Was ist besser: Zeit oder Geld?

Das Wohlstandsbildner-Blitzlicht für gelingenden Vermögensaufbau und überhaupt ein gutes Leben

Blitzlicht 18 – Was ist besser: Zeit oder Geld?

Warum sollte ein Emittent am Anfang einer Emission Aktien zum halben Preis anbieten? Und warum sollten Anleger später den vollen bezahlen? Beide haben einen Nutzen, jeder auf seine Weise.

 

Warum eine Emission beides braucht.

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Vor 6 Wochen erschien das Blitzlicht Nummer 12 mit dem Titel „Eine Investition so wichtig wie die Luft zum Atmen“. Dort habe ich etwas angekündigt: nämlich eine Emission. Was wurde emissioniert?

Bevor ich die Frage beantworte, will ich klarstellen: es heißt wirklich „emissioniert“ und nicht „missioniert“. Nichts Schlimmeres, als wenn jemand in etwas investiert, weil er zuvor einem Finanzmissionar begegnet ist und am Ende dessen Überzeugungskunst erlegen ist. Sowas endet meistens übel, denn nur zweifelhafte Investitionen brauchen Missionare, also geschulte Verkäufer, sonst würde womöglich so manche vorbörsliche Aktie und Ähnliches schnell als Betrug oder zumindest als Geldvernichtungschance auffliegen. Eine Emission hingegen ist nichts Anderes als die Veröffentlichung eines Investitionsangebots; und dann sollte es am Investor selbst liegen an alle nötigen Informationen heranzukommen, um die Eignung des Investments für sein Portfolio prüfen zu können.

Ich finde es immer verdächtig, wenn die Informationen dem Investor übergestülpt werden, am besten in Form eines Anrufs des Bankberaters, nachdem der Bank-Computer kundgetan hat, dass auf dem Konto des Kunden eine größere Summe schamlos unnütz herumliegt, wo doch die Bank so viel Besseres damit anstellen könnte. Ja, ihrem Support kürzen Banken gern die Mitarbeiter, um sie ins Callcenter der Verkaufsabteilung zu versetzen! Denn je mehr Anrufe nach draußen gehen, desto höher die Verkaufsquote. Und diese Anrufe werden grundsätzlich von Menschen für Menschen gemacht: da wird in wenigen Worten Vertrauen suggeriert, Interesse geheuchelt, mit Worthülsen manipuliert, ein Feuerwerk an Verkaufstechniken gezündet. Um die Sache selbst geht es da weniger. Es soll sich halt insgesamt irgendwie gut anhören, und die Wortwendungen „Vorteil“, „nur jetzt“, „einmalige Gelegenheit und Chance“, „dabei sein“, „attraktive Rendite“, „zum vergünstigten Preis“ – diese magic words dürfen nicht fehlen. Der Film „Wolf of Wallstreet“ deutet das grandios an. Und es fallen tatsächlich in der Wirklichkeit genauso viele Leute drauf rein wie in dem Film.

Ich mache das daher bewusst anders und mache es mir im verkaufstechnischen Sinn damit am Anfang gewiss schwerer, weil alles länger dauert, aber dafür Hand und Fuß hat. Wenn ich also Emissionen begleite, dann läuft das normalerweise so:

1. Zuerst werden nur die bestehenden Mandanten, also Wohlstandsbildner, darüber informiert, dass es eine neue Beteiligungsmöglichkeit gibt. Denn die sind im Thema drin und oft sogar sehr erfahren als Investoren.

2. Diese WB werden dann eingeladen zu einem Webinar, das ich organisiere, oft zusammen mit dem Emittenten persönlich. So ein Webinar geht dann meistens eineinhalb Stunden und klärt im Detail Geschäftszweck, Gesellschaftervertrag, Chancen, Risiken und Organisatorisches und es gibt Raum für Fragen – und die Antworten gibt es direkt von der Quelle. Und die Quelle muss sich an ihren Worten messen lassen, denn alles wird aufgezeichnet und archiviert.

