Schulische und finanzielle Bildung – Wie viel ein 1,0-Abitur mit Vermögensaufbau zu tun hat

Schulische und finanzielle Bildung – Wie viel ein 1,0-Abitur mit Vermögensaufbau zu tun hat

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Im Wohlstandsbildner-Podcast geht es heute um eine praktische Erkenntnis: Die Fähigkeiten und Strategien für Spitzenleistungen in der Schule sind denen für Spitzenleistungen als Investor ganz ähnlich. Der Schlüssel zum Erfolg sind Prinzipien, die für jeden Lebensbereich funktionieren. Diese Prinzipien habe ich in einem Interview herausgelesen, das Welt online mit einem Schüler geführt hat, der ab der 6. Klasse die Nase voll hatte von mittelmäßigen Leistungen. „Der naheliegende und trotzdem ungewöhnliche Weg zum Einser-Abi“, so würde ich das Projekt des cleveren Burschen umschreiben, einem wahren Käpsele, wie wir im Schwabenland sagen würden; und ein Buch hat er auch gleich gemacht aus seinen Forschungsergebnissen – Titel: „Die geheimen Tricks der 1,0er-Schüler. Wie Du in der Schule richtig durchstartest “.

Die vielen Parallelen, die ich in dem Interview zwischen schulischer und finanzieller Bildung sehe, will ich in einer direkten Gegenüberstellung aufzeigen. Ich fasse dafür das Interview in sieben Kapitel zusammen, liefere eine Prinzipien-ähnliche Überschrift zu jedem einzelnen und will zeigen, dass ein unternehmerischer Ansatz überall Erfolg hat – in der Schulwelt, in der Investorenwelt, wahrscheinlich in jeder Welt.

1. Kapitel: Zeit ist ein mächtiger Renditefaktor

Finanzseminar „Gelegenheit macht Investoren“

Schulwelt: Tim Nießner ist Schüler der 6. Klasse mit einem Notenschnitt von 3,0 – ein zu schlechter Wert für einen so cleveren Kopf, dachte er sich selbst. Er fragte sich also, wie er sich effizient, mit dem optimalen Einsatz aller Ressourcen, verbessern kann. Er schaltet seinen gesunden Menschenverstand ein und macht etwas so Naheliegendes wie Schlaues: Er will von denjenigen, die ein Abitur souverän mit 1,0 abgeschlossen haben, lernen, wie man ein Spitzenschüler wird!

Investorenwelt: Da steckt schon eine Menge finanzieller Bildung drin. Tim reflektiert schon in der 6. Klasse, dass es nicht der Bringer ist, mit einem Schnitt von 3,0 die Schule zu durchlaufen. Zum Abi sind es noch ganze fünf Jahre, er nutzt also die Macht der Zeit, um entspannt Lösungen zu finden. Die Mehrzahl der Schüler macht sich übers Abitur ja erst dann Gedanken, wenn es spürbar in Reichweite ist. Tim nutzt also eine der wertvollsten Ressourcen überhaupt, weil sie unwiederbringlich ist: Zeit! Und das sollte sich für ihn lohnen, wie wir im fünften Kapitel sehen werden.

Übertragen auf die Investorenwelt heißt das: Spätestens mit 30, wenn die meisten mit Lehre oder Studium fertig sind, wäre es an der Zeit, sich um Finanzbildung und Vermögensaufbau zu kümmern und nicht erst mit 55, wenn man merkt, dass es nicht mehr lange hin ist zur Rente und es richtig eng wird mit der herkömmlichen, also kaum vorhandenen finanziellen Bildung und mit herkömmlichen Durchschnittsprodukten der Finanzindustrie. In 35 Jahren Vermögen aufzubauen ist unvergleichlich entspannter als in 10 Jahren: Dann hat man mehr Zeit gute Fragen zu entwickeln und zu stellen, die richtigen Leute als Unterstützer zu finden, zu testen, welche Strategien zu einem passen und man hat Zeit, Investments auszuprobieren. Und selbst, wenn mal welche schiefgehen sollten – es bleibt Zeit genug, Lehrgeld zu zahlen und die Verluste mehr als auszubügeln.

Zeit ist ein so mächtiger Renditefaktor, der immer unterschätzt wird, und warum? Weil unser Gehirn keinen Zinseszins ausrechnen kann! Es kann ihn sich noch nicht einmal vorstellen. Erst mit längerer Investorenerfahrung bekommt man ein Gefühl für die enorme Kraft, die vor allem in den späteren Jahren einer erfolgreichen Investition liegt.

