Und die Welt bleibt stumm, verpasst du nur das Zauberwort oder: Tun oder nichts tun, das ist die Frage der Frequenz

Und die Welt bleibt stumm, verpasst du nur das Zauberwort oder: Tun oder nichts tun, das ist die Frage der Frequenz

Teil 2 der Podcastreihe „Über Hamsterräder, Finanz-Exorzisten und was wir sonst noch alles ertragen müssen“. Wenn das Universum aus den Kernelementen Information und Frequenz besteht, vernachlässigen wir als informationslastige und -gläubige Gesellschaft die Frequenz in allen Dingen. Diese mehr in den Fokus allen Denkens und Tuns zu rücken würde womöglich die Welt tatsächlich dazu anheben, mehr zu singen, weil wir alles leichter und in besserer Laune erledigt bekommen.

Kapitel 2 : „Und die Welt bleibt stumm, verpasst du nur das Zauberwort oder: Tun oder nichts tun, das ist die Frage der Frequenz“

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Der vergangene Podcast hat angesprochen, wie uns die Politik sprachlich genderkorrekt erziehen will. Bleiben wir noch beim Thema „Verpflichtung und Zwang“, womit ich auch die Frage beantworte, warum es bis zur jetzigen Podcastreihe viele Monate keinen Wohlstandsbildner-Podcast gegeben hat. Patrick, mein Administrator und Online-Spezialist für Medien wie diesen Podcast hier, hat mich immer wieder darauf hingewiesen, dass ein neuer Podcast schon mal wieder eine gute Sache wäre. Da warten sogar schon manche Wohlstandsbildner drauf! Und das freut mich auch, aber:

1. Ein Mal podcasten, immer podcasten, um ja keine Reichweite oder das gute Ranking zu verlieren, das klang für mich nach Verpflichtung; dabei bin ich gerade dabei, so viele Pflichten wie möglich über Bord zu werfen und mir keine neuen aufzuhalsen, worauf wir im kommenden Podcast bei den Hamsterrädern deutlich zu sprechen kommen. Das führt direkt zu
2. Für mich werden Sachen erst dann gut, wenn sie mich inspirieren und Spaß machen, und das ist für mich eine Notwendigkeit und kein Luxus. Hier meine Erklärung dafür:

Ein 8-Gänge-Menü kann aus den besten Zutaten bestehen und toll aussehen; doch wenn der Koch sein Menü routiniert, aber völlig lustlos und unkonzentriert hindrapiert hat, dann hat das eine Wirkung; vielleicht schmeckt ja auch alles, aber Geschmack ist eine oberflächliche Frage und auch tagesformabhängig; die viel wichtigeren Fragen für mich sind: Wie gut tut mir das Essen? Gibt mir das Essen dauerhaft Energie, macht es mich glücklich? Und diese, sagen wir einmal feinstofflichen Zutaten, hängen nicht vom Geschmack und Aussehens eines Menüs ab.

Ja, mir kann auch etwas nicht schmecken und es macht mich trotzdem glücklich! Was jetzt wie ein Widerspruch klingt, ist eine Frage der Perspektive und Wertschätzung, und besser als beim Essen kann ich das beim Wein demonstrieren:
Ab und zu erwische ich einen Wein, der mir nicht schmeckt und den ich nicht nachkaufen würde; trotzdem kann mich der Wein begeistern, einfach, weil zum Beispiel die Freude des Kellermeisters an seiner Arbeit in der Weinbeschreibung spürbar ist, und dazu kommt seine Lust am Experimentieren, seine Geduld auf der Maische, der deshalb prächtige Farbton, die gekonnt kombinierten Trauben einer kompakten, in sich stimmigen Cuvée, die feinen Schichten unterschiedlichster Sinneseindrücke und die Hingabe, die in jeder Traube prickelt, wenn ein Winzer im Einklang mit der Natur arbeitet. Wenn etwas richtig gut mit größter Leidenschaft gemacht ist, kann ich das wertschätzen, ohne dass es mir persönlich gefallen muss. Das meine ich mit Begeistern, und das ohnehin subjektive Geschmacksempfinden tritt in den Hintergrund.

