Wohlstandsbildner Podcast
Dauer: 24:14
Der Wohlstandsbildner-Podcast – heute mit einem Thema, das in der öffentlichen Diskussion oft oberflächlich oder gar nicht behandelt wird: Künstliche Intelligenz. Aber Achtung: Damit meine ich jetzt nicht Modelle, Chatbots und die möglichen Anwendungen, sondern das, was darunter liegt. Ich meine die Infrastruktur hinter der Infrastruktur. Sich die anzuschauen, beantwortet auch die Frage, wer in Wirklichkeit und garantiert an der ganzen KI-Entwicklung verdient.
Heute, am 21. Februar, bin ich zusammen mit Patrick in Hamburg, um hier das erste Präsenzseminar 2026 auszurichten. Und ich freu mich aus mehreren Gründen drauf, ich nenne einmal fünf davon:
Und klar verrate ich ihnen diese so einfache wie naheliegende Konstruktion; erst dachte ich, das machen wir nur unter 4 bzw. 6 Augen. Jetzt denke ich aber – warum nicht für alle? Ich denke, es ist auch für die interessant, die keine GmbH als vermögensverwaltende Kapitalgesellschaft haben.
Einzige Bedingung ist, und darum werde ich heute bitten, dass alle Teilnehmer ihr Ehrenwort geben, die Dinge nicht im Internet herumzuerzählen. Die schönsten, weil wirksamsten Rezepte sind doch die, die von Mund zu Mund, von Ohr zu Ohr, von Generation zu Generation weitergegeben werden und nicht per Lautsprecher durch die unsozialen Medien geistern, und dabei mit jeder Menge Schmutz und Ballast beworfen werden von Leuten, die meinen, ihre völlige Unkenntnis über Themen und Menschen mit negativen Kommentaren überspielen zu müssen.
Richtig gute Sachen sollen ihren Preis haben, und wenn es nur der Preis der Verschwiegenheit ist.
Künstliche Intelligenz – DAS Thema unserer Zeit – lebt nicht in der Cloud, sie schwebt nicht im Nichts. KI ist genau betrachtet laut, heiß, stromhungrig – und extrem kapitalintensiv. Und genau hier beginnt es für uns Wohlstandsbildner interessant zu werden.
Wenn wir uns die heutigen Dimensionen anschauen, dann reden wir über Investitionen, die in der Menschheitsgeschichte des Geldes ihresgleichen suchen: größer als der Eisenbahnbau im Amerika des 19. Jahrhunderts. Teurer als das Apollo-Programm. Gigantischer als die Elektrifizierung ganzer Kontinente. Aufwendiger als der Bau des Panamakanals. Komplexer als die Entschlüsselung des menschlichen Genoms.
Die vier großen Tech-Konzerne – Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta – planen allein in diesem Jahr 2026 Investitionen von bis zu 670 Milliarden US-Dollar in KI-nahe Infrastruktur. Das entspricht über zwei Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der USA oder 100 % der Wirtschaftsleistung Argentiniens.
Eine Frage stellen sich dabei nur wenige: Wer bekommt eigentlich das viele Geld? Wer profitiert von diesem KI-Rennen – oder soll man besser sagen: von dieser KI-Hetzjagd? Wer nur auf die bekannten Namen schaut – also auf die, die riesig Werbung für ihre Software, Apps oder KI-Modelle machen –, der sieht nur die Oberfläche. Der institutionelle Blick geht tiefer, denn der schaut auf das Fundament von dem Ganzen, auf den, der KI erst zum Laufen bringt. Und hier meine ich nicht Nvidia, ASML oder Zeiss; das sind nur die großen bekannten Werkzeugmacher. Wir schauen uns mal die an, die die Werkzeuge so zusammenbauen, dass man sie überhaupt benutzen kann:
Beginnen wir bei den Rechenzentren. Ein modernes KI-Rechenzentrum ist kein Serverraum mehr, sondern eher ein hochindustrieller Kraftwerkskomplex. Tausende Hochleistungsprozessoren arbeiten parallel und ziehen dabei gewaltige Mengen Strom und erzeugen enorme Hitze. Ohne eine stabile Energieversorgung und ausgeklügelte Kühlsysteme ginge da schon nach wenigen Minuten gar nichts mehr, es würde alles schmelzen und verbrennen.