2. Kapitel: Frage nicht die Studierten, sondern die Erfolgreichen

Schulwelt: Und an wen wendet sich Tim jetzt mit seiner Recherche? Naheliegend wäre es doch, seine Lehrer zu fragen, wie er von 3,0 auf 1,0 kommt. Und an dieser Stelle hat er in meinen Augen die beste Entscheidung überhaupt getroffen: Er fragt nicht die Studierten, die darüber reden, wie wichtig ein gutes Abi ist, aber selbst vielleicht mit einem Durchschnittsabitur ins Studium reingerutscht sind; nein, Tim fragt die, die ein perfektes Abi hingelegt haben.

Der studierte Lehrer in der Schule kennt sein Fach, ist gut in seiner Disziplin; aber weiß er deswegen, wie man ein Einser-Abi in allen Fächern schreibt?

Investorenwelt: Der Lehrer in der Schule ist wie der Steuerberater in der Kanzlei, der Banker in der Bank, der Versicherungskaufmann in der Versicherung, der Ökonom in irgendwelchen Gremien: Alle haben sie jeden Tag mit Geld zu tun und sind Studierte ihres Faches – aber haben sie deshalb Ahnung, wie man ein Vermögen aufbaut?
Wer Millionär werden will, sollte Millionäre fragen! Den besten, weil direkt Weg zum Ziel findet man, wenn man das Ziel unmittelbar vor Augen hat und nicht Wegweisern folgt, die einen oft genug vom Weg abbringen.

Höre auf die, die es geschafft haben und nicht auf die, die studiert haben, wie man es schafft.

Der eine lehrt Theorie, der andere lebt Praxis. Ich persönlich kenne ein paar Ökonomen, die bei anderen treffsicher analysieren, wie sie ihre Geldströme lenken sollten. Aber von Vermögensaufbau können sie keine Ahnung haben, weil sie selbst von 5000 € Gehalt abhängig sind und ihr Häuschen abzahlen.

Während meines Musikstudiums vor 25 Jahren zitierte mein Maestro öfter den chinesischen Spruch: „Sprich über Musik nur mit einem Musiker.“ Dasselbe gilt für mich heute: „Sprich über Vermögensaufbau nur mit einem Investor“.

3. Kapitel: Die Entscheidung – Wo und wie finde ich Mentoren?

Schulwelt: Tim war also klar, der Lehrer könnte als Coach höchstens ein Wegweiser sein, aber der Einser-Abiturient als Mentor ist das Ziel. Er sucht also Mentoren, die schon das erreicht haben, was er sich wünscht. Jetzt will er nicht nur einen finden, sondern gleich 100. Der junge Bursche denkt also groß. Viele würden dabei die Frage stellen: „Wie soll ich denn so viele 1,0-Leute finden, und das in DSGVO-Zeiten?“

Ich weiß nun nicht, wie Tim an seine 100 Einser-Leute gekommen ist, sein Buch habe ich noch nicht gelesen; aber wie der Weg zu den 100 ausgesehen hat, ist auch nicht der springende Punkt. Entscheidend war die Entscheidung, die 100 finden zu wollen, und mit der Entscheidung eröffnet sich immer ein Weg. Und dieser Weg entsteht, wie jeder Weg, während man ihn geht.

Investorenwelt: Wenn klar ist, dass ich Millionäre und nicht Banker, Börsenexperten und Buchautoren befragen sollte, wie Millionen aufzubauen sind, wäre für die meisten der erste Schritt: Wo finde ich jetzt Millionäre? Ich kenne ja noch keinen einzigen! Was muss ich tun, um die zu treffen? Golfspielen lernen?“

Dieser Reflex, der gleich eine konkrete Handlung ins Auge nimmt, sich sofort mit dem Tun beschäftigt, überspringt ganze vier Schritte auf dem Weg von der Idee bis zur Manifestation eines Ziels, überspringt vor allem den wichtigsten Schritt – und das ist der erste. Wie sieht dieser erste Schritt aus? Es ist schlicht die klare, unwiderrufliche Entscheidung in Form einer Absichtserklärung, worum es einem geht, und die könnte in unserem Fall so klingen:

„Ab heute bin ich ein Magnet für Millionäre, ein echter Millionärs-Kennenlerner! Millionäre freuen sich, mir Rede und Antwort zu stehen, denn ich tue ihnen mit meiner Neugierde, Wertschätzung und Offenheit genauso gut wie sie mir mit ihren Tipps.“

Was glaubt ihr: Wer mit so einer unerschütterlichen Einstellung die Haustür verlässt und seine ganze Wahrnehmung, seine ganze Frequenz auf wirklich vermögende Menschen ausrichtet – wird er diese finden, erkennen und für sich gewinnen? Natürlich wird er das, denn das ist das Gesetz der selektiven Wahrnehmung, das ist es Gesetz der Resonanz! Wenn Du als Empfänger die richtige Frequenz einstellst, dann spielt die Musik ganz von allein.

