir noch kurz die Reminiszenz an mein früheres Therapeutenleben nachsehen, ebenso meine Begeisterung für Wohlfühlbildung, die gewiss aus starken Finanzen, aber eben auch aus einer starken Gesundheit besteht. Denn alles Geld macht kein Spaß, wenn die körperliche Vitalität fehlt, um es mit Lebensfreude auszugeben. Deshalb will ich zwei Wundermittel für unser Immunsystem vorstellen: Eins davon ist eine Experten-Empfehlung, die ich aber für mich selbst noch nicht eingesetzt habe. Es handelt sich um ein Mittel, das man kaufen kann und dessen Tipp ich über einen Osteopathen-Kollegen bekommen habe.

Sein Sohn war nämlich zum Skifahren im mittlerweile legendären Ischgl in Tirol; kaum zu Hause angelangt haben ihn wohl wirklich schwere Grippesymptome niedergestreckt; auf den Corona-Virus wurde er jetzt nicht getestet, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es etwas damit zu tun haben könnte. In jedem Fall war sein Immunsystem in einen schweren Kampf verwickelt.
Der Osteopath gab ihm dann 3 x täglich 10 Tropfen einer Tinktur der Pflanze Artemisia annua, das ist der Einjährige Beifuß, ein Korbblütler. Der steht für die Beseitigung von Giftstoffen im Gewebe, soll Pilzen, Bakterien und Viren damit ihre Lebensgrundlage entziehen und schützt Grenzen. Kaum eingenommen, wurden die Symptome des Sohnemanns wohl stündlich besser und nach drei Tagen war er wieder komplett hergestellt.

Ich gebe diesen Hinweis nur nach Hören-Sagen weiter, weil ich den Osteopathen seit vielen Jahren als einen der besten Heilkundigen im Land kenne, der keine neuen Patienten mehr nimmt, weil er schon mit den Bestehenden, vor allem Kindern, ausreichend zu tun hat; mich also nach seinem Namen zu fragen ist zwecklos. Aber auf so eine Koryphäe zu hören hat mir noch nie geschadet und entsprechend habe ich mir die nicht ganz günstigen Tropfen im Internet für den Ernstfall besorgt. Wenn ich sie an mir oder an jemandem aus meiner Familie ausprobieren musste, werde ich es Euch wissen lassen. Bis dahin ist es jetzt nur ein Tipp, den ihr natürlich vor der Anwendung mit Eurem Arzt, Heilpraktiker und Apotheker besprecht.

Nun zu einem meiner vier oder fünf favorisierten Wundermittel, die ich selbst immer wieder kurweise einsetze. Es ist nicht nur ein heftiger Immunsystem-Booster, sondern reinigt auch unsere Gefäße, entspannt das Herz-Kreislauf-System, harmonisiert den Blutdruck, versorgt uns mit seltenen Nährstoffen, steigert die Leistungsfähigkeit und hat viele, viele andere segensreiche Wirkungen.
Es schmeckt zuerst ungewohnt, aber nach einiger Zeit richtig gut, die Herstellung kostet fast nichts außer Zeit, und die haben ja im Moment viele. Von Nebenwirkungen weiß ich nichts, aber ganz viel über positive Effekte. Aber natürlich ist auch dieses Wundermittel nur auf eigene Verantwortung einzunehmen, am besten in Absprache mit einem, der etwas von der Sache versteht, und bitte nicht überdosieren, denn viel hat noch selten viel geholfen.

Und das Ganze geht so:

Für rund einen Liter von diesem Wunderextrakt nehme man 30 Knoblauchzehen, sechs größere Zitronen aus biologischem Anbau, am besten Demeter, dazu 1 l Wasser, einen gehäuften Löffel Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, und ein Stück geschälten Ingwer in der Größe einer großzügigen Fingerspitze.
Die Zitronen werden mit etwas Spülmittel gut gewaschen und mitsamt der Schale geviertelt und kommen, zusammen mit den Knoblauchzehen, dem Ingwer und dem Kurkuma, in einen Mixer, der allerdings über eine gewisse Power verfügen sollte. Mit einem Zauberstab ist das nichts zu machen. Die Zitronen enthalten zwar viel Wasser, aber um dem Mixer die Arbeit zu erleichtern, würde ich von dem Liter Wasser ein gutes Glas dazu tun.
Jetzt wird alles gemixt, bis wir eine intensiv gelbliche, dickflüssige Substanz haben. Die kommt in einen Kochtopf und wird zusammen mit dem Wasser erhitzt, bis die Flüssigkeit so heiß ist, dass sie knapp vor dem Blubbern steht.
Dann alles abkühlen lassen; und jetzt braucht es etwas Geduld für das Abseihen, erst mit einem groben Sieb und danach mit einem feineren, bis immer noch ein sehr sämiger, aber schon deutlich dünnflüssigerer Saft übrigbleibt. Den in eine Flasche abfüllen und jeden Tag ein Schnapsglaserl davon trinken, Kinder etwas weniger; ich nehme es meist vor dem Mittagessen als Aperitif.