Genau an dieser Stelle kommen Unternehmen ins Spiel, die Stromverteilung, Hochspannungsmanagement und vor allem industrielle Kühlung liefern! Um einmal einige Namen zu nennen, die die meisten noch nie gehört haben dürften – Eaton mit seinen Energieverteilern, Vertiv mit Flüssig- und Präzisionskühlung oder Delta Electronics mit integrierter Stromversorgung direkt im Server-Rack.
Ein Server-Rack hat übrigens nichts mit meiner rechten Hand Patrick Rack zu tun, sondern ist der physische Ort, der aussieht wie ein riesiges Regal, wo die digitale Welt gewissermaßen wohnt, bestehend aus einem Metallgehäuse, jeder Menge Kabel, Festplatten und Kühlungsaggregaten.
Das bedeutet: Die Hälfte eines jeden investierten Dollars in KI-Chips geht in Strom, Kühlung, Verteilung, Absicherung. Die Physik der Erde lässt sich leider in keine Cloud hochladen und auslagern. Deshalb kommen Unternehmen ins Spiel, die kaum jemand auf dem Radar hat, die aber so systemrelevant sind wie das Internet, die Wärmeversorgung für Haushalte oder die Flugverbindungen der Welt.
Hier reden wir über genau jene Anbieter, die Rechenzentren am Laufen halten: unterbrechungsfreie Stromversorgung, Schaltanlagen, Transformatoren, Kühlsysteme und Brandschutz – das sind alles Felder, in denen Konzerne wie Schneider Electric, Vertiv, Eaton oder APC seit Jahrzehnten industrielle Standards setzen.
Nun, was sich diese Firmen besonders teuer bezahlen lassen, ist weniger der Strom oder die Kühlung, nein, sie lassen sich vor allem für Zuverlässigkeit bezahlen in dem Wissen: Wenn ein Rechenzentrum ausfällt, kostet das Millionen – und zwar pro Minute. Und im Falle eines Krieges, der ja auch immer digitaler wird, kostet das nicht nur Millionen Dollar, sondern womöglich auch unzählige Menschenleben. Da bekommt der Begriff „systemrelevante Infrastruktur“ noch einmal ein ganz anderes Gewicht.
Dann die nächste Ebene: die industrielle Fertigung für all die Dinge, die es braucht, bis ein KI-Modell auch nur einen Satz formulieren kann. Microsoft verschraubt keine Platinen, und Amazon designt zwar mittlerweile eigene Chips, kann sie aber nicht verlöten. Das übernehmen spezialisierte Auftragsfertiger. DAS sind die Karosseriebauer des KI-Zeitalters. In ihren riesigen Hallen entstehen die physischen Nervenzentren der digitalen Welt, Modul für Modul, Platine für Platine.
Hier arbeiten Unternehmen wie Jabil, Flex, Rittal oder Celestica, die Leiterplatten, Servergehäuse und komplette, eben erwähnte Rack-Systeme industrialisiert fertigen – ganz unscheinbar, und trotzdem in gigantischen Stückzahlen.
Diese Unternehmen profitieren nicht davon, welches KI-Modell gerade die Nase vorne hat; ob das GPT, Gemini oder Claude ist, das ist Mode, Tagesgeschäft – das ist ihnen völlig egal. Entscheidend ist für sie nur, dass immer mehr Rechenleistung gebraucht wird. Und genau das macht ihr Geschäftsmodell so robust.
Und es geht noch weiter: Selbst ein perfekt gebautes Rechenzentrum bleibt wertlos ohne eine Verbindung und Vernetzung von allen Beteiligten an der KI-Wertschöpfung. Künstliche Intelligenz entsteht eben nicht allein im Chip, sondern im Zusammenspiel mit tausenden Einheiten, als wären sie ein einziges Gehirn. Kupferkabel stoßen hier längst an physikalische Grenzen, die sind zu langsam, zu heiß und deshalb zu verlustreich. Die Lösung heißt – und jetzt wird es geradezu esoterisch subtil: Licht. Licht in Glasfasern und Photonik!
Diese Licht-Infrastruktur wird von hochspezialisierten Firmen gebaut, die winzige Laser-Dioden, optische Module und Glasfaserverbindungen liefern – etwa Arista Networks für extrem schnelle Netzwerkknotenpunkte, dann die Firma mit dem klangvollen Namen Coherent & Lumentum für Laserquellen oder Fabrinet für die Präzisionsfertigung optischer Komponenten.
Und erst mit deren Licht entsteht das eigentliche Nervensystem der Künstlichen Intelligenz. Laser wandeln Daten in Lichtimpulse um, Hochleistungsbahnen lenken und verteilen diese Datenströme, optische Kabel verbinden alles miteinander. Jeder Prompt, jede Antwort, jeder Rechenvorgang rauscht letztlich als Billionenansammlung von Photonen durch Glasfasern.