Da stecken gleich zwei Hürden drin, über die ein Investor springen muss, wenn er mitmachen will – und verkäuferisch gesehen ist ja jede einzelne Hürde ein Unding:

Zum einen muss er sich Zeit nehmen für eine Informationsveranstaltung. Oder er muss sich Zeit für die Aufzeichnung nehmen. Es ist eine freiwillige Investition von Zeit und damit ein weit größerer Aufwand, als den Bankberater nur eine telefonische Order von irgendwelchen Sachen geben zu müssen, oft nur, um ihn loszuwerden.
Und zum anderen wird in diesem Webinar auch trockene Materie besprochen, das sog. Kleingedruckte, das alte Investorenhasen längst kennen, auf das aber immer aufs Neue hingewiesen werden muss. Sowas wie Risiken, Gesellschaftskonstruktion, Gesellschafterverhältnisse, Fristen und Bürokratie – das alles ist überhaupt nicht spannend und verkaufsfördernd, aber es gehört einfach zur Aufklärung eines Investoren dazu – eine Aufklärung, die in rein schriftlicher Form doch nur die wenigsten richtig lesen würden.

3. Wer diese beiden Hürden genommen hat, ist dann aufgefordert, die vorhandenen Dokumente, Verträge und Prospekte zu lesen, um sich ein Bild zu machen und Fragen zu stellen, wenn sich welche dabei ergeben. Dafür bekommt er meistens eine Bedenkzeit von ca. 7 Tagen oder so lange er will und solange es Anteile gibt. Also nix übereiltes Ja-Sagen, weil man was verpassen könnte, sondern bewusstes Entscheiden und mehrere Nächte, um drüber zu schlafen. Das totale Gegenteil von künstlicher Verknappung und von Akquise-Anrufen oder Haustürgeschäften.

Und 4. schließlich: Wenn das für Wohlstandsbildner vorgesehene Kontingent ausgeschöpft sein sollte und es gibt weiteren Kapitalbedarf, dann erst wende ich mich mit einem Informationsvideo auch mal an die Öffentlichkeit, die ich nicht oder noch nicht kenne. So ein Video geht meistens 30-60 min, das eine weitere zeitliche Investition von Interessenten darstellt, denn danach wartet ja noch zusätzlich die Aufzeichnung des Webinars.

Wer diese Hürden nimmt und am Ende mit dabei ist, der weiß einfach, was er tut, und das ist meistens für alle entspannter. Das ist dann auch meistens nicht die Gewinnung von Laufkundschaft, die man immer aufs Neue motivieren, überzeugen oder missionieren muss, sondern da wächst oft ein Vertrauensverhältnis. Anhauen, Umhauen, Abhauen, das ist die Erfolgsformel für Drückerkolonnen mit Verkaufsraffinesse. Aber Einladen, Informieren und gemeinsam noch viele weitere Sachen gestalten, so sieht eher mein Ideal aus. Und das mache ich nicht, weil ich ein so geduldiger Gutmensch bin, sondern, weil ich ja auch dafür einstehen muss, was ich da vorstelle. So gut ich auch alles im Vorfeld prüfe –  ich kann für nichts garantieren, nur bestmöglich die Plausibilität herausarbeiten; und wenn es mal zum Misserfolg kommen sollte, dann stehe ich schön blöd im Kreuzfeuer, wenn es heißt, der Ogger hat beschönigt und zur Eile gedrängt. Vollumfängliche Aufklärung im Voraus ist auch ein Selbstschutz, und in diesem Sinne sind letztlich alle besser geschützt, weil alle maximal aufgeklärt sind.

Nun aber endlich die Antwort auf die Frage, was denn im Blitzlicht 12 angekündigt wurde und wie sich das bis heute entwickelt hat: Es ging um die größte Emission einer Aktiengesellschaft, die ich als Wohlstandsbildner bisher begleitet habe mit einem maximalen Volumen von 100 Mio. Dollar im sog. Streubesitz, von denen ich ein Kontingent von 30 Mio. Dollar für Wohlstandsbildner abzwacken durfte. Die Idee, um die es ging, die muss so plausibel und spannend gewesen sein, dass über 5 Mio. Dollar in weniger als 10 Tagen gezeichnet wurden. Dabei war sicher förderlich, dass es sich dabei ausschließlich um Wohlstandsbildner handelte.

