Wohlstandsbildner Podcast
Dauer: 24:45
Der Wohlstandsbildner-Podcast mit der Frage: Was verbindet Elon Musk, italienische Olivenbäume, australische Baumplantagen und deutsche Dichter miteinander? Auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten sehr viel. Diese Folge zeigt, warum große Geschichten, starke Menschen und echte Wertschöpfung oft wichtiger sind als Kennzahlen.
Loslegen will ich aber mit einem Elefant im Raum der letzten Wochen, und das war der Börsengang von SpaceX. In entsprechend vielen Gesprächen und E-Mails wurde ich gefragt, ob ich mich daran beteiligen würde. Nun ist der Börsengang vom 12. Juni 2026 Geschichte und ich sage es ganz offen:
Ja, das erste Mal seit Beendigung aller meiner Börsengeschäfte als Trader habe ich wieder Einzelaktien eines Unternehmens gekauft. Die Zahlen von SpaceX geben das überhaupt nicht her. Also rein ökonomisch hätte man diese Aktie nicht kaufen dürfen. Die ist noch schlimmer überbewertet als Tesla mit einem KGV, also Kurs-Gewinn-Faktor, von über 100. Bedeutet: Wenn SpaceX dauerhaft so viel Gewinn erwirtschaften würde wie heute und der gesamte Gewinn an die Aktieninhaber ausgeschüttet werden würde, dann würde es über 100 Jahre dauern, bis man den Kaufpreis der Aktie amortisiert hätte. Aber im Zusammenhang mit allem, was Elon Musk so treibt, geht es erst in dritter oder vierter Linie um das Ökonomische. Es geht um die Geschichte hinter dem Unternehmen und der Aktie.
Und diese Geschichte erzählt vom Aufbruch der Menschheit in neue Sphären, Technologien und unfassbare Möglichkeiten. Und solange dieser Geschichte in der Person von Elon Musk geglaubt wird und wir es möglich halten, dass etwas vom Narrativ um SpaceX Wirklichkeit werden könnte, so lange wird die Aktie keinen Totalverlust erleiden. Mal ganz abgesehen davon, dass Starlink als Teil der Firma hoch profitabel ist und auch in Zukunft dafür sorgen dürfte, dass immer Geld reinkommt.
Warum also habe ich die Aktie gekauft? Es war jetzt keine so großartige Menge, dass ich mir Gedanken machen müsste, wo die Aktie hingeht, wann ich mein Eigenkapital rausziehe, ob ich jetzt eine Reißleine oder einen Fallschirm für dieses Wertpapier installiere – nichts von alledem.
Es geht erst mal darum, dabei zu sein! Mal wieder mitzulaufen im Faschingsumzug der Aktieninhaber und mitzuhüpfen in der riesigen Schar aller Nagetiere, die dem Rattenfänger aus Amerika folgen wollen. Ich bin hier eine von Millionen Ratten, die relativ zum Ganzen gesehen so groß sind wie eine Amöbe und die absolut keinen Einfluss haben. Wir Käufer der gerade mal 5 % aller Aktien, die in den Streubesitz gegangen sind, sind reine Geldlieferanten für den ersten Billionär der Menschheit.
Ich finde, man muss Elon Musk überhaupt nicht mögen und sollte ihm trotzdem folgen, denn dazu denkt er einfach zu groß, hat als reichster Mensch der Welt schon jetzt zu viel Einfluss und prägt unsere Zeit einfach zu stark, als dass man ihn ignorieren könnte.
In vielem, was er macht und sagt, stehe ich völlig über Kreuz zu ihm. Aber als überintelligenter Visionär und rasend schneller Denker ist er eine unwidersprochen faszinierende Persönlichkeit, von denen es in der mir bekannten Menschheitsgeschichte nicht viele gab und auch nie viele geben dürfte.
Deshalb habe ich die paar Aktien, die mir zugeteilt wurden, gern gekauft. Das war wie der Kauf einer Weinflasche, die ich für mich selbst nie öffnen würde, weil mir der Wein nicht sonderlich schmeckt. Aber ich weiß von diesem Tropfen, wie gut er gemacht ist und welche Geschichten sich um ihn ranken; und deshalb lege ich ihn mir jetzt in den Keller und lasse ihn schön reifen.
Im besten Fall wird diese Flasche Wein ein Erbstück für die nächsten Generationen sein, und ihr Anblick mit ihrem heutigen Science-Fiction-Label macht auch dann noch Freude, wenn Elon und ich schon lange Planeten und Universen entdecken, die noch nie ein Mensch gesehen hat – und zwar in zukünftigen Inkarnationen.
