Spotlight Nr. 6 – Wie der Lebenssatz zum roten Faden des Lebens wird

Spotlight Nr. 6 – Wie der Lebenssatz zum roten Faden des Lebens wird

Letzter Podcast der Reihe Wohlstandsbildung in Krisenzeiten einer Pandemie [5.1/4]

Die Inhalte dieser Folge im Überblick:

1. Wie eine Ich-bin-Aussage auch Investoren hilft, nur die besten Gelegenheiten auf den Tisch zu bekommen.

2. Der Prozess zur Lebensaufgabe und das Raten hat ein Ende: Wie der Lebenssatz zum roten Faden des Lebens wird.

Empfehlung: Power of Purpose
Empfehlungscode für 10% Nachlass: WB2020.

3. Geldanlagen als Demonstration von Sinn und Sein – und obendrein krisensicher.

 

 

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Endspurt für den Wohlstandsbildner-Podcast in Krisenzeiten einer Pandemie. Ich bin Andreas Ogger und freue mich, mit diesem letzten Teil der Podcast-Reihe einen Schlusspunkt zu setzen, vielleicht ja sogar ein Ausrufezeichen für Anleger, die mit ihrem jetzigen Portfolio nicht zufrieden sind und nach krisenfesten Alternativen suchen mit richtig guter Rendite. Und diese Alternativen sollten zwei Bedingungen erfüllen:

1. Das eigene Geld solide und lukrativ durch die anstehenden Herausforderungen unserer Finanzwelt navigieren, was mit der Corona-Verschuldung anspruchsvoller denn je sein dürfte.

2. Diese Alternativen sollten nichts Abstraktes und vom Investor getrenntes sein, sondern spürbarer Teil seines Lebens, inhaltsvoll, sinnvoll, energiegeladen, anpassungsfähig, bereichernd und so interessant und smart, dass er sagt: „Meine Geldanlagen fühlen sich an wie ein maßgeschneiderter Smoking, ich sehe einfach spitze darin aus.“ Investitionen sollten die eigene Frequenz so heben, dass weniger Worte, sondern die Ausstrahlung ein Statement ist wie: „Ich bin ein Investor und Geld zu vermehren ist Ausdruck meiner Persönlichkeit, die durchdrungen ist von Reichtumsbewusstsein.“
O. k., so prosaisch wird es wahrscheinlich im Alltag nicht klingen, aber Ihr wisst, was ich meine.

Auf diese „Ich bin ein Investor“ oder „Ich bin eine Investorin“ – auf diese kraftvollste aller Aussagen, die mit „Ich bin“ eingeleitet werden, will ich noch einmal eingehen, denn ein lebendiges Portfolio ist nun einmal nicht etwas, das Du hast, sondern ist etwas, das Du bist. Und will dabei eine Empfehlung aussprechen, auf die, wie ich weiß, einige seit langem warten. Hat mich doch nach dem letzten Podcast mich eine E-Mail erreicht, die die Frage der Fragen auf den Punkt gebracht hat. Da heißt es:

„Hallo Andreas, ich würde ja gerne sagen können `Ich bin Investorin`, aber das fühlt sich hohl an, weil ich eigentlich nicht weiß, wer ich dabei sein soll. Ich bin vieles in meinem Leben, fülle in der Familie und im Job mehr Rollen aus, als mir manchmal lieb ist, aber ich frage mich schon, wen es hinter diesen Rollen noch gibt. Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht oder es ändert sich ständig! Und so, wie ich Dich verstanden habe, ist der Lichtkegel des eigenen Leuchtturms Sinnbild dieser Klarheit, wer ich sein will und mir mein Leben deshalb auch nur das zukommen lässt, was zu mir passt.“