Und diese 5 Mio. Dollar reichen nun schon, um zu starten mit der Planung und dem Erwerb einer vollautomatisierten Abfüllanlage von Wasser – einem Wasser, das in tatsächlich unerschöpflicher Form zur Gewinnung und zum weltweiten Vertrieb bereitsteht. Wir reden immerhin von 500.000 Litern alle 8 Stunden. Und es ist ein Wasser, das von Natur aus durch Basaltgestein gefiltert wird und so auf einen pH-Wert von über 9 kommt, also hochbasisch ist. Das ist für eine weltweit übersäuerte Zivilisation sicher nicht von Nachteil, sofern nicht gleich 5 Liter auf einmal davon getrunken werden und schmecken tut es obendrein auch sehr gut, nämlich ganz leicht süßlich.

Natürlich sind bis heute weit mehr als 5 Mio. drinnen; dieses Geld kann jetzt ins Marketing gesteckt werden, wozu auch die Ausweitung der ersten bestehenden Vertriebskanäle gehört. Die Wertschöpfungskette „Wasser“ nimmt also viel früher Fahrt auf, als das ursprünglich geplant war. Wir haben ganz konkret Zeit gewonnen, die wir nun nutzen, um den Abstand von der ersten Investition bis zum ersten Ertrag zu verkürzen.

Und damit sind wir beim Thema des heutigen Blitzlichts, denn immer mal wieder stand die Frage im Raum, warum wir nach amerikanischem Vorbild drei Finanzierungsrunden anbieten, in denen aber unterschiedlich viel pro Aktie bezahlt werden muss. Dabei hat die Aktie einen festgelegten Ausgabepreis, so, wie er in der letzten dritten Runde zum Tragen kommt. Aber in den vorherigen beiden Runden gibt es die Aktie günstiger. Warum gehen wir so vor und warum sollte dann noch jemand den vollen Preis bezahlen, wenn die 3. Runde eröffnet wird? Ganz einfach:

Wer in der dritten Runde einsteigt, zahlt zwar den vollen Aktienpreis, aber die Wertschöpfungskette ist zu diesem Zeitpunkt auch voll, also am meisten vorangeschritten: die Abfüllanlage ist nicht nur zu sehen, sondern auch in Betrieb, erwirtschaftet vielleicht schon Gewinne – und im besten Fall investiert man in etwas, das einem schon im nächsten Jahr eine Gewinnbeteiligung beschert in Form von Dividenden. Und die ist börsenunabhängig und sie kann durchaus gut zweistellig sein – das darf zwar nicht garantiert werden, ist aber durchaus möglich, wenn man sich die Ertragsprognose und die Margen bei Wasser allgemein anschaut.

Wer dagegen früher investiert, finanziert den Aufbau der Wertschöpfungskette an sich. Das ist riskanter, weil man einfach nie wissen kann, wann was wie dann wirklich zustande kommt; und für dieses Risiko gibt es eben einen gewissen Rabatt. Und weil ich persönlich das Risiko für machbar halte, nenne ich es nicht Risikoabschlag, weil es das einfach nicht für mich ist, sondern einen Frühzeichnerrabatt. Es ist die frühe Bereitschaft zu investieren, die für alle den Unterschied macht:

Denn es ist ein einfaches Gesetz in der Welt des Produktivkapitals: Je früher du dein Geld in eine Wertschöpfungskette integrieren kannst, desto höher ist die produktive Kraft, die dein Geld ausübt; und deshalb bekommst du dafür auch eine höhere Rendite, weil ein günstigerer Aktienpreis ein besseres Kurs-Gewinn-Verhältnis ergibt.
Wer aber später dazustößt, hat auch etwas gewonnen – nämlich eine viel höhere Gewissheit, dass er auch Erträge für sein Geld bekommt. Und dieses Mehr an Gewissheit kostet eben; alles andere wäre den mutigeren Kapitalgebern zu Beginn des Projekts nicht zu vermitteln. Sich in ein gemachtes, schon angewärmtes Bett legen zu können ist eine Art von Luxus, den die, die am Anfang zelten mussten, nicht hatten. Luxus und Sicherheit haben halt immer ihren Preis.
Das war die Begründung für die drei Finanzierungsrunden aus Investorensicht.

