Neujahrs-Podcast 2020

Neujahrs-Podcast für Wohlstandsbildner

Liebe Wohlstandsbildner,

zum Jahreswechsel passen Rückblicke, Erkenntnisse durch Erfahrungen und Ausblicke. All das packt Andreas in einen Podcast, den du dir hier anhören, herunterladen und lesen kannst:

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Das Hörstück hat eine Länge von etwas über 60 Minuten und bietet sich daher für eine längere Auto- und Zugfahrt an. Wir haben das Gesprochene auch in Text umgewandelt, falls sich jemand lieber durch 13 Seiten Text hindurchlesen möchte.

Themen daraus sind:

  • Wenn du nicht nach innen schaust, gehst du leer aus: Wo wahrer Reichtum zu finden ist
  • Wie Whatsapp in einer der Stille gewidmeten Zeit das Innere nach außen kehrt und was wir von der Fliegerei für die Wohlstandsbildner-Kommunikation lernen können
  • Der gläserne Anleger mit akustischer Durchleuchtung: Neue Pflichten in der Anlageberatung 2020
  • Vier Klassiker, warum Wohnimmobilien nicht immer Freude machen
  • Wohlstandsbildung geht ins Ausland!
  • Neue Gelegenheiten für Investoren – eine spannender als die andere.
  • 2020 und Folgejahre zeigen mehr denn je: Wer nicht investiert, verliert.
  • Wie ein Theologe und Menschenfreund zu einem Investoren-Manifest inspiriert

Viel Freude beim Anhören und Vorfreude auf alles Kommende in der Wohlstandsbildner-Welt

PS: Im Podcast erwähnte Links:

https://www.wohlstandsbildner.de/manifest/

Der Podcast zum Nachlasen

Der Wohlstandsbildner-Podcast mit Andreas Ogger, servus und hallo. Heute im Januar 2020 mit verschiedensten Themen rund um Wohlstandsbildung, die Finanzwelt und um das Leben allgemein, wie es uns alle angeht.

Die Inhalte für so einen Podcast sammle ich das ganze Jahr über. Meistens kommen da ein paar zusammen und dann dauert der Podcast auch länger…  Mit Monster-Podcasts wie diesem, die länger sind als 45 Minuten, halte ich es immer gleich: Ab auf einen USB-Stick, der wird dann ans Auto angeschlossen und bleibt dort so lange drin, bis ich durch bin mit jeder Minute Autofahrt.
Oder ihr macht es wie eine Bekannte, die mir ein besonderes Kompliment gemacht hat. Sie schreibt, und das ist jetzt kein Slapstick: „Lieber Andreas, ich lasse Deine Videos total gerne laufen, und ganz laut. Vom Inhalt kriege ich trotzdem nicht so viel mit, aber nervige Hausarbeit geht mit dem Klang deiner Stimme irgendwie leichter von der Hand. Vielen Dank dafür!“ Da sage ich nur: Gern geschehen und ich freue mich, wozu so ein Wohlstandsbildner alles nützlich sein kann.

Am 15. Januar war ich im Fitnessstudio, weil dort ein besonderes Gerät steht, das mich im Winter gut für meine Hobbys wie Wandern und Skiken durchbringt: Das sieht aus wie eine Rolltreppe und simuliert Treppensteigen, und im Verlauf von 30 Minuten legt man da gut 3000 Treppenstufen zurück, ich steige also zwei Mal aufs Empire State Building und das stärkt mir genau die Muskeln, die ich im Sommer brauche. Außerdem mag ich den einlullenden Trott, den recht hohen Puls und dieses stille Vor-sich-Hinschwitzen, denn dann wird der Geist ganz ruhig und offen für Ideen. Für Ideen, von denen ich ja glaube, dass wir sie nicht wirklich selbst erzeugen, sondern an irgendwelchen Wissensknotenpunkten des Quantenfeldes anzapfen. Wie auch immer:

Nach schon 30 Minuten Treppensteigen kam mir so eine Idee, nach der ich sofort unterbrechen musste, um alles aufzuschreiben. Mir ist nämlich noch die WhatsApp-Nachricht von jemandem aus dem Kreis der Wohlstandsbildner im Kopf nachgegangen. Der hat mir in der Nachricht die Rolle, das Etikett, die Bezeichnung, das Berufsbild – wie immer man das definieren will – eines Anlageberaters zugeschrieben. Ich habe gar nicht lange darüber nachdenken können, ob das jetzt ironisch, sarkastisch, kokettierend oder am Ende sogar sachlich gemeint war, denn der Begriff „Anlageberater“ hat mir laut eine Frage gestellt – die vielleicht alles entscheidende Frage aller Fragen im Leben überhaupt, solange man lebt, nämlich: Wer bin ich? Who I am? Chi sono? Qui je suis?

Wir alle beantworten diese Frage ja ständig, in jedem Moment unseres Lebens, nur meistens unbewusst. Überlegt mal: Ist nicht jeder Gedanke, jedes gesprochene Wort und jede Handlung, die wir in jeder Minute vornehmen, nicht Ausdruck und eine Demonstration unseres Lebens? Das hat mich inspiriert über die Frage nachzudenken: „Andreas, wer bist du in Bezug auf Geld und wie wichtig ist dir das?“ Meine Antwort heute, die ich auch gleich auf die Manifest-Seite der WB-Seite gestellt habe, lautet:

„Geld ist eine mächtige, alles durchdringende Kraft in unserer Welt, mit der wir demonstrieren, wer wir sind und wer wir sein wollen. Mit ihr können wir unser aller Leben in ein Paradies verwandeln oder in eine Hölle – wobei in der Hölle die am unglücklichsten wären, die meinen von ihr zu profitieren.“

Reden wir über eine andere Erkenntnis, die das Leben in ein Paradies verwandeln kann. In einem der Bücher von Neal Donald Walsch, einem Bestseller-Autor aus Amerika, steht der so einfache wie folgenreiche Satz: „Wenn Du nicht nach innen schaust, gehst Du leer aus.“ Das gibt einem Wohlstandsbildner, der ja ein Botschafter der Fülle sein will, schon zu denken.

Hinter diesem Zitat steht die simple Erkenntnis, dass alles, was wir in uns selbst, also in unserem Geist oder in noch tieferen Ebenen erleben können, viel bunter ist, umfassender, vielschichtiger, kreativer und schöpferischer – im Grunde also viel reicher und spannender ist als das, was wir im Außen mit unseren Sinnen und unserem Verstand wahrnehmen können. Einzige Voraussetzung, um diese schillernden Innenwelten erleben zu können, sind zwei Dinge: 1. Ruhe und Stille für die Sinne, vor allem für Augen und Ohren und 2. Geduld.

Ich bin ja jemand, der das Leben mit all seinen Möglichkeiten begrüßt und nützen will und eine spannendere Zeit, als jetzt auf der Welt zu sein und sich mit ihrer Fülle an Wahlmöglichkeiten auseinandersetzten müssen, die gab‘s so noch nie – und jeden Tag wachsen die Kontraste und damit die Optionen für persönliche Interessen und für das persönliche Wachstum. Auf der anderen Seite aber war unser aller Leben noch nie so laut, grell, flüchtig, schnelllebig und oft oberflächlich. Als Hauptverursacher sehe ich hier das Internet und das Handy mit solchen psychologisch raffiniert-verführerischen Sachen wie YouTube, Streaming-Diensten, die ganze Social Media-Ecke und auch WhatsApp.