In der jetzigen Zeit, wo wir eh Abstand voneinander halten sollten, dürfte der leichte Knoblauch-Duft keine Rolle spielen, zumal er überhaupt nicht ausgeprägt ist, wahrscheinlich wegen der Verbindung mit den Zitronen. Ich würde einen Liter pro Person im Haushalt herstellen, der reicht dann für 14 Tage, und das ist eine heftige Aufrüstung unseres Immunsystems und versetzt unser gesamtes Milieu in einen Zustand, der vielleicht Mikroben aller Art weniger Kontaktfläche bietet.

Ok., jetzt zurück zur Wohlstandsbildung und zu einer Plattform, die ich vor vielen Jahren mit wehenden Fahnen verlassen habe – reden wir über die Börse:
Der normale, durchschnittliche Finanzberater von heute – dabei schließe ich auch alle Medien und Finanztippplattformen im Internet mit ein –, all die sind bis heute ziemlich ein- oder maximal zweidimensional geworden: Die eine Dimension ihrer Geldstrategie nennt sich Immobilie und die andere nennt sich Börse und Staatsanleihe; den konservativen, also sicherheitsorientierten Part spielen Immobilien und Anleihen, die Börse soll für die Renditen sorgen, ist aber schon mehr spekulativ, und um diesen spekulativen Charakter etwas zu reduzieren und vielleicht die eigene Ratlosigkeit, stürzt man sich jetzt auf ETFs, der Heilige Gral der Schutzsuchenden und Sicherheitsbedürftigen in einer aus den Fugen geratenen Welt. Potzblitz. Jetzt sind wir wieder beim Thema ETFs, dass ich eigentlich zu langweilig finde, um mich darauf einzuschließen. Aber alle Welt spricht mich drauf an oder hat es zumindest im Portfolio, und für die Masse der Anleger repräsentieren ETFs mittlerweile das gesamte Börsengeschehen. Und da heißt es dann vollmundig:

ETFs sind ja so breit gestreut und bilden ganze Märkte ab, da bist Du langfristig auf der ganz sicheren Seite, und ewiges Wachstum mit steigenden Kursen ist ja mehr oder weniger garantiert, wenn man es nur langfristig sieht.
…Ewiges Wachstum – an der Börse wünscht man sich das, was man auf der körperlich- zellulären Ebene Krebs nennen würde. Schon kurios: Der Krebs der Börse ist das Lebenselixier der von ihrer Riester-Rente Enttäuschten.

Nun denn, sie haben ja ihre Berechtigung, die ETFs. Einzelne Börsentitel im Portfolio sind schon eher was für Profis, da fährt der Massenanleger als Trittbrettfahrer ganzer Märkte besser, denn dann, suggeriert man ihm, ist er gewissermaßen an der ganzen Welt beteiligt, denn die Börse als Weltmarkt ist doch das wirtschaftliche Milieu, das uns umgibt und ausmacht. Ist das wirklich so?

Alle, die mit ETFs und anderen Börsenwerten unterwegs sind, wissen jetzt: Das ist eine Illusion, denn auch ein Weltmarkt ist nur der Teil eines größeren Ganzen.
Selbst ganze Indices mit hunderten von Unternehmen sind eben nicht das Milieu, sondern nur eine größere Mikrobe in vielfältiger Erscheinungsform. Das eigentliche Milieu heißt Finanzsystem und über dem Finanzsystem steht noch etwas Größeres: nämlich das Leben mit all seinen Unwägbarkeiten wie Zinsentscheidungen der Zentralbanken, Handels- und Zollkriege, ja Kriege und diplomatische Scharmützel sowieso, der Ölpreis, Regierungswechsel, Haushalts- und Arbeitsmarktbilanzen, die Höhe der Inflation, Anschläge von religiös Radikalen, die meistens irrwitzig sinnlosen und peinlichen Tweets amerikanischer Präsidenten, Massenpsychologie und -hysterie, und neuerdings sogar Pandemien, und dann noch durch Viren, für die es kein Heilmittel gibt – all das ist das Umfeld, von dem die Weltmärkte und Börsen jede Stunde beeinflusst und torpediert werden.