Aus Emittentensicht ist die Begründung eine ganz ähnliche, aber mit anderen Schwerpunkten. Der Emittent muss sich bei seinem Angebot immer entscheiden zwischen Zeitgewinn oder Geldgewinn:

Zeit gewinnt er ohne Zweifel, wenn er seine Anteile zu Beginn möglichst günstig anbietet; denn dann ist die finanzielle Einstiegshürde für den Investor nicht so hoch bzw. die Gewinnaussicht für den Investor ist unschlagbar gut. Also werden mutmaßlich mehr Investoren in kürzerer Zeit Geld zusammenbringen – so, wie es jetzt mit dem Wasserinvestment und seinen ersten 5 Mio. Dollar aufgegangen ist.

Würde der Emittent von vorneherein für seine Anteile das Maximum an Geld herausholen wollen, dann kann sich so eine Emission über Jahre hinziehen und es dauert zu lange, bis konkrete Meilensteine vermeldet werden können.

Der ideale Kompromiss für einen Emittenten ist der Weg mit den drei Runden: Zu Beginn gehen viele Anteile raus und im Verhältnis dazu kommt wenig Geld rein. Aber das kommt schnell. Damit kann flott der Weg zum Projektbau gepflastert werden. In der zweiten Runde sind schon viele Schritte in Richtung Projektverwirklichung gegangen und vielleicht kann man schon was sehen; aber jetzt braucht es Geld für die Betriebskosten und für das Marketing, Verwaltung, Ausbau der Kapazitäten, solche Sachen. Wer das finanziert, kriegt sogar noch einen spürbaren Nachlass und liegt jetzt preislich genau in der Mitte zwischen Runde 1 und 3, doch dem Emittenten bleibt schon mehr Eigenkapital pro Anteil, den er abgibt. Und zum Schluss, wenn alles läuft und die ersten Erträge fließen, dann kommt noch immer Geld aus Aktienverkäufen rein, aber dafür gibt es dann am wenigsten Anteile und der Emittent macht in dieser Phase seinen besten Schnitt.

Dieses Geld ist dann meistens gar nicht mehr für das ursprüngliche Investment nötig, die Wertschöpfungskette ist ja ausfinanziert und trägt sich selbst. Aktive, ideenreiche Emittenten nehmen dieses Geld dann oft, um schon die nächsten Projekte zu planen, was bekannterweise wieder Geld kostet. Und so geht das – nennen wir es mal – Beteiligungsspiel von Neuem los. Und ganz ideal im Wohlstandsbildner-Sinn wäre es, wenn die Frühfinanzierer, sagen wir von Projekt 1, die Anteile vom späteren Projekt 2 mit den ersten Erträgen aus Projekt 1 kaufen könnten. Das ist dann ein Win-Win-Win:

Der Emittent hat bewiesen, dass er Rendite liefert. Der Investor hat gesehen, dass sich sein Risiko auszahlt. Beide kommen für Folgeprojekte schnell und unkompliziert wieder zusammen. Der Emittent glänzt mit der nächsten Wertschöpfungskette, der Investor baut Vermögen und ein breites, stabiles Portfolio auf. Das spricht sich wieder herum, die Wohlstandsbildner werden zahlreicher und wissen immer schneller, worum es geht, dass ein Andreas Ogger kaum mehr den Mund aufmachen muss und seine Co-Investoren wissen Bescheid.

Zugegeben, da sind wir noch nicht ganz. Beim Club Deal im Februar aus Säule 1 und 2 haben wir es aber genau so schon erlebt: Investieren, mit Gewinn wieder aussteigen, der direkt wieder in den nächsten Club Deal untergebracht werden kann.

Das ist Genuss-Investieren. Oder Vermögensaufbau mit dem besonderen Kick Leichtigkeit. Das ist einfach gut und macht Spaß für ein Leben in Fülle.

Euer Andreas

 

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