Ihr kennt diese ganze Problematik und wir lesen auch oft genug darüber in den Medien, sodass schon ein Begriff wie digital detox bald so geläufig ist wie das Wort Butterbrot. Ich rede jetzt darüber, weil ich diesbezüglich einige Dinge neu organisieren will.

Aber zuerst noch zur zweiten Voraussetzung, um überhaupt etwas im Innen zu sehen, wenn der moderne Mensch noch dazu in der Lage ist, einmal nur hinzusitzen, still zu werden und scheinbar gar nichts zu tun – denn kaum etwas tut der Mensch so gerne wie dass er etwas tut, ihr erinnert Euch ans Finanzseminar mit diesem Tun, um etwas zu haben, was uns in der heutigen Zeit das Sein so dermaßen vernebelt.
Und wir reden dort darüber, dass es womöglich viel einfacher, schneller und effektiver ist, andersherum, aus dem Sein heraus Dinge zu erschaffen wie Vermögensaufbau und alles andere, was im Leben wichtig ist; dann erschafft der Geist die Materie oder, wie ich es nenne, laden wir die Dinge per Schöpfungsmatrix aus dem Quantenfeld herunter anstatt sofort ins Tun zu verfallen als Weg, quasi mit der Schaufel, Spitzhacke und mit dem Bagger den Weg einzuschlagen, dass Materie Materie erschafft, wie es Dr. Joe Dispenza nennt, was im Vergleich so unfassbar mühsamer und oft genug auch erfolgloser ist als der Download aus dem Quantenfeld.

Vereinigungen, die sich dieses alte Wissen strategisch in jeder Hinsicht nutzbar machen, werden „Geheimgesellschaften“ genannt, wie zum Beispiel die Freimaurer, woran wir sehen: Das Leben war schon vor ein paar hundert Jahren so auf das Außen getrimmt, dass gestern wie heute eigentlich Selbstverständliches als geheim betrachtet wird und Kassenschlager im Buchhandel „The Secret“ heißen können. Also: Allein schon sich mit den Sinnen vom Außen zurückzuziehen, und wenn nur für 20 Minuten eines ganzen Tages, um einmal das Teleskop unserer Wahrnehmung nach innen ausrichten zu können – allein an dieser eigentlich einfachen Voraussetzung scheitern schon die meisten. Aber dann kommt ja noch die viel schwierigere, und für mich persönlich ist das die weit größere Hürde: Geduld.

Das meint, dass der Weg nach innen in die tiefen Schichten unseres Bewusstseins und Unterbewusstseins und womöglich Überbewusstseins – dass dieser Weg kein Ritt durch die Zirkusmanege ist und nicht ständig mit Belohnungen, also Dopamin-Ausschüttungen, aufwartet wie beim Daddeln am Handy. Nein, wer nach innen schaut, geht am Anfang garantiert erst mal leer aus im sinnlichen Sinn, weil da scheinbar lange Zeit gar nichts passiert, wenn ich da einfach nur sitze, atme und versuche, den Affenzirkus der Gedanken etwas zu beruhigen. Je nachdem, wie weit jemand von seinem Inneren entfernt ist, dauert es halt unterschiedlich lange, sich abzuseilen vom grellen Tageslicht des Alltagsbewusstseins, was sich im Elektroenzephalogramm als Beta-Wellen zeigt, hinunter durch die Schichten der Dämmerung in Form von Alpha-Gehirnwellen, hinein ins überwältigende Innere von Delta und Theta-Wellen.

Die wahren Abenteuer, die ganz großen Sachen, die mächtigste Schöpferkraft überhaupt, da sind sich alle Weisheitslehren der Menschheit bis hinein in die moderne Quantenphysik einig: Die erobern wir in Delta und Theta. Und dort wartet eine Fülle, ein Reichtum, was denen, die daran geschnuppert haben, die Verlockungen der digitalen Welt ziemlich kindlich und oberflächlich erscheinen lässt.
Und doch: Ich finde diese Verlockungen auch großartig, sind sie doch nur eine andere Form von Reichtum. Wenn dann noch der gemäßigte Reichtum einer zweiten Stufe der wirtschaftlichen Absicherung dazu kommt, kann man meiner Erfahrung nach ruhiger die Außenwelt hinter sich lassen auf dem Weg nach innen.

Denn wenn es Strategien gibt, um Menschen davon abzuhalten ihre Schöpferkräfte zu entdecken, dann sind es zwei Wege: Halte sie 1. finanziell so klein, dass sie immer im Hamsterrad der Arbeit stecken und nicht zum Nachdenken kommen, wer sie eigentlich wirklich sind, und überlasse ihnen 2. trotzdem gerade so viel Geld, dass sie sich den Zugang zum Internet und ein Handy leisten können. Und du hast den perfekten Sklaven, der gar nicht weiß, wer er ist, weil er ständig mit Tun beschäftigt ist, um irgendwelchen Sachen hinterher zu jagen, die er haben will.

Ich erzähle Euch das alles, weil es drei praktische Hintergründe hat:

  1. Wenn ihr diesen Podcast hört, bin ich nämlich mit genau dem beschäftigt, wovon ich hier erzähle: Stille im Kopf herzustellen! Und dazu verlasse ich auch den Kontinent und bin weder per Handy noch per E-Mail erreichbar bis in den Februar hinein. Wenn es dringende Wohlstandsbildner-Angelegenheiten gibt, dann wendet Euch an Patrick unter der service@wohlstandsbildner.de, denn der ist exakt dann wieder im Lande, wenn ich es verlasse.
  2. Punkt 2 zu formulieren fällt mir nicht leicht. Es geht um diese eine Zeit im Jahr, die uns allen eigentlich von vornherein einen Rahmen geben sollte für das oben erwähnte Ziel – der es uns ermöglicht, leicht, ohne Stress, zurückzutreten vom Alltag, um genau das werden zu können, von dem ich jetzt die ganze Zeit gesprochen habe: Nämlich still. Und das sollte doch eigentlich die Weihnachtszeit sein mit diesen magischen Raunächten danach bis zum 6. Januar. Doch ich beobachte von Jahr zu Jahr mehr in meinem Leben eine andere Tendenz: Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel danach – die sind das Gegenteil von Stille. Nun kann ich mich über einen Mangel an E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten übers ganze Jahr ohnehin nicht beklagen, aber zu genau diesen Zeiten hat mich deren Fülle dann doch überfordert.
    Und ihr, die Wohlstandsbildner, mit denen ich seit Monaten und teils vielen Jahren so gern und intensiv zusammenarbeite, ihr seid mitverantwortlich dafür, ganz und gar unbeabsichtigt:
    Auf der einen Seite freue ich mich so darüber, dass ich mit vielen Wohlstandsbildnern einen Kontakt pflege, der über das rein Wohlstandsbildnerische hinausgeht und die denken an mich und schicken mir wunderbare, wertschätzende Grüße zu Weihnachten und zum neuen Jahr, und klar ist da WhatsApp ein praktischer Weg. Ich will dabei jedem Gruß gerecht werden und nicht nur signalisieren, dass ich ihn wahrgenommen habe, sondern will auch etwas zurückschreiben, was über die üblichen Plattitüden hinausgeht; und da habe ich dann feststellen müssen bis einige Tage nach Neujahr: Wenn Weihnachts- und Neujahrsgrüße Beantworten Arbeit ist, dann habe ich zwischen den Jahren so viel gearbeitet wie das ganze Jahr nicht.Und jetzt frage ich mich: Wie kann ich das reduzieren, ohne die Wertschätzung zurückzuweisen? Ich glaube, mein Konflikt ist gar kein so besonderer, Euch wird es in Eurem Umfeld sicher ähnlich gehen. Ich habe mir jedenfalls eine ganz einfache Lösung ausgedacht und erlaube mir zu Erklärung einen etwas ausführlicheren Schwenk zur Fliegerei, weil ich es einfach zu faszinierend finde:Die Fliegerei der heutigen Zeit ist auch deshalb so sicher geworden, weil jeder einzelne Flugunfall, egal, wie groß oder klein die Maschine ist – analysiert wird; jeder Flugunfall wird von einer eigens dafür eingerichteten Behörde, nämlich der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU auseinandergenommen. Und großartig finde ich dabei, dass diese Behörde ausdrücklich nicht anklagt, nein, sie ist nur dazu da ganz sachlich die Ursachen, die zum Unfall geführt haben könnten, aufzulisten mit sofortigen Vorschlägen und Maßnahmen an die Flugzeughersteller und Piloten auf der ganzen Welt, damit dieser Unfall nicht noch einmal passiert. Wenn es sich zum Beispiel um ein Materialschaden gehandelt hat, bekommen die Hersteller der Flugzeuge sofort Nachricht mit Anweisung, das Material zu verbessern, ansonsten wird ihnen die sog. Airworthiness Certification, die Lufttüchtigkeitsgenehmigung, verwehrt.Ein Großteil der Unfälle hat aber nicht das Material, sondern menschliches Versagen als Ursache, und bei menschlichem Versagen wiederum spielt mangelnde Kommunikation die alles entscheidende Rolle. Deshalb ist genauso wie das Material der Flugzeuge auch der Flugfunk, die Kommunikation zwischen den Piloten und zwischen Piloten und Lotsen, extrem auf Effizienz und Effektivität getrimmt – den Unterschied zwischen beidem kennen nicht nur Finanzseminar-Absolventen.
    Die angestrebte Effizienz der Kommunikation in der Luftfahrt will ich jetzt auf keinen Fall auf unseren weihnachtlichen oder auch sonstigen Austausch anwenden, denn sonst unterhalten wir uns in vorgefertigten Sprechgruppen, und das wäre eine entsetzliche Verstümmelung und Verödung unserer schönen deutschen Sprache. Nein, was ich gerne übernehmen will, ist die Effektivität, die sich im Flugfunk meistens in einem einzigen Wörtchen zeigt, das in der Kommunikation sofort klarmacht, um was es geht bzw. was gewünscht wird.

Eines dieser Wörtchen ist zum Beispiel „Request“. Wenn ich im Flugzeug dem Lotsen also gesagt habe, wer ich bin, wo ich bin und wie hoch ich fliege und ich habe jetzt einen Wunsch, dann kommt zum Beispiel „request crossing CTR“, wenn ich einen geschützten Luftraum durchfliegen will oder „request Weather Conditions“, wenn ich Wetterinformation brauche oder, sollte ich auf einem Flughafen starten wollen „request taxi“, wenn ich irgendwo hin rollen will, z. b. zur Startbahn.

Der Lotse am anderen Ende weiß dann sofort, worauf er eingehen muss bzw. dass er überhaupt auf etwas eingehen muss und gibt mir die Information in aller Kürze. Und genau dieses Prinzip möchte ich gerne übernehmen auch für unsere Alltagskommunikation, nur mal versuchsweise, und spätestens nach Weihnachten 2020 können wir dann austauschen, ob es funktioniert hat.

Die Abmachung ist also: Wenn ich in einer Nachricht nicht ausdrücklich um eine Antwort bitte, weil sie in Bezug auf eine bestimmte Anfrage erforderlich ist, dann erwarte ich keine Antwort. Schreibe ich keine Frage in die Nachricht als eindeutiges Request-Signal, sondern ich informiere nur über etwas oder wünsche eben nur schöne Weihnachten, dann gehe ich einfach wohlwollend davon aus, dass der andere meine Nachricht schon wahrnehmen wird – die zwei Häkchen bei WhatsApp zeigen es ja an, und E-Mails kommen auch meistens an.
Andersherum genauso: Wenn mir ein Wohlstandsbildner eine Nachricht schreibt und er formuliert nicht ausdrücklich ein Request als Frage, dann gehe ich davon aus, dass er keine Antwort erwartet. Und bitte, niemand muss schreiben, dass er jetzt keine Antwort erwartet.
Und jetzt kommt das Wesentliche: Wenn dann auch keine Antwort von mir kommt, heißt es nicht, dass mir die Nachricht durch die Lappen gegangen ist oder nichts bedeutet, sondern es heißt gerade an Weihnachten, dass ich mich sehr gefreut hab und dass ich sehr wertschätzend zurückdenke, zurückfühle und zurückwünsche. Es ist vielleicht nur eine Überforderung zurückzuschreiben.

 

Und ich hoffe, es wird dann wieder etwas stiller, und Stille heißt für mich nicht Nicht-Kommunizieren. Wenn ich nach innen schaue und dort erlebe, auf welcher viel tieferen als der sprachlichen Ebene wir eigentlich kommunizieren, dann schafft Stille für mich den Raum, um genau diese Kommunikation zu genießen – eine Kommunikation, die jedes Molekül in höchste Schwingung, also höchste Frequenz versetzt und einen viel intensiveren Austausch ermöglicht als mit Worten.

  1. Beim dritten Punkt, jetzt ein rein organisatorischer, geht es letztlich auch um mehr Ruhe. Er soll die Arbeitslast von Patrick und mir reduzieren – und Euch Zeit sparen.
    Es geht darum, dass Patrick und ich viele Anfragen von Wohlstandsbildnern bekommen, die bei uns an der falschen Adresse sind, weil wir die Antwort gar nicht wissen können. Dann ist es doch eigentlich verschwendete Mühe, Anfragen über uns laufen zu lassen, die wir wiederum weiterleiten müssen, um wiederum Antworten zu erwarten, die wir wiederum weiterleiten müssen mit allen Gefahren von Missverständnissen aufgrund des Stille-Post-Prinzips. Wir sind nicht Emittent, und trotzdem:
    Viele denken als Allererstes nur an uns, sobald sie irgendwelche Fragen haben, die mit ihren drei oder vier Säulen und ihren Vermögensanlagen zu tun haben.

Mein Wunsch ist aber, dass ihr Eure Vermögensanlagen als etwas seht, hinter dem viele andere Menschen stehen in Form einer Verwaltung und eines Managements und dass es viele Vorteile hat, den direkten Kontakt zu suchen. Das spart uns allen nicht nur Zeit, sondern bringt Euch auch präzisere und vielleicht ausführlichere Informationen und ihr bekommt immer das gute Gefühl, da gibt es viele, die sich um Euer Geld kümmern.

Ich lass mir mit Patrick eine Plattform einfallen, die Euch ermöglicht, die Kontaktdaten der jeweiligen Emittenten zu recherchieren, es sind ja nicht so viele. Ihr könntet die vier oder fünf Telefonnummern und E-Mail-Adressen natürlich auch in Euer Telefonbuch eintragen, aber doppelt hält vielleicht besser.

