Wie Reichtum entsteht: Hohe Zinsen = gefährlich, hoher Ertrag = logisch!

Wie Reichtum entsteht: Hohe Zinsen = gefährlich, hoher Ertrag = logisch!

Die Wohlstandsbildner-Strategien haben zum Ziel überdurchschnittliche, meistens zweistellige Renditen zu erwirtschaften. Dazu höre ich immer wieder „zweistellig, träum weiter, das gibt‘s nirgends oder du spielst Roulette.“ Deshalb, endlich, höchste Zeit den Unterschied zwischen Zins und Ertrag zu klären, um zu verstehen, womit effektiver Vermögensaufbau gelingt.

Vermögen aufbauen: Hohe Zinsen vs. Hohe Rendite

Unterschied zwischen Rendite und Zinsen

Geldanlage Zinsen – ich investiere nicht selber

Schon früher als 2000 vor Christus wurden die ersten Zinsen versprochen, damals noch in Form von Naturalien. Der Zins war eine Entschädigung dafür, dass jemand für eine gewisse Zeit auf sein Geld verzichtet und es an einen anderen verleiht. Was der Anleger von heute meistens übersieht: Daran hat sich gar nichts geändert: Leihe ich einer Versicherung mein Geld, bekomme ich für eine Lebensversicherung Zinsen. Leihe ich es einer Bausparkasse, bekomme für den Bausparvertrag Zinsen. Und leihe ich es dem Staat, bekomme ich für Staatsanleihen Zinsen und überall bekomme ich, wenn ich Glück habe, nach einer vereinbarten Zeit mein Geld zurück.

Die meisten Anleger mit Zinsprodukten investieren ihr Geld überhaupt nicht, auch wenn sie es immer denken, nein, sie verleihen es an jemanden und DER investiert es. Und je wahrscheinlicher es ist, dass der Geldverleiher sein Geld wiedersieht, der Schuldner also eine hohe Bonität hat, desto weniger Zinsen gibt´s. Deshalb gilt nicht nur in Nullzinsjahren: Hohe Zinsen sind hochspekulativ! Würde ich zweistellige Zinsen auf legalem Weg haben wollen, müsste ich mein Geld in Staatsanleihen eines Landes legen, das Ramschstatus hat und kurz vor dem Staatsbankrott steht.

Geldanlage Rendite – Vermögensaufbau durch Gewinne und Erträge

Jetzt gibt es aber zum Beispiel amerikanische Universitäten, die Milliarden Dollar haben und auf höchst sichere, konservative Weise anlegen müssen, weil es sich etwa um Rücklagen für Rentenzahlungen handelt – und die erwarten trotzdem zweistellige – ja was jetzt – Zinsen? Natürlich nicht, denn damit funktioniert es nicht. Sie erwarten einen Gewinn bzw. Ertrag auf ihr Geld oder eben Rendite, was ja nur ein Überbegriff ist für jede Art von Ertrag auf ein Investment.

Spiegel online berichtete am 20.09.2017  über die Universität Harvard, die von 8,1 % Rendite in 2016 enttäuscht war. Liegt doch die Durchschnittsrendite bei amerikanischen Spitzenunis bei 13 %, und einige davon kommen auf knapp 15 %. Jetzt würde ich gerne die fleißig kommentierenden Finanzexperten, die so viel Zeit auf Facebook verbringen, wie sie jemandem sagen, der 37 Milliarden $ anlegt: „13 %, Blödsinn, gibt es nirgends.“ Natürlich gibt es das, aber nur für den, der sein Geld auch wirklich investiert, und zwar in Wertschöpfungsketten, wo das Geld etwas von Wert erschafft – und dafür bekommt der Investor einen Ertrag pro Quartal, pro Jahr oder auch erst am Ende, wenn ich zu einem späteren Zeitpunkt der Wertschöpfungskette wieder aussteige, was man dann passenderweise Exit nennt.

Es gibt einzelne Konzerne, deren Wertschöpfungskette innerhalb eines Jahres über 50 % Gewinn auswirft, Apple zum Beispiel, und das ist ein Zeichen von wirtschaftlicher Gesundheit und machen ein Investment – zum Beispiel in so eine Firma – plausibel und nicht riskant.

Zins oder Ertrag: Wie schaut es mit dem Risiko aus?

Hoher Zins = hoch spekulativ und gefährlich. Hoher Ertrag aus einer gesunden, profitablen und wichtigen Wertschöpfungskette ist nur logisch und höchst wahrscheinlich, auch wenn ich nie genau sagen kann, ob ich nun genau bei acht, 11,14 oder 24 % Rendite lande…

Wer nicht gut prüft, kann natürlich auch in einer Wertschöpfungskette landen, die keinen Wert schafft bis hin zum Totalverlust, wenn die Wertschöpfungskette kaputt geht. Deshalb verlangt auch der Gesetzgeber vom Anleger, der Beteiligungen jeder Art eingehen will, dass er sich der Möglichkeit eines Totalverlustes bewusst ist.

Dieses Risiko kann auch ein Wohlstandsbildner nie völlig ausschließen, aber minimieren kann er es auf schlaue und eben plausible Weise. Plausibel ist ja nur ein Fremdwort für Gesunder Menschenverstand…
Die FAZ schreibt bei dem oben erwähnten Jahresergebnis der Uni Harvard:
„Die Universität Harvard hat mit ihrem Vermögen im vergangenen Jahr 8 % Rendite gemacht. Davon träumen viele Privatanleger – doch den Profis ist das zu wenig.“

Wie Profis denken und investieren, beschreibe und zeige ich ausführlich in meinem Finanzseminar oder, wenn ich gerade keines anbiete, in Grundlagen hier auf der Website der Wohlstandsbildner. Hier finden sich eine Menge wertvolle Informationen für alle, die nicht mehr Geldverleiher sein wollen für mickrige Zinsen, sondern Investor in Wertschöpfungsketten, ohne die es unsere Gesellschaft nicht geben würde. Aufwändiger ist das nicht, es ist nur der Sprung raus aus dem Zinssystem in die Welt echter, gut geprüfter Werte. Viel Erfolg dabei.