Wolfgang Sonnenburg sagt immer so griffig, das gesamte Universum würde nur aus zwei Dingen bestehen: Aus Information und Frequenz, Quantenphysiker nennen es auch Teilchen und Welle. So bestimmt nicht nur die Information, in meinem Beispiel etwa Geschmack und Aussehen, wie gut etwas gerät, sondern auch die Frequenz und die gute Laune, mit der alles zubereitet wurde, haben erheblichen Einfluss auf das Ergebnis. Vielleicht wird das mal messbar sein, so wie heute schon Biophotonen oder Lichtquanten nach Fritz-Albert Popp in unserer Nahrung gemessen werden können als mögliche Kennzahl für Lebendigkeit, sprich: Frequenz.

Ich will jedenfalls, dass meine Podcasts und alle anderen Medien nicht nur informieren, sondern auch Lebendigkeit transportieren, selbst, wenn nicht jeden jedes Thema gleichviel interessiert; und das geht nur mit guter Laune, das geht, wenn ich in aufgeräumter Form bin und wenn ich das für ein Projekt bin, was die Amerikaner so schwer übersetzbar „eager“ nennen. Ja, es geht um Eagerness! Alles andere transportiert vielleicht Informationen, aber auf welcher Welle sollen die sich denn verbreiten, wen berühren die denn, wenn die Frequenz fehlt? Und nach der Pandemie-Reihe hatte ich eben keine Lust, also nicht die für mich passende Frequenz zu weiteren Podcasts; dafür haben mich andere Projekte vereinnahmt, für die Eagerness ausreichend vorhanden war

Immer weniger zu tun, zu dem ich so gar keine Lust aufbauen kann, ist für mich mittlerweile kein Luxus mehr, sondern eine Haltung zu meinem Leben in zweierlei Hinsicht – und das hat viel mit Widerstand zu tun und mit dem Gegenteil, dem Zauberwort, das man erwischen muss, damit alles von selbst abhebt:

  1. Es gibt viele Dinge, die ich im jeweiligen Moment nicht ändern kann – wie etwa Corona-Maßnahmen, Steuererhöhungen oder ein banaler Schnupfen, der mir das Hirn vernebelt. Diesen Dingen will ich mit radikaler Widerstandslosigkeit begegnen oder positiv ausgedrückt: mit radikaler Akzeptanz. Kein Umstand bessert sich, wenn ich mir von ihm die Lebensfreude verhageln lasse, nein: Es zementiert ihn nur. Doch widerstandslos wehen mich die unvermeidlichen Dinge der Welt einfach nur an wie ein lauwarmes Lüftchen, das ein Härchen meiner Augenbraue bewegt, sonst nichts. Zu anderen Zeiten tröstet mich auch folgende Einstellung bei den Unvermeidlichkeiten des Lebens, die ja leicht in Probleme und entsprechenden Widerstand ausarten können: „Hätte ich nicht dieses Problem, hätte ich ein anderes. Dann kann ich auch gleich mit diesem glücklich sein.“

Das Wort „radikal“ kommt ja von lateinisch Radix, die Wurzel; von dieser im tiefsten Sein verwurzelten Akzeptanz alles Unvermeidlichen bin ich zwar oft genug weit entfernt, aber allein zu bemerken, dass ich von ihr entfernt bin, bringt mich der Akzeptanz schon wieder ein bisschen näher.

  1. Nun gibt es aber auch viele Dinge in meinem Leben, die ich ändern kann – bei denen ich bestimme, ob sie laufen und wie sie laufen, wie etwa beim erwähnten Podcast. Wie schon gesagt: Entweder, die Dinge machen mir Spaß oder ich lasse sie bleiben. Diese radikale Kompromisslosigkeit hilft mir seitdem enorm, Dinge leicht, schnell und mit Qualität gebacken zu bekommen oder, wenn keinerlei Aussicht besteht, dass mir die Dinge irgendwann Spaß machen könnten, dann hilft sie mir, Dinge schnell zu delegieren. Das kostet zwar, mitunter sogar viel Geld, aber deshalb bin ich ja als Investor ein Fan von Wohlstandsbildung, um es mir leisten zu können, meine Lebensfreude zu bewahren und alles, was diese in den Keller ziehen könnte, abzugeben an Leute, die genau damit ihre Freude haben und ihr Potenzial verwirklichen können. Investieren heißt nicht Geld aufzubauen, sondern ein Leben aufzubauen, und dafür sind nun mal gewissen Geldmengen nützlich. Der Fokus liegt also ganz woanders, als es die Masse mit dem Wort „Investor“ verbindet.