 

Themenwechsel mit ein bisschen Rückschau und Aussichten für 2020 und darüber hinaus:

1. ich habe mich dazu entschlossen, dass ich die Finanzseminare von heute an gerechnet noch mindestens drei Jahre durchführen werde. Das weiß selbst Patrick noch nicht, aber ich hoffe, dass er mitzieht, denn ohne ihn und ohne 3-4 auf Zeit abrufbare Helfer könnte ich den Aufwand rund um die Seminare nicht bewältigen. Doch nachdem Patrick jetzt sogar entschieden hat, sich zum IHK-zertifizierten Finanzanlagenvermittler ausbilden zu lassen, gehe ich davon aus, dass er mit diesen Pfunden eine Weile wuchern will. Wenn er zertifiziert ist, kann er mich in vielen zeitraubenden bürokratischen Sachen entlasten. Und er wird auch berechtigt sein, Euch konkrete Beratungstipps zu geben, wenn es um die Säulen geht, in denen sich Patrick mittlerweile ausgezeichnet auskennt, weil er viel meiner Beratungsarbeit mitbekommt und natürlich in sämtlichen Säulen investiert ist, was er sich in kürzester Zeit ermöglicht hat. Also darf Patrick zukünftig, vom Gesetzgeber bewilligt, als Paradebeispiel für Wohlstandsbildung Auskunft geben.
2. Eine gravierende Änderung wird es in der zweiten Jahreshälfte geben, die trotz großen Widerstands und trotz vieler ungeklärter technischer Probleme vom Gesetzgeber durchgeboxt wurde: Die Aufzeichnung von jeder Art Beratungsgespräch in Sachen Finanzen wird Pflicht. D. h., wann immer wir telefonieren oder uns per Videokonferenz sehen und das Thema handelt von Investitionsgelegenheiten, werden Patrick und ich verpflichtet sein, Aufzeichnungen anzufertigen und revisionssicher zu speichern für fünf Jahre. Der Gesetzgeber weiß selbst noch nicht, wie das eigentlich gehen soll, aber er hat wenigstens mal was beschlossen. Auf meinem Handy habe schon eine entsprechende App eingerichtet, tja, und zukünftig muss ich dann an einer bestimmten Stelle des Gesprächs unterbrechen und sagen: „Stopp, es handelt sich jetzt um eine Beratung und ich muss den Aufnahmeknopf drücken. Wenn Du damit nicht einverstanden sein solltest, müssen wir das Gespräch damit beenden, denn ohne Aufzeichnung ist keine Beratung erlaubt.“ Diese Regelung wird aber auch Vorteile haben, denn jener Vermittler, der es vielleicht mit der Aufklärung nicht so ernst nimmt oder sonst das Blaue vom Himmel herunter verspricht und es am Ende gar wagen sollte, etwas als Altersvorsorge zu bezeichnen, worauf auf keinen Fall Altersvorsorge stehen darf, der wird sich dann disziplinieren müssen. Ansonsten können ihm seine grenzwertig verkaufsfördernden Maßnahmen leicht nachgewiesen werden, und das ist natürlich schon im Sinne des Anlegers.
Die Aufzeichnungspflicht gilt übrigens nicht für persönliche Gespräche, immerhin…

Für Patrick und mich bedeutet es neben vielen anderen protokollarischen Verpflichtungen einen mords zusätzlichen Aufwand, aber auch den werden wir bewältigen. Insgesamt schrumpft ja die Zahl der wirklich gut ausgebildeten Vermittler in Deutschland auf wenige 1000 zusammen, und die Aufzeichnungspflicht wird weitere dazu veranlassen, den Job aufzugeben. Und ich kann´s verstehen. Aber für drei Jahre kann ich mich noch allemal dazu verpflichten und dann sehen wir weiter.

3. Viele von Euch wissen, wie vollgepackt das Finanzseminar ist. Wenn ich dann noch die eine oder andere Geschichte erzähle, die mich Patrick mit seinen nervösen Karten im Hintergrund dann auch wirklich erzählen lässt, wird die Zeit ganz schnell knapp. So habe ich jetzt schon den Part rund um die Schöpfungsmatrix und das direkte Erschaffen übers Quantenfeld, mein liebstes Thema eigentlichen in Sachen Vermögensaufbau, ausgelagert. Die entsprechenden Links, die auf die neuen Webseiten hinweisen, findet ihr auf der Highlightseite. Und das geht noch viel weiter:
Lernen und noch mal lernen von hellen Köpfen, von Forschern und von lebenserfahrenen Lehrern ist eine meiner größten Leidenschaften. Lernen und das Gelernte umzusetzen in Erfahrung, um zu sehen, was für mein Leben funktioniert, macht mir ein Haufen Spaß und lasse ich mir auch jedes Jahr viel kosten Geld zu Land und in der Luft, um kluge und noch besser: um weise Menschen treffen und von ihnen lernen zu können. Ich sehe mich dabei selbst als eine Art Durchlauferhitzer, wenn ich in der Praxis bewährte Inhalte weitergeben darf, denn erst dabei mache ich mir den Stoff dann noch einmal ganz anders zu eigen.
Für Wohlstandsbildner-Mandanten wird es also ab und zu und in unregelmäßigen Abständen wahrscheinlich weitere Webinare geben als thematische Ergänzung zum Finanzseminar. Und werden dann selbst Webinare zu viel, wäre es vielleicht an der Zeit, einmal über ein Aufbaukurs zum Finanzseminar nachzudenken. Gehen wir bis dahin über zu Punkt 4:

4. Gar nicht selten kommen Leute auf die Wohlstandsbildner-Seite oder lernen mich durch ein Video oder Artikel kennen und schreiben dann einfach so: „Ich bin an Ihrer Arbeit interessiert. Bitte nehmen Sie mich in den Verteiler, damit ich informiert werde, wenn es neue Gelegenheiten gibt. Oder gibt es eine Plattform, wo sie Ihre Tipps zum Besten geben? “

Diesen Verteiler gibt es nicht und noch viel weniger wird es solch eine Plattform geben. E-Mail-Marketing, der Aufbau ganzer Listen, um sich dann im schlimmsten Fall einzureihen in die Spam-Produzierer, die mit spionierenden Plattformen wie Klicktipp ihr Zeug in einer nervenden Frequenz absondern, das mache ich nicht mit. Damit gehe ich der ganzen DSGVO-Problematik aus dem Weg und wende mich an den gar nicht mehr so kleinen, aber dann genau richtigen Kreis der bestehenden Wohlstandsbildner, um die immer in Zeit und Verfügbarkeit begrenzten Anlagegelegenheiten öffentlich zu machen.

Die beste Möglichkeit, um von neuen Gelegenheiten zu erfahren, ist der Besuch des Finanzseminars. Und bestehende Wohlstandsbildner werden sie darüber hinaus schon auch irgendwie mitkriegen.

Dann noch eine Kleinigkeit in Bezug auf das Seminar, was die Standorte angeht:
Zusammen mit Patrick habe ich mich entschlossen, Frankfurt als Standort fallen zu lassen, denn so gern ich die Hessen mag, Frankfurt als Stadt des Geldes glaubt nicht wirklich von meiner Art Wohlstandsbildung profitieren zu können. Deshalb verlegen wir uns für dieses Jahr 200 km etwas weiter nordwestlich nach Köln. Außerdem kommt dazu das erste Seminar in Hamburg, in Freiburg, um auch den Schweizern eine Chance zu geben, die ja eine Reise über 50 km als interkontinentales Wagnis empfinden. Und, hört hört, im November 2020 wird das erste Finanzseminar in Linz stattfinden. Ja, endlich wieder Österreich, denn mit dem Land verbindet mich viel Familiäres, Freundschaftliches und gewiss auch Karmisches. Bis nach Wien runter habe ich viele Seminare schon gegeben, damals noch zu meiner Börsenzeit, und das war immer eine mords Gaudi. Linz als Hauptstadt von Oberösterreich liegt zwischen Salzburg und Wien, ist ein wahrer Hotspot an innovativen Unternehmern und Selbstständigen und könnte sich für die Finanzseminare als guter Standort erweisen. Wir probieren es auf jeden Fall aus.