Danke für diese Zeilen, die ich jetzt für alle beantworten will. Vor ein paar Jahren hätte ich es genauso geschrieben, weil ich auch vieles war: Musiker, Therapeut, Sportler, Börsenexperte, Pilot, und all das hat auch Spaß gemacht und einiges davon macht mir bis heute mehr Spaß denn je; was mir aber gefehlt hat, war ein grundsätzlicher Plan, wohin es mit mir in meinem Leben gehen soll; was mir gefehlt hat, war die Antwort auf die Frage: „Andreas, wozu machst Du das Ganze? Gibt es einen übergeordneten Sinn in Deinem Leben? Oder ist Dein Leben ein 24-Stunden-Buffet, an dem Du Dir das in den Mund steckst, wonach dir gerade ist, und am Ende des Lebens sitzt Du mit wahllos vollgeschlagenem Bauch da, gibst einen kräftigen Rülpser ab und sagst: O. k., das war`s, hat mal gut, hat mal weniger gut geschmeckt. Fressen oder gefressen werden, das war hier die Frage, und mir hat Fressen eindeutig besser gefallen. Tschüss ade, vielleicht ist der Tod ja so etwas wie ein Verdauungspäuschen und danach geht es am nächsten Buffet weiter.“

Wer jetzt befürchtet, dieser Wohlstandsbildner-Podcast driftet ab in existenzialistische Philosophie, den kann ich beruhigen. Wie ich jetzt weiß, hat die Beantwortung dieser Wer-bin-ich-Frage auch meine Bemühungen als Investor innerhalb eines einzigen Abends mehr beeinflusst und geradezu schlagartig auf ein weit höheres finanzielles Niveau gehoben, als 30 Jahre finanzielle Bildung mit allem Versuch und Irrtum zuvor. Heute weiß ich, dass diese Uralt-Frage „Wer bin ich“ natürlich auch die Frage „Wer bin ich als Investor“ eingeschlossen hat; meine Antwort darauf hat nicht nur Veränderungen eingeleitet, sondern war eine Transformation –  ich erinnere mit diesem Begriff an den ersten Podcast dieser Reihe – und diese Transformation war nicht nur eine Abkürzung, um in vielen Dingen leichter, schneller und mit mehr Freude erfolgreich zu sein, sondern regelrecht ein Wurmloch, in dem ich an diesem Abend von der einen Galaxis in eine andere reisen konnte. Ich hoffe, dieses Vokabular ist auch Nicht-Star Trek-Fans ausreichend geläufig.
Und ich übertreibe kein bisschen, sondern will erklären, was an diesem Abend geschah. Und das, hoffe ich, ist auch für die spannend, die nicht auf der Suche nach ihrem Sinn im Leben sind, sondern auch nur auf der Suche nach gut performenden Investments, wie man das heute ausdrückt:

Ich saß in der Schweiz und habe das getan, was ich am liebsten tue: Nämlich Seminare besuchen und von schlauen Köpfen was lernen. In dem Fall war es ein Seminar im Umfang einer Woche mit gerade einmal drei anderen Teilnehmern, damit intensive Arbeit auch mit intensiven Ergebnissen belohnt werden kann. Das Seminar hieß schlicht „The Week“ und hat eigentlich nichts weniger versprochen, als dass kein Stein auf dem anderen bleibt und man danach ein anderer Mensch ist. Sind wir mal ehrlich: Alle Seminare versprechen das mehr oder weniger, sonst würden wir ja nicht hingehen.

Ich habe mir das in dem Fall viel Geld kosten lassen, weil ich wusste, dass jeder Euro ein echtes Investment ist, um viel Zeit in direkter Nähe zu verbringen mit jemandem, den ich seit vielen Jahren in seiner Arbeit verfolgt und bewundert habe; dieser Mensch nämlich war für mich ein beeindruckendes Beispiel für jemand, der große Geldmengen aufbauen kann, im Verbund mit tiefgreifender, unternehmerischer Intelligenz und der höchsten Fähigkeit zur Selbstreflexion, zum Hinterfragen aller Dinge. Ich rede hier von Wolfgang Sonnenburg, Autor des Finanzklassikers „Millionaire Spirit“ und Gründer der Winspiration Day-Tradition und vielerlei anderen Plattformen, die alle aufzuzählen den Rahmen sprengen würde.

Diese Woche mit ihm hat jedenfalls tatsächlich keinen Stein auf dem anderen gelassen, und innerhalb der vielen Übungen, Techniken, Leitfäden und Erkenntnisse gab es eine Bombe, die an jenem besagten Abend mein Weltbild und mein Bild von mir selbst pulverisiert hat, damit ich aus Schutt und Asche die Antwort aufbauen konnte auf die Frage: „Wer bin ich und was mache ich hier?“ Genau das war die Aufgabe für diesen Abend: Finde nichts weniger als Deine Lebensaufgabe.