Und nun haben wir da ein zutiefst ausgehöhltes, von allen menschenfreundlichen Werten entfremdetes Finanzsystem und wir haben ein ganzes Leben drumherum; diese beiden Instanzen geben den Börsen der Welt ihre Existenzgrundlage. Jetzt mal ehrlich: Ist die Börse wirklich die Grundlage, Quelle und das einzig wahre Umfeld allen Geldes? Nein, die Börse mit ihren tausenden Firmentiteln und Milliarden aufgeblähter Wertpapiere ist ganz klein und hilflos, wenn ein grippeähnliches Virus daherkommt und in einen Ballon sticht, in dem ganz viel Luft und Psychologie drin ist und ganz wenig Substanz. Nur deshalb konnten innerhalb von Tagen sämtliche Kurse abstürzen in Deutschland, Amerika, Japan und am wenigsten noch China.

Amerika hat es ja besonders schlimm erwischt, und dazu hat es auch tapfer beigetragen, wenn es jetzt um Milliarden-Entwertungen großer Börsentitel geht. Dieses Land, das oft kaum mehr laufen kann vor Stolz und Patriotismus und Bessersein im ewigen knallharten Wettbewerb der Welt, dieses Land ist ja bei Fonds-Managern sehr beliebt mit den ETFs auf den Dow Jones, MSCI USA und S & P 500. Was der Kleinanleger nun nicht weiß, wenn er sein Geld in solche ETFs steckt: er investiert in durch und durch getürktes Wachstum, nennen wir es in Anlehnung an Donald Trumps Lieblingsvokabel „Fake Growth“. Warum das so ist, zeige ich manchmal im Finanzseminar anhand beeindruckender Charts.

Auf denen werden Firmen aufgelistet, die ganze Indices maßgeblich durch ihre schiere Kapitalkraft bewegen können. Apple zum Beispiel, das Unternehmern mit den schlauesten Schlawinern in der Führungseben. Apple ist Spitzenreiter im Aufkauf eigener Aktien, und das nicht einmal mit eigenem Geld, sondern mit geliehenem Geld, weil´s ja so billig ist. Ohne, dass auch nur ein Fingerbreit Wertschöpfung entsteht, wird der Kurs vom eigenen Unternehmen also nach oben manipuliert, denn in Amerika gilt nun mal „the winner takes it all“, man sieht sich gern an der Spitze der weltgrößten Unternehmen und durch eine höhere Börsenbewertung kommt man leichter an weiteres, noch billigeres Geld. Nun, seit Mitte Februar 2020 hat die Aktie ein Drittel ihres Wertes verloren, all die mit Luftgeld finanzierte Eitelkeit hat einen argen Dämpfer bekommen, das Jammern ist trotzdem groß.
Ist das der Marktplatz, an dem man sein Geld sicher aufgehoben weiß, wenn er nicht nur Spielball von Viren ist, von Zinsentscheidungen, von Trump-Irritationen, sondern zu schlimmer Letzt auch von der Eitelkeit einiger Unternehmensmanager? Da wird man auch ohne Virus von einer regelmäßigen Gesundschrumpfung ausgehen müssen, was den eigenen Vermögensaufbau das kostet, was am kostbarsten ist, weil man es unwiederbringlich verlieren kann.

Natürlich wird das Leben weitergehen und die Kurse werden auch wieder steigen, nur: Energie kann schlagartig entweichen, wird aber, wenn Materie Materie erschafft, nur langsam aufgebaut. Das haben sich natürlich die anders vorgestellt, die 15 Jahre in ihren börsennotierten Fonds eingezahlt haben und fünf Jahre in die verschiedensten ETFs, am besten noch allein von Computern gesteuert, um die Kosten niedrig zu halten. Ja, und irgendwann werden sie wieder da ankommen, wo sie mit ihren Vermögenswerten gestartet sind, vielleicht sogar inflationsbereinigt, was ja schon eine starke Leistung wäre. Sie haben dann nichts vermehrt, aber auch nichts verloren, oder? Doch: Sie haben einen der mächtigsten Renditefaktoren verloren, der – im Gegensatz zu finanziellen Verlusten – auch nicht mehr aufgeholt werden kann, nämlich: Zeit.