Mit dem 2. Juni-Podcast liegen nun die Olivenbaum-Reise und die Australien-Exkursion hinter mir und die begeisternden und das Herz erwärmenden Eindrücke konnten sich etwas legen und ordnen. Mit ein wenig Abstand erzählt es sich gelassener, strukturierter und präziser.
Und das tue ich am liebsten in Form eines Live Zoom-Webinars, wenn es um Reiseberichte geht, denn die gehen einher mit jeder Menge Bilder, die ich gemacht habe; und die lassen sich nun mal schlecht in einem Podcast zeigen.
Für die Interessenten der Olivenbäume gab es schon am 18. Juni ein Livetreffen mit dem Bericht in Bild und Wort. Natürlich haben wir eine Aufzeichnung gemacht, die für jeden bestehenden Wohlstandsbildner auf der internen Highlight-Seite nachzuschauen ist, solange Bäume zur Verfügung stehen.
Zukünftige Interessenten verweise ich also auf dieses Video, denn dort erkläre ich auch die Modalitäten rund um dieses Sachwert-Rohstoff-Naturalrenditeinvestment – denn wir bekommen ja kein Geld als Rendite, sondern eines der geprüft weltweit besten Olivenöle.
Mit Modalitäten meine ich natürlich auch Kosten, was man wann bekommt, gehe auf die Risiken ein, die eine Olivenernte verhindern könnten, und stelle auch vor, wie jeder seine Bäume besuchen kann, vielleicht in Verbindung mit einem herrlichen Urlaub in einer traumhaften südeuropäischen Landschaft 1 Stunde Fahrt entfernt vom Meer.
Wer jetzt einsteigt, bekommt für seinen Baum oder seine Bäume womöglich schon Ende diesen Jahres ein paar Liter Olivenöl, sogar vor Weihnachten, falls man es auch an liebe Menschen verschenken mag.
Übrigens: Unser Anbieter und Betreuer der Olivenbäume überlegt, eine eigens für Wohlstandsbildner gekaufte Wohnung zu renovieren, unweit des Olivenhains. Warum das? Damit wir günstig urlauben können im Rahmen einer Investorenreise. Man sieht also, es geht hier nicht um Renditen in Geldform, sondern um viel Gesundheit, viel kulinarisches Vergnügen und um viel Erlebnis – satte 20 Jahre lang für sehr überschaubares Geld. Einfach ein tolles, etwas ungewöhnliches Säule 4-Investment mit umgerechnet 30 % Rendite pro Jahr, wenn es läuft, wie es soll, mit jahrhundertealten, unfassbar charaktervollen Bäumen.
Zwei Tage nach meiner Rückkehr von den Olivenbäumen ging es dann weiter über Singapur nach Australien. Von ganz links unten über links oben nach rechts oben haben wir einen großen Teil des gesamten Kontinents umflogen, um dann überzusetzen auf die Hauptinsel eines Atolls, das aus 83 Einzelinseln besteht.
Das kleine Grüppchen mit sieben Wohlstandsbildnern hat weit mehr geboten bekommen, als auch ich insgeheim erhofft hatte. So haben wir zusammen mit der kompletten Führungsmannschaft des Emittenten und ihm selbst die wichtigsten verantwortlichen Köpfe im Unternehmen kennengelernt, darunter auch besonders spannend: den Chef für die Produktentwicklung in der Zukunft, wo noch jede Menge Wertschöpfungsketten auf uns warten, gehoben zu werden.
Jeder Einzelne von ihnen hat sich eine Stunde Zeit genommen, um sich und seine Arbeit darzustellen und Fragen zu beantworten. Das gilt es insofern wertzuschätzen, als wir vielleicht in Summe mit 50 Millionen investiertem Kapital ein relativ kleiner Investor sind. Wir haben es dort mit Leuten zu tun, die weltumspannend arbeiten und viel mit Institutionellen zu tun haben. Der Stundenlohn von so einem CEO oder Vertriebschef mag da schon gut $2,000 betragen. Es ist also ein besonderes Zeichen der Wertschätzung dieser Leute, eine kleine Gruppe aus Deutschland so zu begrüßen.
Und dann sind wir losgezogen, zusammen mit unserem Forrester, also dem Förster, der ein ausgewiesener Experte ist für die jährliche Bewertung von Agrikulturgütern. Er hat uns in ein Gebiet der insgesamt 270.000 Bäume, die zu unserer Beteiligung gehören, geführt und dort erklärt, wie solche Bewertungen vorgenommen werden.