Ein strategisch und schematisch klug aufgebauter Prozess hat mich meine Lebensaufgabe auch tatsächlich finden lassen, niedergelegt in die Essenz eines einzigen Satzes, des Lebenssatzes, der im Kern beschreibt, worum es mir im Leben geht. Eindrucksvoll war für mich, dass dieser Lebenssatz nichts war, was ich jetzt gefunden habe und den Rest meines Lebens neu definiert; nein, er war etwas, was mich mein ganzes Leben begleitet hat, ich aber nicht gesehen und nicht verstanden habe. Mich hat eigentlich ein roter Faden durch alle wesentlichen Entscheidungen meines Lebens geführt, und hätte ich von ihm gewusst, hätte ich mir eine Menge Verluste, Zweifel, Irrtümer und Zeit sparen können.

Im Nachhinein weiß ich jetzt, dass meine Existenzen als Musiker, Therapeut, Sportler, Börsenmensch, Investor und sogar als Pilot in vielfältiger Gestalt ein und dieselbe Aussage treffen und meinem Leben einen Sinn geben für die Vergangenheit und noch viel mehr für die Zukunft.

Was mir mein Lebenssatz seit diesem Abend als größtes Geschenk gegeben hat, ist Klarheit: Dass ich schnell und einfach entscheiden kann, worum es mir bei allen Dingen geht – mit wem ich deshalb zusammenarbeiten will und mit wem nicht, zu welcher Wahlmöglichkeit ich Nein sage oder Ja, wie, mit wem und womit ich meine Zeit verbringe.

Und ziemlich schnell hat sich dieser magischen Nebeneffekt herauskristallisiert, von dem ich im letzten Podcast gesprochen habe: Ich muss heute gar nicht mehr oft Nein sagen zu den Angeboten oder Menschen, die nicht zu meiner Lebensaufgabe passen, denn sie begegnen mir immer weniger; es ist, wie: Seitdem ich nicht mehr mit dem Fragezeichen auf der Stirn unterwegs bin, dem Fragezeichen irgendeiner Existenz, die halt irgendwas tut, um sich irgendwie gut zu fühlen, seitdem ich dieses Fragezeichen eingetauscht habe durch das Ausrufezeichen meiner Lebensaufgabe, kommt mir das vor, als würde ich mit Blaulicht durch die Gegend fahren, und alles, was zu diesem Ausrufezeichen nicht passt, geht aus dem Weg, und alles, was übrig bleibt, passt zu mir, zu meinen Zielen, macht für mich Sinn und ich muss nur noch anhalten und zugreifen. Dabei gibt es immer noch genug Wahlmöglichkeiten, besser gesagt: Mehr Wahlmöglichkeiten denn je! Aber egal, welche Wahl ich treffe – sie demonstriert und erfüllt meinen Lebenssatz, und dann ist eine Entscheidung so gut wie jede andere, ich wähle einfach zwischen „gut“ und „genauso gut, nur anders“.

Das ist nun auch für den Investoren in mir vorteilhaft, die Filterfunktion des Lebenssatzes leistet hier besonders anschaulich gute Dienste: Ich habe früher 2-3 Mal die Woche E-Mails und Kaltakquise-Anrufe bekommen, die von mir Geld einsammeln und mich als Vermittler gewinnen wollten. 98 % dieser Angebote genügten nicht meinen Anlagekriterien und nervten entsprechend. Heute bekomme ich nur noch 2-3 Anrufe im Monat und so gut wie keine E-Mails mehr.