Thema neue Investitionsmöglichkeiten:
Wegen Zeitmangels im Zuge der Seminare habe ich bei vielen interessanten Angeboten, für die Prüfungszeit nötig gewesen wäre, von vornherein Nein gesagt und habe auch Einladungen für sogenannte Round-Table-Meetings abgelehnt, wo sich Investoren und Investorenverbände zusammensetzen, um die gemeinsame Finanzierung von interessanten Sachen zu besprechen.
Mir hat das immer weh getan und auch Patrick hat das mitbekommen und versucht, mich umso mehr zu entlasten, weil er sagte, ich zitiere: „Wenn Du neue Sachen für Dein Portfolio findest, findest Du neue Sachen für die Wohlstandsbildner, und das bringt jeden voran.“
Genau dieser Priorität will ich 2020 wieder mehr Platz verschaffen, ich will mindestens eine weitere eigene Vermögensanlagen kreieren und ich will mich wieder selbst mehr in der Welt umschauen, was es Spannendes gibt.

Fünf Dinge könnte es geben, und jedes einzelne davon lässt mein Herz höher schlagen:
Einmal plane ich doch noch eine weitere Kommanditgesellschaft zu eröffnen neben meinen 7. oder 8., die ich schon innerhalb der Säule Agrikultur habe. Diese KG wird mit einer völlig neuen Kombination von Sicherheit und Rendite daherkommen. Ich wundere mich ehrlich gesagt selbst, die letzten vier Jahre nicht auf diese naheliegende Mischung gekommen zu sein. Mehr dann darüber, wenn es soweit ist.

Dann habe ich die Prüfung von diesem Emissionsprospekt zur Säule II abgeschlossen, und zwar positiv. Ich bin selbst ganz begeistert, dass ich nun zu einem meiner Spitzenemittenten, der seit 30 Jahre so fantastische Arbeit macht, einen weiteren zur Seite stellen kann als Alternative, und das bei einem Konzept, das einige Erweiterungen und Vorteile bietet, die richtig Spaß machen.

Als dritte Geschichte habe ich ein richtig großes Entwicklungsimmobilien-Projekt im Auge wie eine Art persönlicher Club Deal, geplant zusammen mit einem meiner befreundeten Emittenten. Sehr reizvoll daran wird sein die recht kurze Laufzeit und die schöne Rendite im Rahmen eines Projekts, das schon vor 20 Jahren erfolgreich hätte durchgeführt werden können – und das Marktumfeld heute ist weit besser als das vor 20 Jahren. Wenn wir hier 2020 etwas zustande bringen, erfahrt ihr sofort davon, weil es wahrscheinlich wieder ein nur kleines Zeitfenster geben wird. Auskünfte dazu gibt es natürlich erst, wenn das Ei auch wirklich gelegt ist.

Dann erwarte ich einen weiteren offiziellen Club Deal der Säule I, wo wieder in sehr kurzer Zeit – also in 3-4 Wochen – gut 30 oder 40 Millionen $ bewegt werden müssen. Ob die Laufzeit- und Renditeaussicht so besonders sein werden wie beim ersten Club Deal, das wird sich zeigen. In jedem Fall wird das eine Gelegenheit sein, die wieder so weitreichend geprüft ist, dass sie auch für eher konservativ Eingestellte innerhalb der Beteiligungswelt immer interessant ist. Übrigens wissen viele nicht, dass der vergangene Club Deal von November 2019 der ERSTE überhaupt in Europa war, an dem sich auch Kleinanleger in Partnerschaft mit institutionellen Anlegern beteiligen konnten. Das war ein absolut außergewöhnliches Projekt und ich hoffe eine Premiere mit weiteren Aufführungen.

Und Ende März, wenn ich von der Inspektionsreise in Sachen Agrikultur zurück bin, weiß ich, wie es steht mit der Beteiligungsmöglichkeit an der Frischsaft-Fabrik, die ich ja in Säule IV ansiedeln würde, da es nun mal viel von einem Startup-Unternehmen hat. Es wird allerdings mehrere gute Gründe geben, warum ich es dann doch vertreten kann, den einen oder anderen abenteuerlustigen und mutigen Wohlstandsbildner dazu einzuladen, was in diesem besonderen Fall ja auch mit kleinem Geld möglich ist. Wenn es aufgeht, dann sehen wir hier außergewöhnliche Renditen; das kann natürlich nicht garantiert werden, so wie nichts in einem spannenden Investorenleben garantiert wird, die Plausibilität ist jedenfalls vom Feinsten.

Soweit einmal zu den Investitionen, die mich 2020 beschäftigen. Falls jemand diesen Podcast hört, der weder Wohlstandsbildner ist noch Finanzseminare-Teilnehmer war, dem sei noch einmal gesagt: Zugang zu diesen und anderen Investments gibt es nur über die Teilnahme am Finanzseminar. Das ist die Eintrittskarte für ein Wohlstandsbildner-Portfolio, und das hat sich sehr bewährt. Der Grund ist auch ganz einfach: Wer als Erstes bereit ist, in seine finanzielle Bildung zu investieren, arbeitet an seinem Ist-Zustand. Wer einfach nur in ein Produkt investieren will, arbeitet am Endergebnis, am Ende der Schöpfungskette. Und dort ist es bekanntlich alles am Schwierigsten. Das meine ich im konkreten wie im transformativen Sinn.

Thema bestehende Investments:
Als Pilot bin ich ja Schönwetter-Flieger, weil ich bei schlechtem Wetter nichts sehe und dann wird es ohne Instrumentenflug gefährlich. Als Investor dagegen sollte ich gerade in Unwettern den Durchblick behalten, denn sie können nun einmal nicht ausgeschlossen werden. Und meistens sind sie nicht so dramatisch, wie sie daherkommen oder bringen langfristig sogar Vorteile mit sich.
Was ich damit sagen will:
Als Investorenbetreuer melde ich mich nicht nur, wenn die Sonne scheint, und kaum zieht Nebel auf, ist von mir nichts mehr zu sehen. In der Finanzbranche ist dieses Verhalten eigentlich die Norm, man denke nur an Banken, wenn deren Vermögensverwaltung Mist baut – der, dem es weht tut, kriegt das erst mit, wenn er sich erkundigt.
Ich halte das anders und vermelde schlechte Nachrichten genauso wie gute. Wenn sich das Wetter in den Säulen nur eintrübt, ist mir das noch keine E-Mail wert, doch wenn es schwerwiegende Bedenken gibt oder grobe Verluste, bin ich zur Stelle. Um es kurz zu machen in Bezug auf sämtliche Investments über alle Säulen hinweg: Die Sonne scheint! Ja, es läuft völlig nach Plan, einiges ist sogar über dem Soll und wir können allesamt einen guten Wein aufmachen und ruhig schlafen.
Ab September gibt es wieder die Geschäftsberichte, und dann machen wir wieder gemeinsam einen Wettercheck, vielleicht einmal live im Rahmen eines gemeinsamen Webinars.

