#139 Finanzielle Hürden zum Erfolg

Dauer: 26:55

Welche Nachteile Teil des Konzepts sind und welche Vorteile sich daraus ergeben

Der Wohlstandsbildner-Podcast, in dem wir heute über die Nachteile der Wohlstandsbildner-Strategie sprechen. Ja, richtig gehört, wir schauen uns an, was die Strategie nicht leisten kann oder will, wo sie ihre Haken, wo sie ihre Schwächen hat. Und ab Mai habe ich vielleicht ein hochrentables Investment im Angebot, allerdings gibt es die Rendite nicht in Geld-, sondern in sehr gesunder Rohstoffform.

Vielleicht aber bewegen euch, liebe Podcast-Hörer, ganz andere Sachen im Moment: etwa die imperialistischen Gelüste von Trump nach der Venezuela-Übernahme, die Anklage von Zentralbankchef Jerome Powell, im Iran wüten Unruhen, unter Schmerzen hat die EU das Mercosur-Abkommen abgeschlossen, vielleicht folgt noch eines mit Indien, wir haben eine hohe Kerninflation in Deutschland – alles Themen, die den Jahresbeginn kräftig durchschütteln. Die Geschichte Trump gegen die Federal Reserve übrigens sehe ich für uns als Investoren als die bedenklichste von allen. Warten wir aber ab, wie sich das entwickelt.

Ich will, so reizvoll es wäre, nicht auf diese Themen eingehen, sonst wird das hier ein Politik-Podcast, und da gibt es genug sehr gute. Wenn natürlich Dinge eintreten, die Geldthemen in unserem Sinn nachhaltig beeinflussen, dann reden wir darüber.

Jetzt zur Frage, die immer relevant ist: Wo hat die Wohlstandsbildner-Strategie ihre Grenzen? Denn nichts in grenzenlos. Wo liegen die Risiken? Denn nichts ist komplett risikofrei. Wo liegen die Nachteile? Denn alles, was Vorteile hat, muss auch Nachteile haben.

Das will ich jetzt mal genauer darstellen.

Warum die Wohlstandsbildner-Strategie nicht für jeden taugt

Es ist doch so: Viele machen Podcasts, um letztlich etwas zu verkaufen. Sie werfen ein engmaschiges Netz aus, in dem sich möglichst viele verheddern sollen, um klickende Kunden zu werden. Für dieses Ziel wird ja so viel versprochen: Da wird ein tolles, finanziell freies Spaßleben beworben, das Blau des Himmels in allen Schattierungen zum Sehnsuchtsort gemacht, die grüne Wiese, die DU noch nicht betreten hast, so saftig gezeichnet, dass du an kaum was anderes denken sollst.

Ich als Podcaster im Nebenberuf verfolge oft, und ganz speziell heute, eine gegenteilige Strategie: Mein Instrument ist nicht ein Netz mit möglichst engen Maschen für viele, sondern ein Sieb, in dem große Löcher dafür sorgen, dass die meisten hindurchfallen. Ich bin eher der, der mit nur wenigen Weizenkörnern zufrieden ist und lieber ganz viel Spreu auf dem Boden liegen lässt.

Meine Werbung, meine Art die Investorenausbildung und die Wohlstandsbildner-Strategie schmackhaft zu machen, soll Aufklärung sein! Im dem Wort steckt schon die Klärung oder Klarheit drin – dass es also nicht darum geht, etwas blau, grün und traumhaft schön darzustellen, sondern transparent, offen und umfassend.

Schaffen wir also mal Klarheit rund um die Strategie mit geradezu Anti-Werbung-Wirkung, und dafür bietet es sich an, einmal darzustellen, welche Nachteile die Wohlstandsbildner-Strategie hat, wo ihre Haken für Verletzungsgefahr sorgen könnten, warum sie nicht für viele geeignet ist, sondern nur für die Richtigen.

Dieser Podcast hat also nichts von einem Wellnesstag, der dir zusäuselt: Komm herein, es ist so warm und kuschlig bei uns, hier kannst du von deinen Geldsorgen entspannen, loslassen, dich rundum wohlfühlen und tust dabei noch was für deine finanzielle Gesundheit. Mein Programm heißt heute Eistonne mit dem bekannten Triathlon-Motto: If you are tough enough, be there.