Und das Beste: Die Hälfte davon ist prüfenswert, davon die Hälfte ist interessant und wiederum die Hälfte davon ist richtig spannend – womit wir bei einem bisher noch nicht besprochenen Spotlight wären, das so lange Anlageangebote aussortiert, bis nur noch Exzellenz übrigbleibt. Und das alles ergibt sich, seitdem ich für mich in klare Worte packen konnte, was ich in diesem Leben machen und erleben will: die Strategie der vier Säulen, die Spotlights eines lebendigen Portfolios, der Download aus dem Quantenfeld, die 7 Schritte von der Idee zur Manifestation, wie ich sie entscheidend von  Wolfgang Sonnenburg mitnehmen konnte – all diese Dinge, wie ich sie im Finanzseminar zeige und wie sie meiner Meinung nach zur Grundausstattung finanzieller Bildung gehören, haben sich wie von selbst ergeben oder wurden mir wie von selbst zugetragen; und sie haben bis heute meine finanzielle Realität radikal verändert, verändert in Richtung Fülle, Leichtigkeit, Gelegenheit und – wichtiger als alles andere – in Richtung Spaß am Investorendasein. Und das betrifft mittlerweile nicht nur meine finanzielle Realität, sondern auch die einer gut dreistelligen Zahl anderer Menschen.

Vielleicht mag der eine oder andere denken: „Na, jetzt trägt er aber dick auf. Klingt ja alles nach dem Wink mit dem Zauberstab und viel zu schön, um wahr zu sein.“ Die Reaktion wäre für mich verständlich, gerade in einer Krisenzeit, in der nicht nur Viren, sondern auch kaum einzuhaltende Versprechen aller Couleur und Politiker viral gehen. Daher zwei Betrachtungen dazu:

  1. Jedes Instrument kann nur so gut spielen wie der, der es in die Hand nimmt. Das gilt auch für den Prozess zum Finden der Lebensaufgabe. Andere schien er weit weniger beeindruckt und beeinflusst zu haben als mich. Ich glaube, die eigene Lebensaufgabe zu formulieren braucht Hingabe und Einsatz, braucht den brennenden Wunsch nach Erkenntnis; die Essenz der Essenz des eigenen Lebens zu entdecken ist halt nicht so trivial wie die Bestellung einer Pizza, die man sich mal nebenbei reinschiebt.
    Doch ich weiß auch: Wer sich mit echtem Interesse für sich selbst und für den Wunsch nach mehr Leichtigkeit im Leben richtig reinhängt in diesen Prozess, der sucht keinen Stein der Weisen mehr, weil er erkennt, dass er ihn längst in sich trägt.
  2. Nur, weil man weiß, wer man ist und was man genau will, wird das Leben nicht zum Ritt durch die Zirkusmanege mit viel Halligalli, Popcorn und Spaß, der einem hinter jeder Ecke auflauert. Meine Erfahrung ist: Der Leuchtturm meiner Lebensaufgabe stellt mir mit seinem Lichtkegel aller passenden Möglichkeiten nicht nur Bonbons zur Auswahl, wo eins so süß ist wie das andere, sondern auch harte Nüsse, an denen ich zum Teil schwer zu knabbern habe. Im Flugzeug zu sitzen und zu fliegen sollte einem auch nicht die Illusion geben, dass es die Schwerkraft nicht mehr gibt; nein, jeder Flug endet gezwungenermaßen mit einer Landung, das ist die Ordnung der Dinge. Leichtigkeit gibt es nur im Tausch gegen die Schwere, weil wir generell eine Sache nur dann wahrnehmen und genießen können, wenn es auch ihr Gegenteil gibt.
    Auch wer denkt, ein Leben ohne finanzielle Probleme wäre ein Leben ohne Probleme, der demonstriert nur, dass er noch finanzielle Probleme hat. Ich denke mittlerweile: Die Probleme, die hinter den finanziellen liegen, sind viel komplexer, knackiger, tiefgründiger und vielschichtiger als Herausforderungen, die auf Geldmangel zurückzuführen sind.Mein Eindruck daher: Mit den finanziellen Möglichkeiten wachsen auch die Probleme; tröstlich ist dabei aber 1., dass die Probleme interessanter werden, 2. eine gute Finanzausstattung auch das Arsenal erweitern, um die Probleme zu lösen – Beispiel gute Seminare bei Koryphäen besuchen zu können – und 3. immer höhere Hürden zu nehmen so glücklich macht wie einen Sherlock Holmes, wenn er Fälle löst, die für andere unlösbar waren.