Stichwort Webinare und Aufzeichnung:
Niemand kann jederzeit bei jedem Webinar dabei sein. Daher sei hiermit versichert: Patrick und ich zeichnen ab jetzt immer Webinare auf, und die stehen dann auch mind. 4 Wochen zu Verfügung. Niemand muss also mehr fragen, ob es eine Aufzeichnung gibt oder Bescheid geben, wenn er nicht dabei sein kann. Wir versuchen schon in der Ankündigungsmail vor dem Webinar anzugeben, wann, wie und wo das Webinar nachgeschaut werden kann. Also diese Angaben bitte gleich speichern, wenn ihr wisst, dass ihr nicht dabei sein könnt.

 

Themenwechsel Podcast, Video und Artikel:
Ich habe festgestellt, dass reine Hörformate zur Verbreitung von Information erheblich einfacher hergestellt werden können als Videos. YouTube nützen ja viele, wohl deutlich mehr als 60 %, sowieso nicht um Filme anzuschauen, sondern um sich das MP3 aus den Filmen herunterzuladen, um es von unterwegs zu studieren. Heißt für mich also, dass Patrick demnächst öfter etwas veröffentlicht, aber dann immer häufiger im MP3-Format.

Bei den Themen geht es darum, wie sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, der Versicherungsbranche liebstes Produkt, es geht um den Reiz ein Portfolio aufzubauen, das in sich ein selbsterhaltendes System ist, dann spreche ich über Lotto-Spieler und welchen wahren Herausforderungen sie ausgesetzt sind einen Podcast gibt es, weil ich über einen Artikel von Albert Schweitzer gestolpert bin, der mit „tz“ geschriebene Arzt, Theologe, Musiker, Bücherschreiber, Entwicklungshelfer und schlichtweg universell gebildeter Tausendsassa, der in seinen Hospitälern in Afrika unfassbar vielen Menschen geholfen hat.

Da lese ich diesen Text und in meinem Ohr hinter den Ohren klingt es wie nach einem Wohlstandsbildner-Investorenmanifest. Natürlich habe ich den Text angepasst, denn Albert Schweitzer hat nichts über Geldverleiher, Wertschöpfung, Zins und Investoren geschrieben, sondern sich nur auf den sog. Allerweltsmenschen allein bezogen; aber ich habe wirklich nur wenig Substantive verändert, einige Wörter hinzugefügt und herausgekommen ist etwas, das mir selbst aus der Seele spricht – und ich weiß genau, auch aus so mancher Seele anderer Wohlstandsbildner, die jetzt diesen Podcast hören. Ich überlasse es Patrick, wann er den Investorenmanifest-Podcast veröffentlicht, aber es wird recht bald sein, hoffe ich. Wer nur das Manifest führen will, geht auf der Wohlstandsbildner-Website unter „Portrait“ auf den Unterpunkt „Wohlstandsbildner-Manifest“. Dort gibt es die kleine Datei zum Hören, sind nicht einmal 2 Minuten.

Kleiner Einschub in Sachen Immobilien:

Dass ich kein Freund von Wohnimmobilien bin, ist hinreichend bekannt. Das ist einfach kein Produktivkapital für mich, sondern eine lebenslange Verbindlichkeit. In kurzer Zeit habe ich jetzt vier Klassiker in meinem Umfeld erleben müssen, die meine Ablehnung für ein lukratives Portfolio zumindest nicht mildern.

1. Ein junger Unternehmer mit mehreren Wohnimmobilien in seinem Bestand plagt sich über 5 Jahre mit einem Mehrfamilienhaus herum, das ihn nur Nerven und Geld mit schlimmen Vermietern und noch schlimmeren Hausverwaltungen verschafft hat. So ergeht es also sogar Profis. Jetzt hat er nach längerem Kampf die Immobilie verkauft und in seinem Gesicht taucht eine Entspannung, ja ein Glück auf, das einem entgegen strahlt.  Er schichtet es um ihn Agrikultur und wird dann mutmaßlich noch mehr strahlen.

2. Immer wieder das gleiche Drama, wenn Wohnungen gekauft werden auf Pump und man selbst drin wohnt – die erste Quelle für Zwangsversteigerungen und Schnäppchenjäger: Vierköpfige Familie, Mutter verdient im Nebenjob nur wenig, Vater über 50 Jahre alt und verliert seinen Job nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit. Rücklagen wurden keine gebildet, es wurde alles in die Wohnung gesteckt. Nach vier Monaten verliert die Bank die Geduld, die Familie muss ausziehen, die Wohnung wird zwangsversteigert und bringt so viel ein, dass der Familie 50.000 € für einen Neustart übrigbleiben. Traurig dabei: Sie haben inkl. horrender Kosten, sie sie ja auf den Gesamtpreis des Hauses damals bezahlen mussten, 140.000 in die Wohnung gesteckt, realisieren also einen Verlust von 90.000 € nach 9 Jahren Schuldentilgung. 10.000 € Verlust pro Jahr.

3. Kommt noch häufiger vor als Arbeitslosigkeit: Ehepaar lebt schon lange im gemeinsamen Haus und stellt nach über 20 Jahren Ehe fest, sie wollen nicht mehr und lassen sich scheiden. Einer der beiden zieht aus und möchte ausgezahlt werden, der andere kann aber nicht zahlen und ist bei der Bank nicht kreditwürdig. Für jemanden, der neue Wege im Leben gehen will, dem kann dann so eine Immobilie schon ganz schön zum Klotz am Bein werden.

4. Wir denken und hoffen wir immer, Sterben und der Tod kommt nur bei den anderen vor. Doch es passiert auch bei einem alleinstehenden Ehepaar in der abbezahlten Immobilie. Finanzielle Probleme gibt es keine, aber eine menschliche Tragödie: Die Frau, noch nicht einmal 50 Jahre alt, stirbt, Ursache bis heute nicht ganz klar.
Was jetzt kommt, können wir uns alle vorstellen: Der Witwer kann auch nach einem Jahr allein in dem Haus nicht verwinden, die Räume, Möbel und anderes zu sehen, die seine Frau so entscheidend mitgeprägt hat. Auch er empfindet das Haus jetzt als riesige Last und will es verkaufen.

Diese vier Fälle habe ich in meinem Umfeld innerhalb von sechs Wochen erlebt, all das kommt lange nicht so selten vor, wie man als stolzer Immobilienkäufer glauben will. Ich will niemanden davon abhalten, seine Traumimmobilie zu kaufen, fordere aber jeden auf, auch bei einer Immobilie die Risiken anzuschauen. Und diese vier beschriebenen Möglichkeiten gehören eindeutig dazu.