Was ich mit dem Ganzen sagen will und zu überdenken auffordere: Ohne Zweifel haben die Börsen ihre Berechtigung und spielen eine mächtige Rolle im Gefüge der Finanzwelt. Doch ich sehe in den letzten Jahrzehnten eine Tendenz, die mich stutzig macht, so stutzig wie der Umgang der Zentralbanken mit unserem Geld: Je mehr Sinn und Wert unseres Geldes ausgehöhlt wird, desto mehr muss davon produziert werden, damit Geld als Tauschmittel weiterhin funktioniert. Und je mehr Sinn und Wert der Börse als Handelsplattform für echte Werte ausgehöhlt wird, desto mehr ahnungslose Anleger werden ihr zugeführt, um das Spiel am Laufen zu halten. In wenigen Jahren ist deshalb das Geschäft mit ETFs von ein paar 100 Millionen auf ein paar 100 Milliarden $ angewachsen. Und wenn das Spiel weitergehen soll, müssen es bald Billionen sein.

Die ganz Großen der Finanzwelt spielen dieses Spiel seltsamerweise nicht mit, und wenn, dann mit weniger als einem Prozent ihres Kapitals. Das hat mir vor einigen Jahren zu denken gegeben. Wenn die Börse mit ihrem ewigen Wachstumspotential die einzige liquide und renditestarke Plattform unserer Welt ist, warum beteiligen sich die billionenschweren Anleger so gut wie nicht, um den Luftballon aufzublasen? Platz und Möglichkeit gäbe es genug, denn Amazon und Jeff Bezos verkraften auch einen Börsenwert von 2 oder 4 Billionen Dollar, und 4/5tel aller Unternehmen weltweit sind ja noch gar nicht an der Börse, was wäre da noch für ein Potenzial?

Und trotzdem: Welches Spiel spielen denn dann die ganz Großen in unserer Finanzwelt und in unserer Welt überhaupt? Wer sind die, denen auch in schwierigsten Zeiten der Ebbe die Badehose tadellos sitzt? Wer sind die, die den Unterschied zwischen Erreger und Milieu sehr gut kennen, ganz einfach, weil sie jeden Tag entscheiden, wie das Milieu aussieht? Und was ist nun meine Antwort auf die Frage, die mir per WhatsApp gestellt wurde, ich darf noch mal zitieren: „Andreas, die Märkte kotzen ab, haben wir plötzlich die große Depression? Wie geht es Dir im Moment mit den Sachen, die Du hast?“

Die Antwort auf diese Frage findet ihr im letzten Teil dieser Podcast-Reihe. Bis dahin!

Teil 5.0 zum Nachlesen

Der Wohlstandsbildner-Podcast mit Andreas Ogger und dem letzten Teil der Podcast-Serie, die von der Krisenzeit einer Pandemie geprägt war - einer Krisenzeit, die uns noch lange beschäftigen dürfte, nicht nur, aber ganz besonders finanziell. Damit der letzte Teil nicht zu lang ausfällt, teile ich ihn in zwei Hälften 5.0 und 5.1. Da wir uns gleich mit Spotlight Nr. 6 beschäftigen, nochmals zur Erinnerung die Nr. 5: „Ein lebendiges Portfolio ist ein sich irgendwann selbst erhaltendes und erweiterndes System.“  Wer danach strebt Spotlight Nr. 5 zu verwirklichen, kann der Zukunft zumindest in finanzieller Hinsicht entspannter entgegensehen, egal, wie stark sie steigen werden, die Steuern, Gebühren, Lebenshaltungskosten und die Schuldentilgung, für die ein jeder Bürger herangenommen werden dürfte.

Die drei wesentlichen Bausteine, mit denen sich so ein sich selbst erhaltendes Portfolio zusammensetzt, habe ich im letzten Podcast auch erwähnt: Sie setzen sich zusammen aus Infrastruktur, Entwicklungsimmobilien und Agrikultur, also aus den gesellschaftlich wichtigen Kernelementen und unverzichtbaren Wertschöpfungsketten, die bisher jeder Krise standgehalten haben, sogar schlimmen Kriegen; und sollte eine Krise so massiv sein, dass selbst diese Anlageklassen in große Not kommen, dann geht es sowieso ums pure Überleben und um unvorstellbare Zustände, die dem Abwurf einer Atombombe gleichkommen. Und dann sind Geldprobleme und deren Bewältigung gewiss nicht mehr unsere größte Herausforderung.
Neu übrigens ist an dem Drei-Säulen-Konzept wenig, im Gegenteil, es ist mehr als 500 Jahre alt, wahrscheinlich noch älter; aber ich habe es eben nur bis zum Portfolio der Dynastie Medici zurückverfolgt. Mir hat das gereicht um zu sehen, dass sich diese Zusammensetzung in wahrlich nicht nur einer Krise bewährt hat.