Jemand, der sich entschieden hat, sucht nicht mehr. Er geht los und lässt sich finden.
Wenn mich also jemand fragt: „Andreas, wo finde ich denn jetzt die reichen Leute und was muss ich tun, damit sie mir Tipps geben?“, Dann ist meine Antwort einfach: „Du setzt den fünften Schritt vor den ersten und zweifelst eigentlich noch an Deinem Projekt. Hättest Du Dich wirklich entschieden, hätte Dich der Erste aus Deiner Zielgruppe schon längst gefunden.“

4. Kapitel: Vermögensaufbau ist nicht Schulklugheit, sondern Lebensweisheit

Schulwelt: Kaum hat Tim seine ersten 1,0-Leute befragt, ist jetzt natürlich spannend, welche Tipps er von ihnen bekommen hat. Und allein das, was Tim bereit war in dem Interview preiszugeben, hat eine klare Linie erkennen lassen:

Natürlich beziehen sich die Tipps auch aufs Lernen, auf Lerndisziplin, denn ohne geht es nicht. Lernen steht im Mittelpunkt, wenn man Wissen anhäufen will. Das Einser-Abi nur herbeizuwünschen als Bestellung ans Universum und dabei im Sessel bei einer Runde Netflix zu chillen, das funktioniert halt nicht. Ein Weg wird erst dann zum Weg, wenn er auch gegangen wird. Das kann auch schon mal schweißtreibend sein.

Doch die Tipps der Einser-Leute gingen weit über stupides Lernen, also Büffeln, hinaus, und so wie ich Tim verstanden habe, waren diese Tipps für ihn entscheidend. Es ging um Tricks und Fähigkeiten, die auf jeder Ebene des Lebens vorteilhaft sind: Wie gewinne ich Menschen für mich? Warum ist „So zu tun, als ob“ manchmal ein mächtiger Vorteil? Wie organisiere ich mich? Welcher Zeiteinsatz bringt mir vielfachen Nutzen? Wie verschaffen mir die Gesetze der Wahrscheinlichkeit Rückenwind? Warum ist Reden im richtigen Moment nicht Silber, sondern Gold? Wie kann ich mir die Frequenz von Einser-Leuten aneignen? Wann sollte ich meine Komfortzone verlassen, damit die Rückkehr umso komfortabler wird?

Investorenwelt: Anhäufung von Wissen bedeutet Lernen, Lernen, Lernen. Das entspricht dem Sparer in der Finanzwelt. „Sparen, Sparen, aber bloß kein Häusle bauen“ wäre auch einer meiner Investorentipps. Ohne regelmäßige Anhäufung von kleinen Portionen Geld kann keine große Summe herauskommen, zumal damit auch keine Vermögensaufbau-Strategie nutzbar wird, die ich Topf-Strategie nenne: Mit ihr und im Zusammenspiel mit anderen Strategien verdoppelt sich das eigene Kapital durch regelmäßigen, aber erträglichen Einsatz – und das gerade einmal in einem Zeitraum von 15 Jahren.

Aber Sparen allein reicht nicht; dazu verdienen die meisten zu wenig Geld, fangen zu spät mit Sparen an oder nutzen nicht die Instrumente, die ihnen wirklich finanziellen Rückenwind verschaffen, auch ohne zusätzlichen Sparaufwand. Es müssen Tipps und Tricks und Strategien her, die über das reine Weglegen von Sparraten hinausgehen und eine übergeordnete Perspektive ermöglichen, und das ist für mich Investorenweisheit.

Das Schöne ist: Im Gegensatz zu Cleverness und Klugheit, die spezifisch für einen Lebensbereich funktionieren mögen, durchdringt Weisheit jede Ebene des Lebens, denn:

Weisheit ist durch Erfahrung erlebbar gewordenes Wissen.