Gehen wir also die Nachteile durch, mit denen auch wir Wohlstandsbildner nach institutionellem Vorbild klarkommen müssen, Punkt für Punkt, gerade in der jetzigen Zeit. Einige Nachteile sind offensichtlich, aber immer gut, um mal wieder bewusst gemacht zu werden, andere sind schon subtiler, und in wieder anderen Nachteilen liegt je nach Perspektive sogar ein Vorteil. Legen wir los mit den Nachteilen in acht Überschriften:

1.      Gewinne sind wahrscheinlich, nur der Zeitpunkt ist unklar

Wer im Muster einer Lebensversicherung denkt – Einzahlung heute, garantierte Auszahlung zum Stichtag X –, der wird mit unserer Strategie gewiss nicht glücklich. Am ehesten gibt es noch einen Stichtag bei der Agrikultur, wenn die Pflanzen gesund sind und man davon ausgehen kann, dass sie erntereife Früchte zu einer bestimmten Jahreszeit hervorbringen.

Oder bei Entwicklungsimmobilien, wo schon Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung fließen und die auch planbar an Investoren ausgekehrt werden können, weil das Marktumfeld es gerade zulässt.

Das ist ja, wie öfter erwähnt, gerade nicht der Fall; da heißt es: Kapuze auf, Atem an- und Füße stillhalten, Liquidität bewahren, Verbindlichkeiten abbauen, wenn Trump gerade alle wirtschaftlichen Normen der letzten 150 Jahre über den Haufen wirft. Das Wichtigste ist der Schutz des Geldes, wenn die Federal Reserve, die NATO, Freihandelsabkommen und ganze Regierungen unter Beschuss stehen. Liquidität ist Trumpf in Zeiten von Trump. 

Die grobe Leitlinie für Gewinne aller Art in den Säulen der Strategie bleibt: Wir erwarten, dass was kommt. Wir können grob umschreiben, in welchem Jahr Gewinne kommen könnten, wenn alles wie geplant klappt. In dieser Welt ist aber gerade wenig planbar, weil vieles nicht klappt, wie gedacht, oder anderweitig unvorhersehbare Dinge reingrätschen.

Man stelle sich nur vor, die Federal Reserve verliert wirklich ihre finanzpolitische Unabhängigkeit. Das käme einem Crash der weltweiten Märkte gleich.

Oder China beginnt, aus all dem Reden um Taiwan ein für alle Mal Fakten zu schaffen in seinem Sinne, und die Welt würde schlagartig einen seiner größten Chip-Produzenten verlieren.

Wenn so etwas dazwischenkäme, dann müssten sich alle neu aufstellen. Und sowas braucht Zeit, und Zeit kostet Geld, und dieses Geld sollte jederzeit verfügbar sein und nicht ausgeschüttet werden.

2.      Manchmal heißt es „Mitgehangen, mitgefangen“

Ein wesentlicher Nachteil ist die mangelnde Verfügbarkeit in Teilen des investierten Kapitals. Zwar bietet die Säule 1 eine verführerische Flexibilität, aber jeder kompetente Investor weiß auch hier, dass das Momentum und der Gewinngewinneffekt sofort stirbt, wenn man Kapital vorzeitig abzieht. Wir reden über Rendite-Horizonte und Vermögensaufbau, nicht über Parkplätze für Geld.

Wohlstandsbildner leisten Aufbauarbeit – ob wir nun besondere Immobilien oder einen Baum aufbauen. Einen Setzling kaufen, aber nach drei Jahren ans Geld rankommen wollen, indem man ein noch dürres, jugendliches Bäumchen abholzt, das funktioniert nicht.

Sicher, man könnte das Bäumchen verkaufen an jemand, der vielleicht sogar bereit ist, für die Einsparung von drei Jahren Wachstumszeit etwas mehr zu bezahlen als nur den Anschaffungspreis. Solche Leute gibt es, die diese Chance nützen, um Zeit zu überspringen – mich zum Beispiel.

Aber das nennt sich Zweitmarkt, und ein Zweitmarkt ist mal per se illliquide, denn es muss sich zum richtigen Zeitpunkt der Richtige finden mit der Bereitschaft, den gewünschten Preis zu bezahlen für ein paar jugendliche Bäumchen.