Heute soll es um einen viel erfreulicheren Zustand gehen; der war womöglich so gewohnt erfreulich, dass wir ihn in unserer Gesellschaft für zu selbstverständlich genommen haben und vielleicht deshalb gar nicht mehr wirklich genießen konnten; der Corona-Lockdown und der ganze damit einhergehende Verzicht waren so gesehen ein Segen, um uns in Erinnerung zu bringen, welch ein Genuss es ist, Wahlfreiheit im Leben zu haben. Es geht um die Freiheit aus einem Angebot an Möglichkeiten wählen zu können. Und jetzt spreche natürlich nicht über Parteiwahlen oder die Wahl einer Regierung, denn da stellt sich sowieso die Frage, wie frei wir überhaupt sind bei dem politischen Angebot, das uns zur Wahl unterbreitet wird. Aber ich will nicht jammern, im Vergleich zu anderen Gesellschaften dürfen wir schon ein wenig mehr das Gefühl haben, wählen zu können.

Nein, ich rede von der größten aller Wahlmöglichkeiten, vor die wir alle in jedem Moment, in jeder alltäglichen Minute unseres Daseins gestellt sind - nämlich immer aufs Neue zu entscheiden, wer und was ich sein, tun und haben will. Wir entscheiden schließlich in jedem Augenblick mehr oder weniger bewusst, wer ich im nächsten Augenblick sein werde. Wer sich an dieser Stelle gleich fragt, wo denn da die Wahlfreiheit ist, außer am Samstag Golfspielen zu gehen oder die Garage aufzuräumen, der mag daran ablesen, wie sehr ihm Routinen und Gewohnheiten die bewusste Wahlfreiheit abgenommen haben. Ist ja auch praktisch, vom ersten morgendlichen Gang ins Bad zur Zahnbürste, die wir immer mit der gleichen Hand halten, bis zum Anziehen des Schlafanzugs am Abend von Montag bis Freitag genau zu wissen und gar nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, was im Leben zu tun ist. Manche ziehen die Routine auch am Wochenende noch durch, das nennt sich dann Stadionbesuch, Party mit Freunden oder Kirchgang, denn all diese lieb gewordenen Gewohnheiten sparen Energie, nämlich die Energie sich entscheiden zu müssen.

Bemerkenswert ist, dass beim überwiegenden Teil der Fälle der Mangel an Geld dafür sorgt, wie sehr sich jemand sein Leben mit Routinen zuzementiert, aber genau deshalb gibt es ja auch diesen Wohlstandsbildner-Podcast. Und um es zu Ende zu denken: Eine 100-prozentige Wahlfreiheit zu definieren, wer wir sein wollen, haben wir sogar dann, wenn eine der Optionen der eigene Tod sein sollte: Das dokumentieren eindrucksvoll die Leben und Schriften von Victor Frankl, Mahatma Gandhi und anderen, wobei auch ein Blick in die Bibel Stoff dafür liefert, welch mächtige Selbstdemonstration der eigene Tod sein kann. Doch so tief will ich jetzt einmal nicht gehen und bleibe einstweilen bei der Wahlfreiheit in unserem alltäglichen Leben, wozu auch die Gestaltung, der Aufbau eines Anlagenportfolios zählen dürfte.

Wer dabei nun wie auf jeder anderen Ebene des Lebens auch die Möglichkeit hat, bewusst zwischen verschiedenen Optionen zu wählen, steht allerdings vor einer Aufgabe, die gar nicht wenige als echte Herausforderung empfinden: Er muss sich nämlich entscheiden. Eine Entscheidung zu treffen – also einem Weg gegenüber einem anderen den Vorzug zu geben und dann den auch wirklich gehen zu müssen und den anderen nicht, obwohl der doch auch so toll sein könnte –, das fühlt sich für manche nicht nur herausfordernd an, sondern stellt regelrecht ein Problem für sie dar. Ich kann das an ein paar Zeitgenossen in meinem direkten Umfeld geradezu exemplarisch studieren:

Das sind allesamt clevere Leute, können groß denken, haben das Herz auf dem rechten Fleck, genießen auch das Leben, zumindest so lange, wie ihnen das Leben keine größeren Entscheidungen auferlegt. Dann sind das Menschen, die oft ihr gesamtes Arbeitsleben in ein und derselben Firma verbringen, denn ein Arbeitgeberwechsel ist ja eine Entscheidung, und zwar eine große oder auf jeden Fall groß empfundene. Und ganz selten sind solche Menschen freiwillig Unternehmer, obwohl sie alle Fähigkeiten mitbringen würden, die ein Unternehmer braucht – außer eben diese eine Fähigkeit, die einen Selbständigen oder Unternehmer jeden Tag so prägt wie kaum etwas anderes, nämlich: Entscheidungen treffen zu können.

Mit dem Spotlight Nr. 6 will ich nun eine höchst effektive Entscheidungshilfe anbieten: den Entscheidungsschwachen hilft diese Entscheidungshilfe enorm, die Qual der Wahl abzubauen und schneller eine für sich anwendbare Lösung zu finden; und die Entscheidungsstarken profitieren von ihr, indem sie wie ein Leuchtturm die Richtung weist für die vielen kleinen und großen und schnellen Entscheidungen, die dann noch müheloser, intuitiver getroffen werden können mit der Gewissheit, dass die getroffene Wahl gut funktioniert – bis etwas Magisches passiert: Wer sich nämlich innerhalb dieses Lichtkegels befindet, den der Spotlight Nr. 6-Leuchtturm ständig aussendet, für den gibt es im eigentlichen Sinn irgendwann nichts mehr zu entscheiden, sondern höchstens zu wählen zwischen „gut“ und „auch gut“; das ist dann so, als wüsste das Leben selbst am besten, was als Nächstes kommen muss, welche Pflastersteine es uns legen muss für den Weg, der am besten ausdrückt und demonstriert, was in uns steckt, wer wir wirklich sind im umfassenden Sinn unseres Potenzials. So fühlt es sich an, wenn man Spotlight Nr. 6 verwirklicht hat.

Mich erinnert diese traumwandlerische Gewissheit und daher leichte Entscheidung darüber, was als Nächstes kommen muss, immer an Mozart. Von ihm ist bekannt, dass er nur nach dem sogenannten Il filo-Prinzip komponieren konnte, entlang einem unsichtbaren roten Faden: Wenn sich in ihm bei der Entwicklung eines musikalischen Motivs und eines Themas nicht völlig von selbst und geradezu zwingend die Fortsetzung ergeben hat, wenn überhaupt nur eine Entscheidung nötig war, was als Nächstes kommt, dann hat er die Komposition verworfen. Entweder es floss in einem Guss aus ihm heraus oder es war seiner nicht würdig. Deshalb gibt es in seinen Manuskripten auch kaum Korrekturen, denn nach dem Il-filo-Prinzip konnte er gar nicht falsch entscheiden. Ganz anders zum Beispiel bei Bruckner oder Beethoven, deren Manuskripte zum Teil wie Schlachtfelder aussehen als Ausdruck größten Zweifels, wie es innerhalb der unendlichen musikalischen Möglichkeiten weitergehen könnte. Faszinierende Sache das. Also kurz und zusammengefasst gesagt: Im Lichtkegel des Leuchtturms, der den direkten Weg zu unserem wahren Kern weist, dort ist die größte Freude, das größte Abenteuer, die größte Fülle, die es zu verwirklichen gilt.

Und, genug Spannung aufgebaut für diesen Leuchtturm, für dieses tiefgehendste und umfassendste aller Spotlights? Dann will ich es jetzt verraten und komme zurück zur eigentlichen Wohlstandsbildung und der Frage: Welche Entscheidungshilfe habe ich, wenn es darum geht, sich aus der großen Auswahl an Finanzprodukten ein Portfolio aufzubauen? Woher weiß ich, welche Geldanlage für mein Geld wirklich funktioniert?

