Vom Geldanlager zum Investor – Andreas Ogger im Interview

Vom Geldanlager zum Investor – Andreas Ogger im Interview

Investoren-Denke statt Anleger-Frust: Andreas zu Gast bei Hamburg 1

Nahezu jeder hat mit Geldanlagen schon einmal Verluste erlitten bis zum Totalverlust. Woran liegt das? Sind wir alle Zocker oder so gutmütig, um ständig auf Betrüger hereinzufallen?

Es ist schon zu einer großen Herausforderung geworden, das eigene Geld überhaupt zu erhalten. Warum? Weil alte, auf Zins und Zinseszins hoffende Rezepte einfach nicht mehr funktionieren.

Finanzseminar – Vom Geldanlager zum Investor

Das liegt daran, dass es in der Geschichte der Finanzwelt noch nie eine so langjährige Nullzins-Billiggeld-Phase gab! Kein Mensch weiß, einschließlich der Europäischen Zentralbank, wie dieses Experiment beendet werden kann – und so lange wird der vertrauensvolle Sparer draufzahlen mit den herkömmlichen Bank- und Versicherungsprodukten.

Das wird sich auch nicht ändern, wenn der einzelne Anleger keinen Perspektivwechsel vornimmt. Er hat zwei Möglichkeiten: Weiterhin glauben, dass sein Geld in den Händen der Finanzindustrie am besten aufgehoben ist. Oder sich entscheiden, mehr Verantwortung für seine finanzielle Zukunft zu übernehmen. Also weg vom Finanzopfer, das anderen das Geld gibt, die es vielleicht den Sand setzen, hin zum ein klein wenig unternehmerisch denkenden Investor, der beginnt, sich für das Schicksal seines eigenen Geldes zu interessieren.

Und allein dieser Wechsel von einem Ufer der Finanzwelt zum anderen, den absolut jeder vornehmen kann, lässt die Leute staunen, was sich für Möglichkeiten auftun – Möglichkeiten übrigens, die jede Ebene des Lebens positiv beeinflussen, nicht nur die finanzielle.

Was kann ich tun, um mehr wie ein Investor zu denken und zu handeln?

Ja, die Frage nach dem Tun, der konkreten Aktion, ist eine der beliebtesten bei uns in Deutschland; und sie ist ja auch berechtigt, weshalb das Land trotz des Finanzsystems noch ganz gut dasteht.

Doch der Griff zur Handwerksmütze kommt für einen frischgebackenen Investoren meistens zu früh, denn dann werden vier Schritte übersprungen. Hier kommt etwas ins Spiel, was einem viele vermögende Menschen raten, wenn man sie denn fragt – und das ist etwas Erstaunliches:

Diese Leute, die oft mit Investorentum und wahrer Wohlstandsbildung aufgewachsen sind, sagen: „Reichtum und Fülle sind weniger eine Frage von Arbeit, Intelligenz, Wille und Anstrengung. Reichtum und Fülle ist vor allem eine Frage des Zulassens.“

Diese Menschen haben die Einstellung und Wahrnehmung, dass wir alle in einem Fülle-Universum leben, in dem es genug für alle gibt. Wir verschließen uns ihm nur durch Mangeldenken. Diese Leute steigen morgens mit der klaren Erwartungshaltung aus dem Bett: „Welt, welche Chancen und Gelegenheiten wirst du mir heute präsentieren?“
Sie haben gelernt Empfänger zu sein wie ein Radio: Du musst nur die richtige Frequenz einstellen und die Musik spielt wie von selbst.

Bevor ein Investor also etwas tut, dreht er erst einmal die passende Frequenz ein; dann hat er die Wahrscheinlichkeit, dass sein Tun erfolgreich sein wird, erheblich auf seiner Seite.
Um das Finden und Einstellen der richtigen Frequenz für Vermögensaufbau – darum geht es im Finanzseminar.

Wie gehe ich am besten vor, um ein Investor zu werden und kein Geldanleger im üblichen Sinn zu bleiben?

Grob würde ich von drei wesentlichen Schritten sprechen.
Alles beginnt mit dem ersten Schritt, ohne den keine Reise hin zu neuen Erfahrungen möglich ist:
Das ist die grundlegende Entscheidung, ein Investor sein zu wollen.
Das ist am Anfang eine Reise zu sich selbst, um zu erkennen, welche Art von Investor man ist und sein will. Da kommen dann solche Fragen wie:

  • Was ist mein Risikoprofil?
  • Was sind meine Ziele?
  • Wie viel Zeit will ich mir für das Erreichen der Ziele nehmen?
  • Wie wichtig ist mir ethisch beanstandungsfreies Handeln?

Es ist letztlich die alte Orakel-Frage nach dem „Erkenne dich selbst“– in dem Fall als Investor.

Der zweite Schritt ist, dass ein Investor absolut verstehen will, in was er investiert. Wenn das Zielinvestment klar definierten Plausibilitätskriterien entspricht, legt er los, und dann kann er sich erst einmal zurücklehnen.

Der dritte Schritt ist dann schon Teil einer Strategie, dass sich ein Investor einen hohen Anspruch aneignet, wie sein Geld umgewandelt wird in Produktivkapital, das ihm regelmäßige Erträge bringt für einen immer positiveren Cashflow, von dem er leben kann, wenn nötig, oder den er reinvestiert.

Das alles kann man eigenverantwortlich vornehmen und interessante Gelegenheiten suchen oder man nimmt die Unterstützung eines Finanzexperten in Anspruch, der schon Gelegenheiten geprüft hat. Das ist viel müheloser, als es klingt; ist ein ausgewogenes Portfolio einmal eingerichtet, muss man dafür vielleicht 4-6 Stunden aufbringen – pro Jahr.

Was verändert sich im Leben für den, der den Wechsel eingeht vom Finanzopfer zum Investor?

Um gleich einmal zu beruhigen: Was sich nicht verändern muss, ist das eigene Leben, wenn ich jetzt mehr wie ein Investor denke. Ich muss also nicht täglich Kurse studieren, Finanzanalyse machen, politische Strömungen verfolgen, Bilanzen lesen – all das, was man sich ja landläufig unter einem Investoren vorstellt. Wer einen Plan hat, eine Strategie, braucht nicht mehr als ein paar Stunden für die Betreuung und Vermehrung des eigenen Geldes pro Jahr.

Dabei ist natürlich ein wenig Finanzwesen bzw. Wohlstandsbildung hilfreich, denn jeder sollte ja verstehen, in was er investiert. Sich dieses Wissen anzueignen ist kein großes Problem und macht den meisten mit der Zeit richtig Spaß; und es braucht überhaupt keine besonderen Voraussetzungen dafür.

Um versuchsweise in einem Satz auszudrücken, wie anders ein Investor unterwegs ist im Vergleich zu einem Sparer: „Weg vom Sparer und Zins, dem keinerlei Sinn und Wert unterliegt – hin zum Investor und Ertrag als Teil einer konkreten, natürlichen Wertschöpfungskette.“

Das ist erheblich lukrativer und eigentlich schon das ganze Geheimnis.

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