Zusammengehalten wird dieses Nervensystem wiederum von Steckverbindungen und Kabeln, was trivial klingt, aber hochkomplex und teuer ist, weshalb etwa die Unternehmen Amphenol, TE Connectivity, CommScope und etliche vergleichbare Spezialisten richtig reich werden. Denn was die machen, ist unsichtbar, aber absolut unverzichtbar.
Diese Infrastruktur ist extrem schwer zu ersetzen. Wer hier liefert, der sitzt an den Mautstellen der Datenautobahn, auf die es heute weit mehr ankommt als eine Autobahn aus Asphalt und Leitplanken. Wie schön, dass mit der niederländischen ASML und der deutschen Firma Trumpf in Verbindung mit Zeiss-Optik wenigstens drei europäische Global Player in diesem gewaltigen Machtspiel um Geld und Einfluss mit dabei sind.
Und dann ist da noch der vielleicht größte Engpass überhaupt: Energie. Zu Ende gedacht ist KI ausschließlich ein Energieproblem. Rechenzentren entstehen dort, wo Strom stabil, planbar und langfristig verfügbar ist. Ganze Regionen werden für diese Kraftwerkskapazitäten neu erschlossen; da entstehen die nicht schönen, aber lukrativen blühenden Landschaften der Zukunft – also nicht in Deutschland. Danke, Angela Merkel und Robert Habeck, denke ich da nur.
Denn wir sehen es jeden Tag und mit jedem Jahr schmerzhafter: Wir in Deutschland verpassen die KI-Revolution der globalen Energie- und Versorgungsinfrastruktur. Wohlstandsbildner wissen das. Deshalb investieren wir mit unseren Infrastruktur-Emittenten auch dort, wo die reale Nachfrage auf ein zuverlässiges Angebot trifft. Wir hier haben ganz andere Sorgen, sagen wir weit rustikalerer Art, zum Beispiel, wenn sich die Grünen sorgen, dass im Februar die Gasspeicher nicht ausreichend gefüllt sind, um unsere Wohnungen zu heizen. Ja, da wird KI zum Luxus, wenn es darum geht, die Spaghetti gar und das Duschwasser warm zu bekommen.
Aber lassen wir die Verursacher der Probleme zetern. Schauen wir, dass wir mit unseren Möglichkeiten Anteile bekommen an der Infrastruktur hinter der Infrastruktur. Sowas ist natürlich nicht so spektakulär wie ein Kursrutsch der Börsen nach oben. Für mich haben wir damit etwas viel Wertvolleres: einen stetigen, zuverlässigen Anteil an dem, was wir Zukunft nennen.
Und wenn etwas in der Geschichte der Kapitalmärkte immer funktioniert hat, dann war es die Beteiligung an der Gestaltung der Zukunft.
Für einige Menschen in meinem Umfeld und für Profisportler ganz allgemein ist es ein Genuss, ihren Körper wie einen Formel-1-Wagen zu behandeln und diese Maschine regelmäßig bis zur maximalen Umdrehungszahl hochzudrehen – z. B. durch Training an 6 Tagen in der Woche, ultralange Marathons oder durch Abhärtungsexerzizien wie Eisbaden in fast zugefrorenen Seen und Wandern im Winter, nur mit der Badehose am Körper.
Solche Herausforderungen zu überstehen, ja, das mag sich wie ein Gewinn anfühlen, wie ein Sieg des Geistes über den Körper, von heroisch unbeugsamer Willenskraft durchdrungen. Ich frage mich, ob diese Art des Genusses nicht später in Reue umschlägt, wenn der Körper in späteren Jahren ganz plötzlich rapide altert, Krankheiten aller Art entwickelt und vorschnell dahinsiecht bis zum Tod. Mit 70 Jahren sehen solche Leute dann aus wie andere mit 96 und sind körperlich und geistig in weit schlechterer Verfassung als die Methusalems.
Worauf gründet meine Vermutung? Auf das Wissen aller heilkundigen Kulturen, wie es etwa der Ayurveda oder die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, zum Inhalt haben. Dort ist die Rede von Jing oder Qi, da hat jede Richtung ihre etwas eigene Bezeichnung. Im Grunde geht es immer um Lebensenergie, um die Essenz unserer Lebenskraft.