Danach ging es weiter mit zwei Stunden Flug auf die pazifischen Inseln, zuerst zu einem Empfang, der eigens für uns von der dortigen Politprominenz veranstaltet wurde, und dann zu der Fahrt zum Grundstück, wo wir die Einzelteile der Destillerie bestaunen konnten. Ein Höhepunkt war, in einen Container reinzuriechen, denn dort lagerten gut gesichert zwei Tonnen wertvollsten Holzes, das als erstes in der Destillerie verarbeitet wird. Und genau der Bestandteil im Holz, nämlich ein Öl, auf das wir so erpicht sind, riecht eben fantastisch.
Details mit Erklärungen und vielen Bildern finden bestehende Wohlstandsbildner in den besagten Webinaren und in deren Aufzeichnungen; das Australien-Webinar findet ja noch statt am 24. Juni. Alle Absolventen der Investorenausbildung haben dauerhaft Zugriff darauf, vielleicht auch als Entscheidungshilfe, ob diese Dinge zu ihrem Portfolio passen könnten.
Diese beiden Reisen in den Süden Europas und auf die andere Seite des Planeten haben Gemeinsamkeiten, die ich zusammenfassend einmal darstellen will. Denn sie machen auch einen Teil der Plausibilitätsprüfung aus. Zuerst die Gemeinsamkeiten von Olivenbäumen und den Australien- bzw. Inselbäumen:
Weitere Gemeinsamkeiten wären, dass
Nun zu drei Unterschieden zwischen den beiden Betreibern:
Das soll es mal jetzt gewesen sein zu diesen beiden Reisen, von denen ich mich jetzt noch erhole, denn Investorenreisen sind eindeutig auch ganz schön anstrengend. Das merkt man allerdings meistens erst hinterher. Währenddessen ist es einfach ein Flow und ein Riesenspaß.
Vor gar nicht langer Zeit habe ich das Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar besucht. Dort läuft die Dauerausstellung zu Friedrich Schiller; unser Dichtergott aus Schwaben ist auf der Marbacher Schillerhöhe ja dauerbeheimatet. Gleichzeitig läuft dort eine Sonderausstellung zu Rainer Maria Rilke.
Wie kam die zustande? 2022 konnte das berühmte Literaturarchiv einen Jahrhunderterfolg verzeichnen, was der Direktorin zu verdanken sein dürfte, die eine ausgewiesene Rilke-Expertin ist:
Die drei Urenkelinnen von Rilke haben im Sinne ihrer Mutter, der 2021 verstorbenen Rilke-Enkelin Hella Sieber-Rilke, ihr gesamtes Rilke-Archiv dem Literaturmuseum überlassen: 10.000 Manuskripte, Notizbücher, 8.800 Briefe, Fotos und jede Menge Zeichnungen. Denn Rilke war auch ein enorm befähigter Zeichner.
Aus einem kleinen Teil dieser Kostbarkeiten eine Ausstellung zu machen, bietet sich nun an zum 150. Geburtstag, den Rilke letztes Jahr hatte, und zum 100. Todestag, den er dieses Jahr hat. Viele der Ausstellungsstücke wurden noch nie öffentlich: zum Beispiel eine ganze Wand voller Bitt- und Bettelbriefe, die Rilke in schönstem, prosaischem Deutsch und Französisch geschrieben hat, besser: schreiben musste, um seine chronischen Geldsorgen zu lindern. Und kurios wird es, wenn Hermann Hesse einen Bittstellerbrief an den Oberbittsteller Rilke schreibt, um Geld für Kriegsopfer einzutreiben. Da gab es also einen enormen Geldbedarf, den auch eigentlich erfolgreiche Schriftsteller nicht stemmen konnten.
Womit wir bei Friedrich Schiller wären.
Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, wie sehr sich die Lebenslinien und Eigenheiten der beiden Dichter-Giganten Schiller und Rilke ähneln, obwohl fast ein Jahrhundert zwischen ihnen liegt. Beide kämpften etwa gegen eine hinfällige Konstitution:
Schiller litt zeitlebens an den Folgen einer schweren Lungenentzündung und chronischen Magen-Darm-Beschwerden. Rilke dagegen war zwar mehr ein Hypochonder, aber am Ende doch geplagt von einer Leukämie, die ihn schleichend aus dem Leben drückte.
Beide wurden schwer traumatisiert während der Zeit, die sie im Militär waren. Schiller hat die Erfahrungen immerhin in seinem gewaltigen Ersterfolg, den Räubern, verarbeitet, war aber seitdem höchst empfindlich gegen jede Art Despotismus. Und der zarte Rilke verbrachte schlimme Jahre in Militärschulen, aus denen er eine Ur-Angst mitbrachte und ein Alphabet des Entsetzens, wie er selbst sagte.