Deshalb ruft ein Investor mit ihr Fähigkeiten auf, die gar nicht mehr direkt mit Geld zu tun haben, sondern den ganzen Menschen miteinbeziehen und ihn zum Werkzeug für sein Ziel machen.

Ich nenne das Programmier- und Frequenzarbeit; die geht weit über das hinaus, was viele pauschal als Mindset bezeichnen würden. Die eigene Frequenz auf Fülle zu programmieren ist so, als würde man mit einem Schraubenschlüssel 100 entscheidende Stellschrauben gleichzeitig für mehr Reichtum drehen. Und das kann man trainieren, so wie Tim die Tricks angewendet und trainiert hat, die jenseits von Noch-mehr-Lernen-und-Büffeln liegen. Mit Erfolg, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden:

5. Kapitel: Finanzielle Ziele sind Meilensteine, die mehr als nur mehr Geld bringen

Schulwelt: Tim hat innerhalb von einem Jahr seinen Schnitt von 3,0 auf 1,3 geschraubt. Meiner Meinung nach ist das die beste Vorbereitung für ein mindestens 1,3er-Abitur, weil er jetzt schon weiß, wie sich eine 1,3 anfühlt. Und diese Frequenz auch im Abitur abzurufen wird ihm, wenn er so weitermacht, ohne Weiteres gelingen.

Ich sehe da aber noch mehr als nur das Erreichen eines Ziels in Form eines verbesserten Notendurchschnitts. Ich glaube, für Tim wird auch ein 1,0-Abi nur ein Meilenstein sein, an dem er vorübergeht und erkennt, dass ihm der Weg dorthin erheblich mehr gebracht hat als nur gute Noten, nämlich mindestens diese fünf Dinge:

  1. Die Erfahrung, dass der Weg von der Entscheidung bis zum Ziel gar nicht so lang sein muss. In einem Jahr von 3,0 auf 1,3 ist wahrlich eine beeindruckend kurze Zeit.
  2. Tim dürfte mit seinen vielen Interviews ein riesiges Netzwerk von Menschen und Tippgebern aufgebaut haben, die ihm wohlgesonnen sind und von denen einige ihm sicher für seinen weiteren Weg dienlich sein werden.
  3. Die Entwicklung und Verwirklichung unternehmerischer Fähigkeiten und des Talents zum Organisieren kann ihm niemand mehr nehmen.
  4. Tim hat auf dem Weg jede Menge weitere Potenziale in sich entdeckt, wie er am Ende des Interviews hat anklingen lassen.
  5. Eine Menge Ideen hat er auch bekommen, was er mit seinem Einser-Schnitt und mit diesen Potenzialen nach dem Abi machen will. Davon werden wir gleich mehr hören.

Investorenwelt: Wer den Weg eines Investors beschreitet, stiefelt irgendwann nicht mehr nur dem Geld hinterher, sondern sieht die Blumen am Wegrand. Vermögensaufbau durch Wertschöpfung lässt Renditen irgendwann zur Nebensache werden, weil sie gewissermaßen selbstverständlich werden.

Der größte Genuss ist, wie sich Fülle nicht nur im Geldbeutel, sondern überall ausdrückt: Mehr interessante Menschen, mehr Netzwerke, mehr Ideen, mehr Projekte, mehr Länder auf der Erde, die man bereist, mehr Gesundheit, mehr Selbstwert und Kraft, mehr Leben im Rahmen eines ereignisreichen Lebens.
Wer nur spart, aber ansonsten keine innere Verbindung hat zu seinem Geld und zu seinen Geldanlagen, der kommt vielleicht auch auf eine gewisse Summe – wenn er unterwegs nicht scheitert an Hürden namens Inflation, Krisen, strategische Fehler, Verluste, Hören auf die falschen Tipps. Doch ihm entgehen all die schönen Dinge, die ich oben aufgezählt habe.

Auch für den Weg eines Investors ist kein finanzieller Erfolg garantiert, wenngleich viel wahrscheinlicher. Aber reicher macht der Weg auf jeden Fall mit allem, weil er das ganze Leben bereichert.
Mein damaliger Meister hat es in seiner prägnanten, trocken anmutenden Art so ausgedrückt: „Du willst ein besserer Musiker werden? Dann werde erst einmal ein besserer Mensch.“ Ja, ich habe bei ihm ein Studium zum Konzertsolisten durchlaufen; es war aber vor allem ein Studium zum Menschsein.