Spotlight Nr. 6 gibt die Antwort:
„Ein lebendiges Portfolio ist nicht etwas, das Du hast. Es ist etwas, das Du bist.“
Da das keine Kleinigkeit ist, erlaube ich mir zu wiederholen:
„Ein lebendiges Portfolio ist nicht etwas, das Du hast. Es ist etwas, das Du bist.“

Klingt noch seltsam, was? Dabei findet sich hier die Begründung, warum sich viele so schwertun, strategisch, fröhlich und effektiv Vermögen aufzubauen. Schauen wir uns das genauer an:

Gesundheit, Sport, Partnerschaft, Beruf, Ernährung mit Fleischessen oder Vegetarismus, Hobbys, mit denen wir wirklich viel Zeit verbringen – das alles sind Elemente in unserem Leben, die uns ausmachen und mit denen wir definieren und jeden Tag demonstrieren, wer wir sein wollen, wie wir zu uns, zu unserem Körper, zum Leben als Ganzes stehen. Diese Dinge zeigen, wer wir sind und weniger, was wir haben oder tun. Wir identifizieren uns mit dem Sport, den wir lieben oder mit der Ernährung, die wir für die beste halten, wir identifizieren uns mit unserem Job oder mit einer frisch eingegangenen Beziehung; und diese Identifikation, diese Verbundenheit mit dem Thema oder dem Menschen drückt sich aus, indem die Aussagen darüber mit „Ich bin“ beginnen: Ich bin gesund. Ich bin Vegetarier. Ich bin Leichtathlet oder Ich bin Steuerberater. Ich bin verliebt.
Und sehr wahrscheinlich ist: Was immer nach einem „Ich bin“ in tiefster Überzeugung und Begeisterung gesagt wird – in dem fühle ich mich wohl, das macht mir Spaß, das mache ich gern; und deshalb bin ich auch darin erfolgreich.

Da gibt es nur eine Sache, ohne die zu leben in unserer Kultur unmöglich ist, die sogar einen überragenden Anteil hat an unserem Sein, an unserer Art zu leben und die deshalb wie kaum etwas Anderes aufdeckt, enthüllt, verrät, entlarvt oder auch nur unterstreicht, wer wir als Persönlichkeit und Charakter wirklich sind. Und trotzdem identifizieren wir uns nicht damit. Denn obwohl unverzichtbar, ist diese Sache für die meisten trotzdem eher so ein notwendiges Übel, was man halt so braucht; und wenn genug davon da ist, vergisst man es und kann sich dem wahren, echten, Leben zuwenden und den Dingen, mit denen man sich wirklich verbunden fühlt. Denn diese Sache ist etwas, das man im besten Fall nur hat, aber das man bitte unmöglich sein kann im Sinne eines „Ich bin“, und das ist: Geld. Und die Mittel, die einem mehr Geld verschaffen sollen, wie zum Beispiel Geldanlagen.

Geld ist etwas, nach dem wir alle streben, weil es mit Überleben und einem selbstbestimmten Leben zu tun hat, und deshalb versuchen wir Geld aufzubauen meistens mithilfe von Geldanlagen. Aber wie verbunden fühlen wir uns damit? Fast alle nehmen ihre Geldanlagen doch als etwas Getrenntes von sich selbst wahr, oder? Da bin ich und dort ist meine Geldanlage, aber beim besten Willen, eine überragende Verbundenheit verspüre ich da nicht. Und ich verstehe auch, warum das so ist, zumindest bei den Geldanlagen, die man von der Finanzindustrie so kennt: Wer bitteschön identifiziert sich mit seinem Bausparvertrag? Wer legt seine Riester-Rente auf den Tisch mit einem breit gestreuten ETF daneben und strahlt übers ganze Gesicht: „Schaut her, das macht mich aus!“ Wer fühlt das eigene Blut in Wallung bringen, wenn er an seinen Immobilienfonds denkt? Wer ist zutiefst berührt, wenn er mit jedem Monat Einzahlung in die Rentenkasse den Bescheid von der Rentenversicherung bekommt? …Sofern ihm nicht die Tränen kommen angesichts einer Rente, die ihm doch einmal ein würdevolles Leben ermöglichen soll?

Viele versuchen Geld aufzubauen, weil sie sich wünschen, diese Limitierung namens Geldmangel ein für alle Mal loszuwerden, doch sie scheitern oder es geht nicht recht voran, sie stochern, sollten sie sich überhaupt darum kümmern, schon bei der Auswahl von Geldanlagen ein Leben lang im Trüben herum und rennen bis zur Rente im Hamsterrad des Geldverdienen Müssens.

Und ich vermute stark: Vielleicht ist der Grund dafür, dass vor alledem kein „Ich bin“ steht. Wer hört denn jemanden schon von sich sagen – und zwar außerhalb von irgendwelchen Motivationsseminaren, also im wirklichen Leben als Ausdruck für etwas, das einen ohne ständige Motivation wirklich begeistert: Ich bin Vermögensaufbauer! Ich bin ein Geldmagnet! Ich bin Investor, und das nicht mal hauptberuflich, aber genauso erfolgreich! Oder wie ich es für mich in ein unverbrauchtes Wort gepackt habe: Ich bin Wohlstandsbildner!