Doch ihre größte gemeinsame Sorge war eine andere: chronischer Geldmangel.
Wundern muss das einen nicht, denn diese Männer besaßen keinerlei finanzielle Bildung. Da war kein Sinn für Vermögensaufbau zu erkennen, was ich ihnen überhaupt nicht vorwerfe, im Gegenteil: Sie hatten ihre gesamte geistige Energie darauf verwendet, den inhaltlichen Druck ihres Genies auszuhalten und in einem beeindruckend großen Werk zu kanalisieren, gemessen an ihrer eher kurzen Lebenszeit. Kurz: Wer die Wallenstein-Trilogie oder die „Duineser Elegien“ schreibt, der hat keinen Platz für Zinseszinsrechnungen im Kopf.
Dabei geht es auch anders: Dass sich Schaffenskraft und finanzielle Bildung, einhergehend mit finanziellem Erfolg, nicht ausschließen müssen, beweist der wahrscheinlich größte aller großen Dichter: Johann Wolfgang von Goethe.
Während Schiller am Existenzminimum herumschuftete, sich Rilke als Edelschnorrer seine Schlossaufenthalte finanzieren ließ, war Goethe ein immer geschäftstüchtiges, ökonomisches Schwergewicht. Entsprechend war er nach heutigen Maßstäben Millionär und ist als einer der ganz Reichen seiner Zeit gestorben.
Wobei Goethe zugegebenermaßen den Vorteil hatte, einer reichen Familie zu entstammen. Die war kaufmännisch sehr versiert und dürfte dem kleinen Johann ein gutes Päckchen finanzielle Bildung vorgelebt haben, als er noch Tretroller gefahren ist.
So taugt Goethe durchaus zum Lehrmeister in Geldthemen: eine saubere Haushaltsbuchführung, knallharte, aber faire Verhandlungstaktiken, Schaffung vieler diversifizierter Geldzuflüsse, Urheberrechte schon früh als passives Einkommen eingerichtet – und inmitten seiner Sammelleidenschaft nie den Überblick verloren, was er so alles besitzt – das alles kann man gut von ihm lernen.
Dass er sich mit Geld und Wirtschaft auskannte, kann man auch nachlesen, wie im zweiten Teil des Faust: Da gibt es ganze Passagen über Papiergeld, dem Goethe nie getraut hat, über Wirtschaftskrisen, die ihm finanziell nie geschadet haben, und über seine Einstellung zum Geld ganz allgemein. Leider wissen die meisten gar nicht, dass es im Faust II so manchen Bildungsschatz für Finanzen zu heben gibt; zugegeben, das Stück braucht viel geistigen Einsatz, wenn man es verstehen will, doch die Mühe lohnt sehr. Außerdem kann man ja Sekundärliteratur bemühen.
Und es gibt weitere vier Eigenschaften Goethes, die mich beeindrucken:
Und trotz allem oder wegen allem war er einer der fleißigsten und diszipliniertesten Künstler, Denker, Erfinder und Schaffer; und dann wird der Mann für die damaligen Verhältnisse auch noch sehr alt. Deshalb darf man Goethe, glaube ich, schon als Jahrtausenderscheinung betrachten.
Fazit, das ich den intelligenten, aber finanziell schwächlichen Künstlern von heute zurufen will: Finanzielle Bildung ist die moderne Rüstung für einen freien Geist. Ohne sie geht es nicht mehr! Investiert nur ein Hundertstel eurer Zeit in klugen Vermögensaufbau, der mit kleinen Summen beginnen kann. Dann sorgt die Zeit auch dafür, dass ihr schreiben, malen, spielen, auftreten, reisen – einfach kreativ sein – sein könnt, ohne dass euch der Vermieter oder ein Arzt mit seiner Rechnung im Nacken sitzt.
Dieses Fazit möge als Schlusswort dienen und ein Genusselement verzichtbar machen, denn der ganze Podcast war doch eine ganze Ansammlung von Genusselementen rund um die Vision von SpaceX, die Investorenreisen, wunderbar schmeckendes und riechendes Öl und die Größe und Großzügigkeit von Goethe.
In der nächsten Folge begeben wir uns dagegen wieder tief in die Feinheiten und Einzelheiten einer ganz neuen Anlageklasse, die der Staat persönlich seinen Bürgern gestrickt hat: Wir sprechen über das Altersvorsorgedepot, das uns 2027 beglücken und vermögend machen soll.
Kann das damit funktionieren? Genau das schauen wir uns an.
Tschüss, ade und auf ein Wiederhören in zwei Wochen!
Euer Andreas, der Wohlstandsbildner