Zum Ausblick auf 2020 und ganz allgemein zu unserer Finanzwelt:

Erst mal wieder ein Wort zu meiner alten Leidenschaft, die bis heute vielen Leuten Leiden schafft, nämlich zur Börse. Im Finanzseminar verliere ich ja ab und an ein paar Worte über die ETFs als letzten Schrei für Börsen-Ahnungslose und auch sonst in der Finanzwelt Verlorene. ETFs nehmen einen großen Teil Sicherheit für sich in Anspruch, weil sie ganze Märkte spiegeln. Wie fragil allerdings diese Märkte sind, zeigt sich jetzt im Januar 2020 anhand des Konflikts USA und Iran. Da gibt es locker Rücksetzer von mehreren Prozent, und das sind kollektive Bewegungen, die mit den einzelnen Unternehmen, die Waschmittel oder Nähmaschinen produzieren, absolut nichts mehr zu tun hat. Woran liegt das, diese völlige Entfremdung und Entkoppelung von Geschehnissen, Arbeitsplätzen, Werten und Unternehmen? Es liegt an Algorithmen, sei es von speziell programmierten Handelssystemen von Banken oder von Robo-Advisors, die mittlerweile auch schon Milliarden verwalten. Diese Algorithmen verkaufen absolut selbstständig und innerhalb von 1000stel Sekunden riesige Bestände von Aktien, wenn sie auf ihrer ständigen Durchforstung des Internets auf die Kombination und Häufung womöglich finanzrelevanter Begriffe stoßen: Wenn da also mal nur als Beispiel solche Begriffe auf wichtigen Plattformen häufiger vorkommen wie Attacke, Anschlag, Straße von Hormus, Trump, Militär – dann sind das je nach Programmierung Verkaufssignale, die ganze Märkte mit nach unten reißen können, wie wir es jetzt wieder erlebt haben.

Natürlich gehen die Märkte auch wieder hoch, wenn Begriffe der Entspannung und Annäherung fallen, aber was ich damit zeigen will: Ist es das, ein hochspekulatives, von Fake News, Gerüchte, Krisen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen getriebenes Rauf und Runter, was die Börse ursprünglich als Marktplatz wollte, um Käufer und Verkäufer unkompliziert zusammenzubringen? Ist es das, dem ein Anleger sein Geld anvertrauen will – einem Programmcode, der wie alle Programmcodes der Welt handelt und deshalb Gewinne einfahren soll? Ist es diese sinn- und blutleer gewordene Plattform Börse, der man sein Geld anvertrauen will – Geld, das man mit seiner eigen Hände, Schweiß und hoffentlich ohne Blut und Tränen erarbeitet hat?
Wie viel mehr Distanz kann ein Mensch noch aufbauen zwischen sich und seinem Geld? Ist denn den Millionen Anlegern in diese Börsenmassenprodukte bewusst, dass ihr Geld über Krieg und Frieden mitbestimmt, wo doch so häufig Zerstörung, Krieg, Unterdrückung und Erpressung an der Börse belohnt werden?
Die Dinge sind nun mal nicht so, wie wir sie sehen oder sehen wollen, sondern die Dinge sind, wie WIR sind – diesen wunderbaren Satz habe ich im Haus einer Freundin an der Wand gelesen. Die Dinge sind nicht, wie wir sie sehen, sondern wie wir sind. Wäre das nicht eine Einladung zu verstehen, dass unser Geld und das, was es macht, auch eine Demonstration ist von Wer-wir-sind?
Ob man sich nun mit dem Quantenfeld beschäftigt oder nicht, wir kommen immer wieder zum Sein, zum Ist-Zustand zurück, zum Nullpunkt im Zentrum Eures Nullpunktfeldes. Von dort entspinnt sich der Anfang aller Dinge.

Denn wer Du bist und entscheidest zu sein, bestimmt Deine Perspektive. Deine Perspektive bestimmt, was Du wahrnimmst. Was Du wahrnimmst, bestimmt, was Du glaubst. Was Du glaubst, bestimmt, was Du tust. Und was Du tust, bestimmt, was Du erschaffst und bekommst.
Ich habe lang gebraucht, um diese Satzfolge zu verstehen und anzuwenden. Deshalb gebt mir die Chance, sie zu wiederholen:
Wer Du bist und entscheidest zu sein, bestimmt Deine Perspektive. Deine Perspektive bestimmt, was Du wahrnimmst. Was Du wahrnimmst, bestimmt, was Du glaubst. Was Du glaubst, bestimmt, was Du tust. Und was Du tust, bestimmt, was Du erschaffst und bekommst.

An welcher Stellschraube ist es nun leichter zu drehen? An Deinem Ist-Zustand oder am Endergebnis? Ersteres ist eine Entscheidung mit der Wahl eines Gedankens, wer Du sein willst. Letzteres ist harte Arbeit oder eh umsonst.

Zurück zu grobstofflicheren Wohlstandsbildner-Themen:

Ein weiterer Podcast, der schon auf dem Tisch von Patrick liegt, handelt von der Studie eines Harvard-Professors. Die legt ein bisschen erschreckend, aber hoch plausibel dar, dass wir und die nächsten Generationen keine nennenswert steigenden Zinsen mehr erleben werden. Leistungslose Zinsen für Geld, das ohne Gegenwert erschaffen wurde, werden wir wahrscheinlich nicht mehr sehen.
Also wird für 2020 und alle Folgejahre gelten, dass der verliert, der nicht investiert. Gerade auch die, die sich jetzt wie im Winterschlussverkauf Schließfächer bei Banken sichern, um ihr Geld vor Negativzinsen zu schützen – diesem Kostenblock auf gehortetes Geld, der uns noch lange erhalten bleiben dürfte, einfach, weil der Mut für eine nötige Wende fehlt, eine Wende, die nun wirklich notwendig wäre, also die Not wendend. Denn selbst die kleinste Zinserhöhung würde unser fragiles europäisches Finanzsystem massiv erschüttern. So lange werden die Immobilienpreise natürlich noch steigen, so lange werden auch die Börsen weiterhin mit Luftgeld neue Hochstände in eh schon dünner Luft erreichen und so lange werden auch längst kaputte, weil eigentlich insolvente europäische Unternehmen und Banken überleben – oder sagen wir besser: Als halbtot mitgeschleift werden, um die Verluste noch nicht realisieren zu müssen. Man nennt das schon die Verzombifizierung der Finanzwelt, weil totes unternehmerisches Material durch die Bilanzen gehievt wird, und die Milliarden, die das kostet, bezahlen im Moment die Sparer, die nicht wissen, wie sie ihr Geld sinnvoll in Wertschöpfungsketten unterbringen. Man könnte auch sagen: Die Etablierung von Negativzinsen, die einen Jahrtausenden alten Glaubenssatz pervertieren, dass man nämlich für Konsumverzicht entlohnt werden müsste durch Zins – diese Etablierung ist die letzte Meile zum Grab einer hemmungslosen Geldentwertung. Doch diese Meile kann man langsam gehen, sehr langsam. Ich halte auch für möglich, dass die Christine Lagarde das Erbe Draghis nochmals weitergibt an ihren Nachfolger.

Politisch verfolge ich mit größten Bedenken die Pläne im Europaparlament fast aller deutschen Parteien in Bezug auf das „European Deposit Insurance System“, das EDIS. Dahinter steckt nichts weniger als die Ausweitung finanzieller Haftungsrisiken, was sich die Südländer Europas schon lange wünschen. EDIS soll hervorgehen aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM, und wenn das tatsächlich kommt – und die meisten Zeichen sprechen dafür –, dann könnten die ersten maroden Banken Südeuropas tatsächlich aus den Bilanzen gestrichen werden. Dafür muss aber jemand zahlen, und das wäre in erster Linie Deutschland, und dann kommt Frankreich und Spanien.