Kurz und gut: Wie kostbar und hilfreich das Thema Lebensaufgabe und Lebenssatz ist, hat sich bald in meinem Umfeld nicht nur unter Wohlstandsbildnern herumgesprochen und viele haben mich darum gebeten, ihnen zu zeigen, wie man diesen Prozess durchführt. Jetzt bin ich froh, keine Kopie eines Originals sein zu müssen, sondern dass das Original selbst diesen Prozess anbietet und begleitet mit einer Erfahrung, die kein anderer hat:

Wolfgang Sonnenburg hat kürzlich aus all seinen Seminaren den Lebenssatz-Prozess ausgegliedert und um ihn herum wiederum ein ganzes Jahresprogramm aufgebaut, um den Effekt und die Kraft des Lebenssatzes in jeder Hinsicht unterstützend zu begleiten. Das Jahresprogramm heißt „The Power of Purpose“ und kostet bis 17. Juni 2020 überschaubare 547 Euro, danach 687 Euro, buchbar auf der Seite https://wolfgangsonnenburg.com/power-of-purpose/. Wer den Empfehlungscode WB2020 eingibt, bekommt noch einmal 10 % Wohlstandsbildner-Ersparnis zum jetzigen und späteren Preis. Ganz unten auf der Power of Purpose-Seite findet ihr auch mein Testimonial als Ausdruck meiner Überzeugung, dass es sich hier wirklich um ein goldenes Werkzeug nicht nur für Investoren handelt.

Das war nun die erste Hälfte dieses Schlussteils unserer Podcast-Reihe, und jetzt würde es sich für Euch, liebe Hörerinnen und Hörer, anbieten, für eine Pause zu unterbrechen, bevor ich fortfahre mit dem Spotlight Nr. 6 und seinen weitreichenden Konsequenzen beim Aufbau eines Portfolios und bei der Bildung von Wohlstand allgemein. Warum ich überhaupt fortfahre, liegt daran, dass ich nicht schon wieder aufgrund aktueller Geschehnisse und Informationen –  wie zum Beispiel dem taufrischen Angebot von Wolfgang – einen zu lang geratenen Podcast dividieren will. Dieser Podcast hier soll wirklich der Schlussteil bleiben und nicht der erste Schlussteil werden von zwei Schlüssen, noch komplizierter braucht es kein Mensch. Also gern pausieren und später weiterhören; oder bis gleich zum zweiten Teil, noch einmal eingeführt mit der Wohlstandsbildner-Musik zur Erfrischung.

Eine Mandantin und Freundin schickt mir, während ich an diesem Podcast arbeite, eine Sprachnachricht und berichtet mir von einem Treffen mit Freunden und Bekannten, bei dem es auch um wirtschaftliche Schwierigkeiten ging, mit denen ja viele in Corona-Zeiten zu tun hatten und haben. Auch die Freundin selbst, die selbstständig ist, erzählt von weggebrochenen Aufträgen, von abgesagten Kursen, die sie hätte geben sollen; sie erwähnt aber auch im gleichen Atemzug: „Ich sehe das alles recht gelassen, denn ich bin ja im Nebenberuf auch Investorin, und meine Investments geben meinem Leben vor allem jetzt finanziellen und psychologischen Rückenwind.“ Es kann sich jeder leicht vorstellen, dass diese Freundin die Ausstrahlung eines Menschen hatte, die ich eine „Ich bin-Wohlstandsbildner“-Ausstrahlung nenne, wie im letzten Podcast erwähnt.

Doch die Reaktion der Leute? Schweigen, schneller Themenwechsel, kein Interesse, keine Rückfrage, was sie denn damit meinen könnte oder was sie macht, dass ihr es in diesen schwierigen Zeiten gut geht. Vielleicht war das Ausdruck von: Über Geld spricht man halt nicht. Wenn man Geld hat, schweigt man darüber, sonst hat man schnell des Etikett Aufschneider oder Kapitalist auf der Stirn, gerade, wenn es anderen nicht so gut geht. Und wenn man kein Geld hat, schweigt man erst recht.