Daher sage ich immer: Geld, das wirklich Geld aufbauen soll, muss mittel- und langfristig verzichtbar sein und darf aus dem Sichtfeld der täglichen Guckerei verschwinden. Ein Investor wird Teil einer Wertschöpfungskette, aus der man nicht eben ein Kettenglied rausschneiden kann. Nicht immer, aber manchmal ist mangelnde Verfügbarkeit der Preis für hohe Renditen.

Ein Vorteil ist dieser Nachteil natürlich für alle, die leicht verführbar und wenig diszipliniert sind. Wenn die wissen, sie kommen ans Geld ran, findet sich immer ein Notfall oder eine andere jetzt ganz wichtige Ausgabe, die auf keinen Fall warten darf. Solche Leute werden nie vermögend. Für die ist es ein Segen, dass sie für eine gewisse Zeit nicht ans Geld rankommen.

3.      Das Risiko menschlichen Versagens

Überall in den Produktivketten eines Wohlstandsbildners arbeiten Menschen: in der Verwaltung, im Management, vor Ort in den Projekten. Das ist ein Risiko!

Zu einer Maschine mit ihren Algorithmen haben deshalb viele mehr Vertrauen, denn sie tut, wofür sie programmiert wurde. Wenn dir ihr Programm zusagt, bist du dort besser aufgehoben als bei uns Menschen. Denn wir machen mitunter Zoom-Sitzungen, gehen zusammen auf Inspektionsreisen, wir machen Abrechnungen, tauschen uns aus, und du bekommst von Menschen vielleicht E-Mails, in denen ein versprochener Anhang fehlt oder ein Tag nicht zum Datum passt. Es lauert immer die Gefahr, dass Fehler passieren.

Aber es gibt auch die andere Seite – und das kann der Vorteil im Nachteil sein:
Es sind Menschen, die mit jahrzehntelanger Erfahrung den Unterschied machen, wenn sich das Marktumfeld schneller dreht, als es Algorithmen je erfassen könnten. Menschen sind es auch, die die Kontakte zu anderen Menschen haben, um an extrem lukrative Ideen ranzukommen. Diese Ideen stehen nicht im Internet, können von keiner KI erfasst oder erfunden werden.

Und diese Menschen mit solchen Ideen und die Menschen in ihrem Umfeld gehören heute zu den reichsten der Welt. Wenn diese Ideen dann öffentlich werden, kann sich die Masse der Menschen nur noch auf die Brotkrümel dieser Ideen stürzen. Das nennt sich Börse.

4.      Wissen hat seinen Preis

Hinter dieser einfach klingenden Überschrift steckt ein großes Siebloch mit großer Fallhöhe.

Das Problem mit dieser Wohlstandsbildner-Strategie ist nämlich – und das ist ein ganz bewusst menschengemachtes Problem, weil ich es in die Welt gesetzt habe:
Man kann hier nicht einfach ‚mitspielen‘. Diese Strategie ist kein Anfütterer oder Goodie, wie die Goodies auf einer Verkaufsmesse, wo du die Strategie als kostenloses Supermessegoodie von langbeinigen Messegirlies in deine Tüte gesteckt bekommst, und dann wirst du reich.

Das große Siebloch heißt: Eintrittsgebühr. Und neben dieser Gebühr musst du auch noch Zeit, Energie und vielleicht sogar Übernachtungskosten auf dich nehmen. Und wenn du das tust, hältst du noch gar nichts in der Hand, außer?

Wissen. Kompetenz. Du wirst nach der Teilnahme einer 3-stufigen Investorenausbildung mehr wissen, als zuvor. Das kann ich garantieren. Du nimmst eine ganz andere, für die meisten komplett neue Perspektive ein, wie Vermögensaufbau funktionieren kann. Es ist, als würde dir ein neues Paar Augen eingepflanzt, mit dem du auf die Finanzwelt schaust, mit all ihren Bescheuerlichkeiten, aber auch mit all ihren Perlen.

Doch dieses Paar Augen für den neuen, scharfen Blick kosten Geld. Die gibt es nicht umsonst. Und nirgends, egal, welche Suchmaschine oder KI du recherchieren lässt, gibt es das Paar Augen  gebraucht auf Amazon oder kostenfrei auf YouTube. Es kostet, was es kostet, ohne Abkürzung oder Rabatt.