Das Katastrophale an der Katastrophe ist, dass es wahrscheinlich kein anderes Mittel gibt als die Europäisierung von Schulden, wenn Europa in seinem wackeligen Zusammenhalt bewahrt werden soll. Das sind Kosten für uns und für die kommenden Generation, die wir noch gar nicht absehen können. Wie diese Kosten dann auf den Einzelnen durchschlagen, sei es über Negativzinsen, Steuererhöhungen, Erhöhung der Sozialabgaben oder über das seit Jahrhunderten beliebte und unsichtbare Instrument – nämlich über die Entwertung des Geldes -, all das wird sich zeigen. Wir werden auf jeden Fall dafür zahlen, und dann werden diejenigen, die Geld dem natürlichen Kreislauf des Marktes entziehen und es horten, doppelt bestraft: Einmal über Negativzinsen, Bankgebühren und der Unsicherheit einer de facto nicht vorhandenen Einlagensicherungsgarantie und zum andern darüber, dass das Geld nichts erwirtschaftet, was einem Investoren finanziellen Rückenwind und einen Ausgleich geben könnte zu all den Kosten, die auf ihn zukommen.

Dabei sollten wir uns nicht blenden lassen von winzigen bis kleinen Steuergeschenken und von Rentenerhöhungen von 3 % oder von einer Mindestlohnerhöhung – all diese Maßnahmen sind für mich Flickwerk, das eine Neuaufstellung von Deutschland verhindert, weil Leute in der Regierungsverantwortung sitzen, die viele politische Ambitionen, aber nicht die Bohne unternehmerische Ambitionen haben. Oder wie es der Journalist Gabor Steingart vortrefflich ausgedrückt hat, dass Politiker nur zwei Ziele hätten: „Drankommen und Dranbleiben.“ Und beim Himmel, bei 95 % der Politiker stimme ich ihm da sofort zu.

Präsident Emmanuel Macron ist da etwas anders, der versucht gerade, das Rentenmonster in Frankreich zu reformieren und ich hoffe, er wird wenigstens Teilerfolge feiern, weil das System da drüben nun mal wirklich haarsträubend und offensichtlich ungerecht und nicht weiter finanzierbar ist. Aber die Gesinnung einer Angela Merkel und eines Olaf Scholz sind Lichtjahre entfernt von der eines Macron, der noch jugendlichen Elan mitbringt. Dabei sollte es nicht nur ums Verwalten und Bewahren gehen, sondern um eine grundlegende Erneuerung – vor allem unseres völlig außer Rand und Band geratenen Steuersystems, und dann unserer Lehrpläne in Schulen und Universitäten samt der dafür notwendigen Digitalisierung und dann unserer gesamten Infrastruktur, die Billionen bräuchte, aber mit einigen Milliarden auskommen muss.

Um es kurz zu sagen, und da sind solche offensichtlichen Kostenbringer wie die Maßnahmen zum Klimawandel nur ein plakatives Beispiel – unser Leben wird immer teurer, weil wir für immer mehr Dinge bezahlen werden müssen, mit denen wir oft gar nichts direkt zu tun haben, aber mit denen wir verbunden sind – allein, weil wir in Europa leben und weil wir ein Finanzsystem haben, das trotz aller jetzt zu bestaunenden Perversionen nach wie vor auf Zinsen beruht.

Wer also nicht klug, vorausschauend und die Megatrends unserer Zeit erkennend investiert, wird es schwer haben. Er und seine Kinder werden immer mehr zahlen, und wer nicht rechtzeitig dafür sorgt, dass ihm investiertes Geld dabei hilft, die zusätzlichen Kosten abzufedern, für den wird es von Jahr zu Jahr und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt enger. Denn auf ausreichend Rente dürfen nur wenig hoffen. Schon heute sind 20% aller Rentner von Armut betroffen, müssen also mit rund 13.000 Euro im Jahr auskommen.
Unter der Brücke landen wird dann aber auch niemand, auf so eine tiefe Stufe kollektiven Bewusstseins sollten wir nicht mehr zurückfallen. Die Mutlosen aber wird es treffen, die sich der klaren Selbstverpflichtung zum eigenverantwortlichen Vermögensaufbau nicht stellen wollen, weil sie noch immer denken, Geld wäre auf der Bank oder im Schließfach gut aufgehoben oder weil sie glauben, eine Rente von 2000 € würde in 15 Jahren zum Leben reichen. Im Finanzseminar habt ihr ja gesehen, was alle 14 Jahre mit unserem Geld passiert.

Einer der Lichtblicke ist womöglich auch die zweitjüngste Regierungschefin der Welt, die neue von Finnland, Saana Marin. Die hat bei einer Podiumsdiskussion etwas vorgeschlagen, wofür noch 90% aller sog. Experten blind sind: Dass wir nämlich überdenken müssen, ob das Konzept „Arbeite und du verdienst deinen Lebensunterhalt“ noch zeitgemäß ist. Tatsache ist, dass wir Arbeit, wie wir sie seit der Industrialisierung bis heute definieren, völlig neu betrachten müssen. Körperliche Arbeit nehmen uns seit vielen Jahrzehnten schon Maschinen weitgehend ab, und geistige Arbeit im Sinne von Berechnungen und Vernetzungen erledigen Computer längst besser als wir. In den nächsten 20 Jahren dürften sich mind. 60 % der Jobs, wie wir sie kennen, entweder in Luft aufgelöst haben oder zumindest weitgehend reduziert, und das betrifft vor allem die gut bezahlten Jobs, also Manager, Anwälte, Ärzte, gut bezahlte Redner. Wenn ihr mehr als 1700 Euro im Monat netto verdient, gehört euer Job dazu.

Wirklich Visionär und Führungsfigur ist nun der, der nicht nur auf die Dinge reagiert wie eine Angela Merkel, sondern die Dinge mitgestaltet, indem er sie vorweg nimmt, und da ist nun die Finnische Ministerpräsidentin großartig: Die könnte sich vorstellen irgendwann eine 4-Tage-Arbeitswoche zu etablieren mit nur 6 Stunden Arbeitszeit pro Tag, damit mehr Lebenszeit übrig bleibt für Familie, persönliches Wachstum, Hobbys, Sport. Studien zeigen schon länger, dass dabei sogar die Produktivität ansteigen kann und die Leute viel gesünder und ideenreicher sind.

Ein anderer Visionär, der in meinen Augen eigentlich nur ein Realist ist, heißt Jeremy Rifkin, der große und allseits anerkannte Ökonom. Der spricht auch von einem Wendepunkt und dass wir nicht mehr in Strukturen der Industrialisierung denken dürfen. Nein, der prognostiziert ein Shareholder-Value-Ansatz, das mich stark an den Wohlstandsbildner-Ansatz erinnert: Dass nämlich viele kleine Beteiligte ein großes Ganzes gestalten, verantworten und daran partizipieren werden und nicht mehr nur einige Wenige das große Ganze für die Anhäufung persönlicher Reichtümer aussaugen. Dieser Wandel hat auch direkt mit dem Klimawandel zu tun, denn natürlich hängt alles miteinander zusammen. Spannend, oder?

Liebe Wohlstandsbildner und vielleicht noch Wohlstandssuchende, auch in diesem Jahr kommt es wie in jedem Jahr darauf an, was wir daraus machen. Unsere Welt bietet so viele Kontraste wie ein gut aufgestelltes Portfolio. Nützen wir diese Vielfalt zum Wohle aller Beteiligten für effektive Wohlstandsbildung und für die Bildung eines ereignisreichen Lebens.

Es grüßt Euch ganz herzlich
Euer Andreas  Ogger

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