Die Finanzindustrie profitiert von diesem Widerspruch: Man soll Geld haben, aber damit zu tun haben bitte nicht, Geld ist schließlich Expertensache. Überlass Dein Geld der Finanzindustrie, die will nur das Beste für Dich und macht Dir den Weg frei. Wir kennen alle diese Werbebotschaften.
Dem Anleger wird suggeriert, er solle sich bloß nicht mit dem Thema Geld und seinen Investments beschäftigen oder gar identifizieren, denn das ist trockene, schwierige Materie in schwierigen Zeiten, und da braucht es Verstand und Erfahrung, da braucht es uns, die Bank und Versicherung deines Vertrauens, und wir kümmern uns.

Entsprechend basteln dann Bankexperten, angestellt für 3500 € Gehalt und verschuldet durch die eigenbewohnte Immobilie, dann basteln die diese sagenhaften Produkte, die einen reich machen sollen; aber da Geld eine komplizierte Materie ist, sind auch diese Produkte kompliziert. Und es stimmt auch: Mein Intellekt zumindest reicht nicht, um diese Konstruktionen zu verstehen. Doch ich bin in namhafter Gesellschaft:

Man frage einmal Walter Riester, ob er je wirklich durchdrungen hat, wie seine Riester-Rente funktionieren soll. In der Schweiz habe ich mit dem CEO und Vorständen einer der größten Schweizer Banken sprechen können. Ich war erstaunt und entsetzt, wie viele Bankvorstände locker zugegeben keinen blassen Schimmer davon zu haben, was für abstraktes und oft toxisches Zeugs ihre Angestellten verkaufen. Und ja, wenn eine Riester-Rente und der neueste Immo-SuperClever-Select-Fonds 14 für Vermögensaufbau stehen sollen, dann ist Vermögensaufbau tatsächlich eine trockene, schwierige und – nennen wir es beim Namen – tote Materie, die oft genug selbst die anwidert, die sie verkaufen müssen in der ganzen zombiehaften Sinn- und Wertlosigkeit dieser Produkte.

Folgerichtig können sich nur Menschen mit einer Zombie-Gesinnung mit solchen Produkten identifizieren, Menschen, wie man sie im Hochfrequenzhandel von Banken und auf dem Börsenparkett durchaus treffen kann. Aber im eigentlichen Sinn lebendige Menschen, die noch spüren wollen, was sie tun und die interessiert, welche Folgen ihr Tun nach sich zieht, die haben es schwer damit.

Nähern wir uns einmal diesem „Ich bin Investor, vielleicht nicht hauptberuflich, aber mit Leib und Seele“, wie das denn in der Wirklichkeit aussehen könnte. Wie viel anders klingt zum Beispiel das Wort Wertschöpfung anstatt Festgeld? Wertschöpfungskette anstatt Asset Kollokation? Produktivkapital anstatt Anlagekapital? Gewinnausschüttung anstatt Rückkaufswertbestätigung? Jahreshauptversammlung anstatt Wertstandsmitteilung? Umfrage zur Mitbestimmung anstatt Änderung unserer Geschäftsbedingungen? Gestaltungsrecht anstatt Kleingedrucktes?

Ich habe jetzt mal einen einfachen Vorschlag: Wenn wir uns ein freies, gutes Leben wünschen mit Geld in Fülle, warum investieren wir dann nicht gleich in die Projekte, die uns ein freies, gutes Leben ermöglichen und an deren Wachstum und Erfolg wir teilhaben können? Zum Beispiel in Dinge wie die Produktion gesunder Nahrungsmittel, der Aufbau von Trinkwassernetzen, die Umwandlung einer leerstehenden Fabrik in ein gemütliches und trotzdem stylishes Studentenwohnheim mit Park, Seen und Cafés? In die Verwandlung eines in die Jahre gekommenen Fußballstadions in einen gesellschaftlichen Hotspot mit Kulturzentrum und S-Bahn-Anschluss? In den Aufbau einer Satellitentechnologie für eine weltweit stabile Internetverbindung?

(Wichtiger Einschub: Ich rede hier ausschließlich von bewährten Wertschöpfungsketten und nicht von Firmenbeteiligungen im Sinne von Venture Capital. Denn davon würde ich jedem abraten mit weniger als 5 Millionen € Eigenkapital. Vielleicht mehr dazu in einem extra Podcast.)