Nur ein kleiner Teil von uns sieht Geld, Vermögen und Geldinstrumente als etwas, was auch die eigene Persönlichkeit ausmacht und worüber man so begeistert spricht wie über den letzten Urlaub im Gebirge. Die meisten behandeln Geldanlagen als etwas Verborgenes, als wäre es fast etwas Peinliches, Anrüchiges oder im besten Fall etwas Langweiliges, und oft werden Geldanlagen sogar komplett übersehen, wie ich es regelmäßig erlebe, wenn Leute in ihrem ungeordneten Karton voller Unterlagen bemerken, dass sie seit 23 Jahren in irgendetwas einzahlen und zudem noch irgendwo ein Postsparbuch herumgammelt mit 4800 € drauf. Vor alledem steht kein „Ich bin“, sondern höchstens ein „Ich habe“, und gar nicht selten auch ein „Ich habe vergessen“.
Fazit: Vermögensaufbau ist ein notwendiges Übel, vielleicht beschäftigt man sich sogar mal mit ihm, wenn die Börse ihre Hochs oder Tiefs hat oder irgendeine Wertstandsmitteilung ins Haus flattert. Aber darin einen Teil der eigenen Persönlichkeit sehen, einen Ausdruck, von Wer ich bin? Ganz großes Fragezeichen.

Dabei kann das ganz anders aussehen; dabei kann Vermögensaufbau ganz anders laufen, wenn dieses „Ein lebendiges Portfolio ist nicht etwas, das Du hast. Es ist etwas, das Du bist“
nicht nur gehört, nicht nur verstanden, sondern auch gelebt wird und die Chance bekommt, das Leben im umfassenden Sinn zu bereichern, nicht nur durch Geld. Dann verschwindet diese Trennung zwischen einem Geldanleger und seiner Geldanlage, und stattdessen entsteht eine echte Verbindung zwischen einem Investor und seinen Investitionen, die Ausdruck seiner Persönlichkeit sind. Dann kann die Antwort auf die im schwäbischen Dialekt oft gestellte Frage „Ha, und was mach´sch au du so?“ lauten: „Ich bin dies, ich bin das, und außerdem macht mir es total Spaß Investor zu sein.“
Wie viel Spaß das sein kann, was das bringt, wie sich das mit den drei Säulen eines lebendigen Portfolios verträgt, all das soll Teil 5.1 und der letzte Teil der Podcast Reihe „Wohlstandsbildung in Krisenzeiten einer Pandemie“ zeigen.

Und bis dahin: Probiert doch einmal aus, den Lichtkegel Eures eigenen Leuchtturms auszuwerfen und vor die großen und kleinen Entscheidungen Eures Alltags die Frage zu stellen: Bin ich das? Zeigt das, wer ich sein will? Nicht philosophisch gemeint, sondern ganz praktisch!

Wenn ihr dann auf die Antwort hört, die in Euch aufsteigt, könnte das nämlich ganz erheblich Einfluss nehmen auf das, was ihr als Nächstes tut: Vielleicht werdet ihr Euch dann mit jemand anderem treffen als mit dem, mit dem ihr Euch treffen wolltet. Oder etwas anderes essen als das, was ihr gewöhnt wart. Oder etwas anderes anhören als das, was sonst so im Autoradio kommt bzw. auf Netflix etwas anderes anschauen als das, was ihr noch vorgestern angeschaut hat. Oder ihr werdet anders reagieren auf den Anruf von jemandem, der euch was verkaufen will. Oder ihr werdet Euch noch mal überlegen, Euer Geld so anzulegen, wie es Fokus Money oder der Bankberater von neben an vorgeschlagen haben.

Einfach mal die bei vielen übliche Reihenfolge umdrehen und als erstes fragen: „Wer bin ich“ und nicht „Was will ich haben, was springt dabei für mich raus“, denn vielleicht folgt auf das Sein das Haben ganz von selbst. Die Antworten, die euch auf diese uralte Orakel-Frage „Wer bin ich“ durch den Tag führen, mögen nicht immer bequem sein. Sie machen aber immer glücklich.

Wir hören uns, bis bald!

Finanzseminar - Vom Geldanleger zum Investor
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