In der TCM etwa findet sich die anschauliche Theorie, dass sich die Lebensenergie Jing aus zwei Quellen speist: einmal aus einem Reservoir an Energie, das wir mit der Geburt mitbringen; das ist das Stammkapital, das uns unser genetisches Erbe liefert. Und daneben gibt es das Jing, das wir nachgeburtlich gewinnen, und zwar aus der Nahrung und aus der Atmung; dieses Jing deckt wie eine Art Cashflow unsere täglichen Ausgaben von Lebenskraft.
Übermäßige Belastungen, wie bei extremen Sporteinheiten oder langen Kältereizen, die führen nun dazu, dass die Energiegewinnung aus Sauerstoff und Nahrung schnell an ihre Grenzen stößt. Dann klappt der Körper aber nicht zusammen, und das ist ein Nachteil, denn: Der übermotivierte Sportler merkt jetzt gar nicht, dass sein Körper auf sein vorgeburtliches Energiekapital zurückgreift; und das Hochgefühl, das Runners High, das ihn überschwemmt, das missversteht er total – sind es doch Endorphine, die die Nebennieren panisch ausschütten, um die Schmerzen einer scheinbaren Notsituation erträglich zu machen.
Das Fatale ist nun, dass sich dieses Kapital zu Lebzeiten nicht auffüllen lässt; es wird vor allem in den Nieren wie in einem Tresor zinslos für Notzeiten aufbewahrt. Und wenn keine Notzeiten zu bewältigen sind, wie es für uns Neuzeitmenschen glücklicherweise üblich ist, dann kann der Mensch von diesem Konto lange zehren, wenn der Körper alt, verschlackt, eben allgemein abgenutzt ist und nicht mehr so viel Energie aus Stoffwechselvorgängen ziehen kann. Voraussetzung ist, dass überhaupt noch Kapital im Tresor lagert. Das kann sich jeder umso mehr erhalten, wenn er sich zu Lebzeiten gesund ernährt und seine Atmung als größte Energie- und Heilquelle kultiviert.
Menschen, die so vorgehen, sehen mit 85 nicht verlebt aus, sind agil und hellwach im Kopf und altern in Würde. Deren Sterben ist auch kein Krankheitskampf, sondern eher ein Verlöschen, weil die Lebenskerze harmonisch heruntergebrannt ist, das Stammkapital der vorgeburtlichen Energie schlicht aufgebraucht ist und das Konto für dieses Leben geschlossen werden kann.
Wenn ich aber die Hartgesottenen sehe, wie sie ihrer Körpermaschine den letzten Tropfen Durchhaltevermögen abtrotzen, dann frage ich sie in Gedanken: „Ist dir klar, welch womöglich langes Leiden du dir zumutest durch das kurze Triumphgefühl heute, es mal wieder geschafft, es überlebt zu haben, deinen Körper und dich zu quälen? Und wenn du dann mit 60 oder 70 schlagartig altern und zusammenklappen solltest mit einer Fülle an Wehwehchen und Krankheiten – wirst du in 30 Jahren die heutigen Torturen als mögliche Ursache einbeziehen, weil du deine Lebensenergie auf diese Weise verbraucht hast?“
Ich persönlich sehe es so: Mich zu quälen, auszulaugen und abzuhärten, indem ich die Bedürfnisse meines Körpers ignoriere, ist für mich kein Genuss, sondern Raubbau. Aber meinem Körper achtsam und behutsam kontrastreiche Erfahrungen zuzumuten wie Fasten, Saunagänge, Meditation, Wald-Atem-Bäder, Gebirgstouren mit Wellness-Anwendungen – das sind für mich wohltuende Einzahlungen auf das Cashflow-Konto.
Und die einfachste Einzahlung auf das eigene Lebensenergiekonto ist die, die ich hiermit jedem und jeder zurufe: Schützt und bewacht die Nierengegend als euren heiligen Tresor eures Lebenskontos, indem ihr sie immer schön warmhaltet, vor Wind schützt und bedeckt, wenn es kalt ist. Das ist oberste Pflicht. Denn, um es abschließend mehr in Finanzdeutsch auszudrücken:
Wer seine Nieren schützt, betreibt kluges Risikomanagement. Halbnackt im Winter Sport zu treiben, ist dagegen eine Hochrisiko-Spekulation ohne Stop-Loss-Absicherung: Es mag sich kurz cool anfühlen, aber irgendwann kommt die Rechnung; und dann ist das Depot leer.
Dies zur Erinnerung daran, dass Wohlstandsbildung immer auch Wohlfühlbildung ist.
Euer Andreas, der Wohlfühlbildner