Die oben erwähnten Projekte waren jetzt nur Beispiele, und ich muss mich nicht mit jedem Projekt gleich viel identifizieren, aber eins ist klar: Das ist nichts Abstraktes. Das ist unser Leben. Das ist, wofür man sich begeistern kann, je nach Neigung mal mehr, mal weniger, was ja auch davon abhängt, wie sehr man sich damit beschäftigt. Hauptsache, da ist überhaupt etwas Konkretes und Sinnstiftendes, mit dem man sich beschäftigen kann. Dahingehend dürfte die Beschäftigung mit der Konstruktion einer Riester-Rente nur für wenige beglückend sein.

Aber wenn etwas zutiefst Sinnvolles und sprichwörtlich wertvolles dahintersteht, das verständlich und lebensnah ist, dann entsteht Vertrautheit mit der eigenen Investition, damit entsteht Vertrauen in die eigene Investition und zum ersten Mal fühlt man sich wirklich verantwortlich und hat auf die Frage „Wie lege ich mein Geld an“ eine Antwort gefunden. Oder wie es mal Wolfgang Sonnenburg ausgedrückt hat: „Investiere nicht, weil du dir mehr Geld wünschst. Investiere, weil du dir emotionale Erfüllung wünschst.“ Ich sage etwas weniger elegant: Wenn du nur an Geld denkst, wirst du allen möglichen Scheiß anfangen, der nichts mit dir zu tun hat.

Wird das Spotlight Nr. 6 jetzt greifbarer? „Ein lebendiges Portfolio ist nicht etwas, das Du hast. Es ist etwas, das Du bist.“ Jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass er Dinge angefangen hat, die am Ende nicht aufgegangen sind, weil sie nicht zu ihm gepasst und nichts mit seinem Leben zu tun hatten. Das gilt genauso für Investitionen.

Viele treffen für ihren Vermögensaufbau auch schlechte Entscheidungen, weil sie sich schlecht entscheiden können. Was eine Entscheidung nämlich so schwer macht für sie ist die Frage: „Ist es das beste Angebot? Was ist das Beste für mich?“ Jede Entscheidung wird ungleich leichter, wenn man nicht nach dem Besten fragt, sondern danach, was am besten zu einem passt. Um nun aber auch zu wissen, was am besten zu einem passt – ich wiederhole mich absichtlich –, sollte man wissen, wer man ist. In Bezug auf Geldanlagen lautet die also unschätzbar wichtige Frage, die auch deshalb ein großes Kapitel meines Finanzseminars ausfüllt: Wer bin ich als Investor?

Ein guter Berater weiß das nach 10 min Konversation mit dem Investor. Wer keinen klugen Berater an seiner Seite hat, dem mag mein kleiner Investorentest auf www.wohlstandsbildner.de/investorentyp/ hilfreich sein. Im Ergebnis findet man sich mit der eigenen Persönlichkeitsstruktur in 4 entscheidenden Kategorien wieder, die viel über das eigene Risikoprofil aussagen, gegen das man nie verstoßen sollte.

Wer dann weiß, was zu ihm passt, kann sich fragen, welche Wertschöpfungsketten infrage kommen, und da kann mein Säulenkonzept ein Ausgangspunkt sein, das für viele einen ganz neuen Anlagehorizont aufspannen könnte. Und da ist die Auswahl groß, denn die vier Säulen in dieser Anlagestrategie bilden 95 % aller sinnvollen Investitionsmöglichkeiten weltweit ab. Gut gemanagt sind diese auch manchmal krisenfest und richtig lukrativ. Mit den vier Säulen hat man also den Rahmen einer einfachen Strategie, die einem sofort Ordnung und Klarheit gibt und zugleich gibt es eine sagenhafte Vielfalt von Möglichkeiten, um das Portfolio so zu stricken, dass es gut zu einem passt und das Herz erwärmt mit seinen Renditen wie ein handgefertigter Kaschmirmantel den Körper.