Na ja, das stimmt nicht ganz: Familienmitglieder und Lebenspartner bekommen einen Rabatt von 50 % auf diese Eintrittsgebühr, also für das Paar Augen, wenn sie denn mitgucken wollen, was institutionelle Investoren so anders machen mit Geld, als die Masse der Anleger. Aber das gilt eben nur für Familienmitglieder. Wenn du allein oder als Erster in deinem Umfeld unterwegs bist, musst du die Eintrittsgebühr entrichten. Ich finde, sie ist nicht unverschämt hoch, aber sie ist hoch genug, dass eine Menge Leute sagen:

„Pf, der mit seiner Ausbildung. Soll mir doch einfach sagen, wie ich investieren soll, anstatt so ein Heckmeck zu veranstalten. Das ist mir zu aufwendig und zu teuer.“

Wobei eine der berechtigten Fragen doch wäre: zu teuer im Vergleich zu was?

Es gibt Wochenend-Börsenseminare für 3000 Euro inklusive eines Haufen Videos, die das Wochenende erklärbar machen. Danach heißt es lange, lange lernen und üben, vielleicht mit Paper-Trading per Demodepot. Und dann ab ins Haifischbecken mit echtem Geld und jede Woche dranbleiben.

Es gibt Mentorenprogramme für 6000 Euro; man wird ein paar Monate begleitet, während man ein paar ETFs installiert, die Millionen andere auch haben. Der Rest ist Wellness für die Seele.

Und es gibt Diamond-Classes für 20.000 Euro: Da hat man das exklusive Vergnügen, eine Zeit lang einem prominenten Seminarleiter nah sein zu dürfen, mit Wochenend-Special Classes auf Mallorca und 10 anderen Auserlesenen.

Im Vergleich dazu – so viel Eigenwerbung innerhalb der Nachteile erlaube ich mir jetzt doch – kostet meine Eintrittsgebühr wenig und bringt viel – und das bei lebenslanger, kostenfreier Begleitung, so lange unsere Investitionen dauern. Die vielen kleinen Details kommen da auch noch dazu, besondere Plattformen für Überweisungen, rote Linien und Leitlinien, um Fehler zu vermeiden, Direktiven, die in 8 Wörtern ausdrücken, was zählt – das alles ist wertvoll, deshalb kostet es Geld, weil es viel bringt. 

5.      Mindestsummen, die einen oft zwingen, geduldig zu sein

Wer die Wohlstandsbildner-Strategie vollumfänglich nutzen und in allen drei Säulen breit aufgestellt sein will, hat den großen Nachteil, dass es bei einigen hochwertigen Investments auch hochwertige Mindesteinstiegssummen gibt, mal 10.000 Euro, mal 25.000 Dollar, und nach oben keine Grenze. Das ist für manche am Anfang frustrierend, wenn sie so viel Geld noch nicht haben, und daher ein Nachteil.

Doch vielleicht kann es auch ein Ansporn sein, erst einmal die Instrumente zu nutzen mit kleinem Einstieg , um Vermögen aufzubauen, und nach und nach die Säulen zu verbreitern, bis auch 50.000 Euro für eine einzige Investition kein Klumpenrisiko mehr sind.

Ja, das braucht Geduld, die lernt man dabei. Und man lernt noch so vieles mehr in dieser Zeit, nämlich in immer höhere Summen hineinzuwachsen, die man am Anfang sicher nicht durch Zufall nicht hat, die man sich später aber verdient durch die richtige Strategie, durch Kompetenz und persönliches Wachstum.

6.      Das notwendige Übel in Deutschland, das auch Sicherheit gibt

Ein fieser Nachteil bei uns ist, dass es ein gutes Stück mehr Bürokratie gibt als beim banalen ETF, wo einem die Depotbank nach drei Klicks alles abwickelt. Unsere aufgeklärten Investoren, wenn sie sich mit unserer Hilfe durch den Wust von Zeichnungsunterlagen durchgekämpft haben, ja, die bekommen Post, Geschäftsberichte, Mitspracherechte, Gesellschafterversammlungen und müssen in wenigen Fällen auch Gewinne eigens versteuern.

Ja, das sind ein paar Stunden extra im Jahr. Die müssen nicht sein, man kommt auch ohne durch; aber wer wissen will, was läuft, wird ein paar Stunden – wie erwähnt pro Jahr, nicht pro Monat oder Woche – investieren müssen.