Tim wendet jetzt noch eines der genialsten Rezepte an, um zu bekommen, was er sich wünscht:

6. Kapitel: Du willst reich werden? Dann lehre, wie man reich wird!

Schulwelt: Tim hat sein Wissen, das er auf dem Weg zum Einser-Schnitt gesammelt hat, nicht für sich behalten, sondern ein Buch geschrieben. Er, selbst noch auf dem Weg zum Abitur, bringt mit dem Buch anderen bei, wie sie ein bedeutend besseres Abitur machen können – er lehrt also das, was er sich selbst wünscht. Ich kann mir vorstellen, dass er sein eigenes Wissen hin zum Top-Schüler, der er geworden ist, nochmals bedeutend erweitert und verdichtet, indem er sein Wissen anderen weitergibt und zeigt, wie sie zum Top-Schüler werden.

Investorenwelt: Die meisten dürften der These zustimmen, dass man selbst das vertieft, erweitert und verinnerlicht, was man anderen beibringt. Es ist ein universelles Gesetz, das natürlich auch für Vermögensaufbau gilt! Sei Du für andere die Quelle der Erfahrung, die Du selbst machen willst:

Wer richtig reich werden will, ist gut beraten anderen zu helfen, wie sie reich werden.
Ein richtig guter Pilot wird der, der anderen beibringt, Pilot zu werden.
Wer wirklich glücklich werden will, tut gut daran, andere glücklicher zu machen.

Das ist übrigens auch ein wesentlicher Grund, warum ich anderen beim Investieren helfe und Finanzseminare gebe – ich gebe damit weiter, was ich mir selbst wünsche und was mich immer aufs Neue begeistert, während ich anderen davon erzähle.

Das Interview mit Tim hatte zum Schluss noch eine Blume zu bieten, die auch wunderbar zum Investorenweg passt:

7. Kapitel: Vermögensaufbau ist eine Unternehmung, keine Altersvorsorge

Schulwelt: Abschließend wird Tim gefragt, was er denn machen würde, wenn er sein großes Super-Abi in der Tasche hat. Er antwortet, Zitat: „Ich interessiere mich fürs Unternehmertum, ich werde mich darauf konzentrieren, mein Buch in einen Videokurs für die Schüler umzusetzen. Damit würde ich mich gern selbstständig machen. Aber vielleicht dann auch noch studieren.“

Investorenwelt: Dass Tim das Unternehmertum reizt, überrascht mich nicht wirklich. Er hat ja seit der sechsten Klasse bewiesen, dass eine Menge unternehmerisches Talent, selbstständiges Denken und die Freude am Fortschritt in ihm stecken. Da verwundert es auch nicht, dass er weiter studieren will, denn wenn er jetzt eh so gut Lernen gelernt hat, warum sollte er dann damit aufhören? Ich sehe darin eine Mentalität, wie sie auch jeder Investor braucht:

Der Sparer, der meint, die Bank wüsste am besten sein Geld zu vermehren und die Versicherung würde mit Altersvorsorge-Produkten für sein Alter vorsorgen, dieser Sparer hängt an dem, was ich die Angestellten-Mentalität bezeichne und spiele dabei auf den ersten Quadranten an, den Robert Kiyosaki aufgestellt hat. Menschen mit Angestellten-Mentalität geben in der Finanzwelt die Verantwortung über Gelingen oder Scheitern des eigenen Vermögensaufbaus an andere ab. Der Investor dagegen will wissen, verstehen und lenken, was sein Geld wann wo macht. Er denkt und handelt wie ein Unternehmer, denn Vermögensaufbau ist eine persönliche Unternehmung und nicht das Delegieren eines Auftrags an andere. Bei Robert Kiyosaki macht der Unternehmer und Investor übrigens den dritten und vierten Quadranten aus.

Der Angestellte hat natürlich den Luxus, anderen die Schuld geben zu können, wenn etwas schiefgeht, sein Geld ist aber trotzdem weg. Und wenn es gut geht, wird er im besten Fall mit Zinsen abgespeist. Der Unternehmer aber nimmt sein Schicksal in die eigenen Hände mit der Einstellung eines Abraham Lincoln: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

Fazit: Obwohl es in dem Interview nur um schulische Bildung ging, waren die Antworten von Tim für mich ein Paradebeispiel, wie ein Unternehmer denkt, handelt und seine Zeit und Energie einsetzt – genauso wie ein Investor. Und so, wie ich Tim wünsche, ein erfolgreicher Schulbildner zu werden, wünsche ich allen bestehenden und zukünftigen Investoren, dass sie erfolgreiche Wohlstandsbildner werden.