Und nun noch eingefügt die Antwort auf die in Coronazeiten passende Frage, wie es einem sinnstiftenden und womöglich sogar identitätsstiftenden, lebendigen Portfolio ergeht in einer absoluten Krisenzeit wie den Corona-Monaten und in der Zeit danach: Verkraften diese Wertschöpfungsketten einen vorübergehenden Stillstand unserer Wirtschaft? Einen Börsencrash? Eine galoppierende Inflation? Einen Währungswechsel?

Ja, natürlich verkraften sie das. Wenngleich so eine Zeit an keinem Investor spurlos vorübergehen dürfte. In meinem Portfolio haben sich einige geplante Prozesse und Fortschritte in Wertschöpfungsketten verzögert, auch eine Ausschüttung wird sich verzögern, was Luxus ist in einer Zeit, die für fast alle keine Gewinne abwirft, weil einfach nichts Gewinne abwerfen kann in einer erfrorenen, unproduktiven Wirtschaft. Aber nichts verliert an Wert, weil nichts an Notwendigkeit verliert.

Im Gegenteil: Diese Krise macht einem Investor bewusst, wie sehr Infrastruktur, Bildungseinrichtungen, Mobilität und gut gefüllte Gemüseregale in Supermärkten gebraucht werden, auch und gerade in Krisenzeiten. Oder um es frei heraus mit Robert Kiyosaki zu sagen: „It is easier to invest during a financial crisis. So don’t waste a good crisis by hiding your head in the sand. The longer the crisis lasts, the richer some people will become.” Es ist einfacher, während einer Finanzkrise zu investieren. Verschwende also eine gute Krise nicht, indem du den Kopf in den Sand steckst. Je länger die Krise andauert, desto reicher werden manche Menschen.“

Im Winter, wie wir ihn jetzt in unserer Wirtschaft erleben, rollt sich so ein Portfolio zusammen wie ein Bär und fährt einfach den Grundumsatz runter. Und bisher folgte noch auf jeden Winter ein Frühling und Sommer, und da baut der Bär wieder seine Fettreserven auf, bringt Junge zur Welt und wenn der nächste Winter kommt, dann macht es sich der Bär mit seinen Jungen wieder in seiner Höhle gemütlich, schnauft zufrieden durch und schaut den Schneeflocken zu, als wären es die Aktien und Wertpapiere der Welt, die ein scharfer Corona-Wind verblasen hat. O. k., das war jetzt etwas gemein, aber ich meine es liebevoll, schließlich war ich 6 Jahre leidenschaftlicher Börsianer und kann dieser Zeit viel Gutes abgewinnen.

Und das war auch die Antwort auf die Frage, die mir ganz zu Beginn dieser Podcast-Reihe wurde: „Andreas, wie geht es Dir im Moment mit den Sachen, die Du hast?“ Denen geht es richtig gut. Und es geht nicht nur mir gut. Das, was ich mache, machen ja schon einige.

So, mit diesen hoffnungsvollen Aussichten in einem hoffnungslosen Finanzsystem wie dem unsrigen ist das Wichtigste gesagt. Die ganz akute Phase der Coronakrise, die mich zu dieser Podcastreihe inspiriert hat, ist hoffentlich vorbei. Die Krise wird vorbeigehen, aber ihre Maßnahmen und Folgen werden uns noch lange, lange beschäftigen.

Allen, die bis jetzt durchgehalten haben, durch die Coronakrise und durch diese insgesamt 9 Teile der Podcastreihe, all denen wünsche ich, dass sie jede weitere Krisensituation gut und entspannt durchhalten können. Macht es wie die Bären und richtet Euch so ein, dass in keinem Winter die Nasen einfrieren, damit sie im darauffolgenden Sommer wieder am blumigen Duft reizvoller Gelegenheiten schnuppern können.

Investiert nicht nur in die Bildung einer stabilen Gesundheit und in stabile Freundschaften, sondern auch ständig in Eure finanzielle Bildung, denn Banken helfen einem nicht in Krisenzeiten und die Mittel des Staats sind begrenzter denn je. Es lohnt sich nicht nur finanziell; es lohnt sich für jede Ebene des Lebens.

Von ganzem Investorenherzen wünsche ich viel Erfolg dabei.

 

[ Alle Wohlstandsbildner-Podcasts in der Übersicht ]