Warum man Superreiche im Getümmel nicht erkennt

Warum man Superreiche im Getümmel nicht erkennt

In meiner täglichen Beratungsarbeit habe ich mit Reichen zu tun, mit Mittelständlern und mit weniger Reichen, die reich werden wollen – die ganze Bandbreite von 0 bis knapp 10 Millionen Euro Vermögen. Dabei stelle ich seit Jahren fest, dass sich ein Irrglaube umso hartnäckiger hält, je mehr die Tendenz des eigenen Vermögens gegen Null geht: Superreiche sind besonders, leben besonders, kleiden sich besonders. Meine Erfahrung dabei: Nur die zweite Aussage stimmt.

Dazu passend ist mir heute ein Artikel auf der Bezahlseite von Welt online ins Auge gefallen, humorvoll treffend geschrieben: „Privatflugzeuge à la carte – vom Händler der Superreichen“.
Redakteur Raimund Kusserow berichtet, wie und wo sich Superrreiche ihre Jets bestellen und ausstatten lassen: Z. B. bei Steve Versano in London:

„Steve sieht sehr gut aus und kann schon deshalb kein Milliardär sein. Das Haar voll und leicht gelockt, die Haut dezent gebräunt. Gedeckter dunkler Nadelstreifen, schlicht gemusterte, silbrige Krawatte. (…) Sein Erscheinungsbild, sagt er, sei ein Indiz für relative Armut. „Wenn Sie einen Mann treffen, der gekleidet ist wie ich, können Sie davon ausgehen, dass er eine untergeordnete Stellung im Unternehmen hat.“ Irgendein Manager oder Agent, jedenfalls kein Milliardär.“

Ein Mann von Welt also, und erfolgreich genug, dass er die Wahrheit gelassen ausspricht, dieser Steve. Er kleidet sich so, wie es sich für den Umgang mit Milliardären gehört und wie diese es erwarten. Ganz im Gegensatz zu den Reichen selbst, die ganz anders daherkommen:

„Ein Milliardär sieht normalerweise so aus wie anybody (Ausnahme vielleicht Reinhold Würth). Die Superreichen mögen es gern ungezwungen: Jeans, T-Shirt, alte Schuhe, alte Lederjacke. Oder nehmen wir die Putin-Freunde – die kommen in schlecht sitzenden Anzügen – wie die Abteilungsleiter von Aldi, nur manchmal farblich auffällig wie ein türkischer Baulöwe.“

Ich persönlich kenne zwar nur wenige Milliardäre, aber sie waren Anlass für mich, drei Kategorien von Reichtum zu entwickeln: Es gibt die Neureichen (1-5 Millionen Eigenkapital). Es gibt die Vermögenden (5-100 Mio.). Und es gibt die Reichen.
Auffallend ist, dass die Reichen am wenigsten auffallen, weil sie nicht auffallen wollen oder nicht auffallen müssen. Im Gegenteil: In der Öffentlichkeit bestellen sie manchmal Menüs im Restaurant und ziehen Sachen an, die auffällig unter ihren Möglichkeiten liegen, als wollten sie betonen, „ganz normal“ zu sein. Das kann verschiedene Gründe haben, doch das soll heute nicht Bestandteil der Diskussion sein.

Im Finanzseminar gehe ich zu Beginn dieses inhaltsvollen Tages auf dieses Thema nur mit einem einzigen Zitat ein. Jemand, der ohne Zweifel reich ist, diktierte mir in den Block: „Wer von Glanz und Größe eines Konsumsguts Rückschlüsse auf die Vermögensverhältnisse zieht, darf noch ziemlich viel lernen.“

Strategische und effektive Anlageberatung

  • Insider: Hat bei Asset-Managern gelernt, die Milliarden sichern und vermehren
  • Frei: Erreichte die eigene wirtschaftliche Absicherung in weniger als vier Jahren
  • Echt: Alle Strategien, die er vermittelt, sind Grundlage seines eigenen Vermögensaufbaus.
  • Reich: Er lebt, was er lehrt – Wohlstandsbildung als schöpferischen Prozess, der den ganzen Menschen erfüllt und glücklich macht.

service@wohlstandsbildner.de
✆7152- 90 95 909
✎zum Kontaktformular

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.