Und nicht wenige, vor allem Planer, Controler – Leute, die den vollen Durchblick verlangen – sehen in der Bürokratie eher Vorteile. Denn sie stellt sicher, dass es Ansprechpartner gibt, dass Instanzen dafür sorgen, dass Geld an der richtigen Stelle investiert wird und nicht in irgendwelche Porsches landen, dass sich Emittenten um Transparenz bemühen müssen.

Beim ETF weißt du nur, dass dein Geld vom Markt geschluckt wurde. Was dann wirklich passiert, weißt du nicht. Bürokratie ist also manchmal auch ein Stück Selbstermächtigung.

7.      Du weißt nicht, was hinter dem Horizont liegt

Und noch eine Zumutung, um mitmachen zu können wie bei Institutionellen: das ist in nicht allen, aber eingen wenigen Fällen das sog. Blindpool-Risiko, das auch der Gesetzgeber ganz groß in den aufklärenden Papieren den Emittenten darzustellen zwingt. Das heißt, in einigen Anlageklassen investierst du in etwas, von dem du am Anfang nicht weißt, was am Ende alles drin sein wird. 

Beispiel Club Deal in England: Dort waren am Anfang sieben Logistikzentren ausgewiesen; jetzt sind es 11. Wie viel und welche noch reinkommen, hat am Anfang niemand gewusst. Oder eine Infrastruktur-Beteiligung: Da ist noch weniger absehbar, welche Projekte in 4 bis 6 Jahren dazukommen werden. Das hat Anteile einer Wolke, in die man reinfliegt und lange nicht sieht, wo man sich befindet. Es gibt nur das Navi anhand der Investitionsleitlinien, die den Rahmen abstecken, wie weit man in der Wolke nach links oder rechts fliegen darf. Aber wo man dann genau landet, weiß am Anfang niemand.

8.      Der mitunter hohe Preis des Anti-Mainstream

Das Wissen und die Kompetenz, von der ich weiter oben gesprochen habe, können auch einsam machen. Das ist ein oft unterschätzter Punkt der Wohlstandsbildner-Strategie; einige finden das spannend und reizvoll, aber für andere ist diese gewisse Isolation ein Nachteil. Warum?

Wer einmal verstanden hat, wie die Welt der institutionellen Wertschöpfung funktioniert, der kann sich mit dem Großteil herkömmlicher Anleger nicht mehr so einfach oder sinnvoll unterhalten. Wohlstandsbildner fangen oft das Stottern an, wenn sie das erste Mal gefragt werden – und natürlich werden sie irgendwann das erste Mal gefragt, etwa von einem Schwaben:

„Und, was mach’sch denn du mit deinem Geld in diesen verrückten Zeiten?“

Was soll man denn da sagen? Zum Beispiel so antworten, auch in der schwäbischen Variante:

„Ja weisch, i mach des jetzt wie die Großen, die, die mit Milliarden unterwegs sind. Da gibt’s so drei Säulen, die die meischten ned aufm Schirm haben. Des probier‘ i jetzt halt amal aus.“

So eine Erklärung führt höchstens dazu, dass das unwissende Umfeld zwar interessiert dreinschaut, aber nicht versteht, warum man es denn so anders macht, als alle anderen. Man verlässt das Kollektiv der Wohnimmobilien-Verschuldeten, der Bitcoiner, der betrieblichen Altervorsorgler, der Edelmetall-Sparer.

Was für milliardenschwere Instis Tagesgeschäft ist, ist für den heutigen Kleinanleger etwas Besonderes, Seltenes oder sogar Unwirkliches. Und für viele ist das, was nicht der allseits bekannten Norm entspricht, keine Verheißung, sondern eine Bedrohung.

. . .

So viel zu den acht zentralen Nachteilen, wenn man sich auf die Wohlstandsbildner-Strategie einlässt. Ich persönlich, nachdem ich schon viele Jahre mit ihr verheiratet bin, finde ja, diese Nachteile sind kein Preis, den man zu bezahlen hat. Ich finde, sie sind ein Geschenk, das es in dieser Form noch nie gegeben hat.

Genusselement: Olivenöl als Hobby-Investition mit hochprozentigen Renditen

Olivenöl – die allermeisten wissen den gesundheitlichen Wert und den Gescmack eines guten Olivenöls zu schätzen. Was allerdings für Verdruss sorgt, ist die Preisentwicklung dieses Grundnahrungsmittels – zumindest für alle, die sich nicht vorstellen können, billiges Sonnenblumen- oder am Ende sogar Rapsöl über den Salat zu gießen.

Ein Liter Spitzen-Olivenöl hat 2015 um die 20 Euro gekostet, 2020 30 Euro und heute liegen wir bei mehr als 30 Euro. Da mein Olivenölverbrauch hoch ist, hat diese Entwicklung meine selektive Wahrnehmung angestachelt. Wo ist hier die Gelegenheit, war meine Frage? Die Antwort lautete: Werde Besitzer von Olivenbäumen und beauftrage Leute, die Oliven dieser Bäume zu ernten. Wenn es sein muss, helfe ich selbst bei der Ernte mit als Aktivurlaub in schöner Umgebung gewissermaßen. Agrikultur für den reinen Eigenverbrauch also, die Rendite ist nicht Geld, sondern Olivenöl.

Diese Bäume habe ich im Süden Europas gefunden, teils über 350 Jahre alt, und ein passionierter deutscher Rentner bewirtschaftet sie zusammen mit seiner Familie. Also habe ich im August letzten Jahres mal 2 Bäume versuchsweise gekauft, einen auf den Namen meiner Tochter, einen für einen Frischling in meine erweiterten Familie.

Ende 2025 hab ich aus der November-Ernte gleich die ersten kleinen Mengen an Olivenöl bekommen. Der Geschmack hat mich zuerst erschrocken, denn das Öl war leuchtend grün, richtig scharf und kratzig-bitter in der Kehle. Da war ich erstmal misstrauisch, bis erste Recherchen im Internet gezeigt haben, dass das ein Qualitätsmerkmal sein könnte für reines, naturbelassenes Olivenöl aus kalter, schonender Pressung.

Na ja, ich wollte es aber genau wissen, was ich da zu mir nehme, und schickte nach Weihnachten 250 ml des Öls zur Lebensmittelanalyse. Das Ergebnis hat mich geplättet: Keinerlei Giftstoffe, dafür einen Polyphenol-Gehalt, der ein mächtiger Gesundheitsbooster sein kann, von 512 mg pro kg Öl. Als gesund gilt ein Öl ab 250 mg Gesamt-Polyphenolgehalt. Daher kommt auch die Schärfe, die übrigens in Verbindung mit Reis, Pasta oder Salat wunderbar eingebettet und balanciert wirkt. Es ist also ein übergesundes, giftfreies, hervorragend schmeckendes Öl.

Und nun entpuppen sich meine paar Bäume vielleicht noch als Investment: Denn der Preis, den ich für die Bäume für eine lebenslange Bewirtschaftung bezahlt habe, würde sich bei einem angenommenen Literpreis von 30 Euro für derart hochwertiges Öl nach rund 5 Jahren amortisieren. Und dann läge die Rendite in Rohstoffform bei über 20 % pro Jahr.

Das ist sehr ordentlich. Ich sehe die Rendite zwar nicht, aber sie entlastet meinen Geldbeutel um viele 100 Euro im Jahr, indem ich kein Olivenöl kaufen muss und die Garantie der allerbesten Qualität habe. Es ist wie ein lebenslanges Olivenöl-Abonnement, das man ein Mal bezahlt und fertig.

Ich werde mir jetzt ein paar Bäume nachkaufen, denn ihr Preis ist im Vergleich zum Nutzen sehr überschaubar. Denn so eine Kostbarkeit ist auch immer ein gutes Geschenk.

Es wären auch genug Bäume für 80 bis 100 weitere Wohlstandsbildner übrig. Doch bevor ich dieses Rohstoff-Hobby-Investment empfehle, mache ich im Mai diesen Jahres erst eine Inspektionsreise, um Bäume, Familie und die Gegend persönlich kennenzulernen. Nach diesem Kulinarik-Urlaub gibt es dann eine interne E-Mail oder einen Podcast für investierte Wohlstandsbildner, denn öffentlich kann ich das sprichwörtlich exklusive Angebot nicht machen – es gibt nämlich nur 450 Bäume.

Tschüss, ade und auf Wiederhören. Es grüßt euch ganz herzlich

Euer Andreas, der Wohlstandsbildner

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