Ich möchte das noch einmal mit anderen Worten und an einem anderen, ebenfalls recht radikal anmutenden Beispiel demonstrieren. Die These lautet:
Die Hingabe und Frequenz, mit denen ich über ein Projekt nachdenke, wie ich darüber spreche und wie ich es durchführe, das beeinflusst das Ergebnis, die Manifestation des Ganzen ganz erheblich. Meine Folgerung: Ich will es mir immer weniger leisten, auch nur einen zweiten Gedanken zu verfolgen, wenn mich schon der erste nur eingeschränkt begeistern konnte.
In jedem Anfang liegt schon sein Ende begründet, sagte der große Dirigent Sergiu Celibidache immer. Erstrahlt also schon der Anfang nicht in hellstem Glanz, wird es zum Ende hin oft immer düsterer.

In einem vergangenen Podcast habe ich Mozart ins Feld geführt mit seinem bewundernswerten, ach was, mit seinem zutiefst imposanten „Il filo“-Prinzip beim Komponieren: Wenn die Fortführung einer musikalischen Idee sich bei ihm nicht mit größter Leichtigkeit, mit größter Selbstverständlichkeit und natürlich mit größtem Spaß von selbst ergeben hat, dann hat Mozart sofort alles verworfen und hat nicht an einer Fortsetzung herumgebastelt, bis es mal passt; denn diese Einschränkung an Frequenz hätte er nicht akzeptiert, dieses „weg von der Inspiration und weg vom Geist, der Materie schafft“, hin zur Arbeit, zur Mühsal, zur Härte gegen sich selbst, hin zur Materie, die Materie erschafft.

Inspiration war für Mozart, sich von der Quelle aller geistigen Schätze durchfließen zu lassen, dass er eigentlich nur noch die Feder halten muss, und die betörendste Musik schreibt sich wie von selbst. Er war nur das Medium für die Quelle, ähnlich wie Johann Sebastian Bach; und dann verwundert es nicht, dass in den Originalpartituren der beiden so gut wie keine Korrekturen auftauchen, denn nur der Verstand kann sich irren, in der Quelle aber liegt das Ergebnis, das Ende, ja schon vor in aller Vollkommenheit.

Jede Einschränkung zieht weitere Einschränkungen nach sich, und so eine Abwärtsspirale kann nur mit viel Kraft und Zeit, eben mit Arbeit, durchbrochen und vielleicht auf das gewünschte Level angehoben werden; doch das wird mit jedem Kompromiss immer schwerer, bis es irgendwann unmöglich wird. Daher kommt der ersten Idee, dem Ursprungsgedanken, ein besonderes Gewicht zu.
Es ist wie bei einem Laserpointer: Vom ersten zum zweiten Gedanken bewege ich den Laserpointer in meiner Hand, ganz hinten im Seminarraum stehend, nur einen halben Zentimeter, aber das Ergebnis vorne an der Beamerwand, also die bis ans Ende gedachte Fortführung, bewegt den Lichtpunkt an der Wand um 3 Meter. Ein kleiner Kompromiss am Anfang bläst sich womöglich zu einem unlösbaren Konflikt am Ende auf.

Der römische Dichter Ovid hat das genannt: „Wehret den Anfängen!“ Eine Wendung, die heute zu oft von Politikern mit nervend erhobenem Zeigefinger verwendet wird. Ich nenne das weniger griffig, dafür moralfrei „Achtsamkeit im Umgang mit dem stiftenden Gedanken“. Meine einzige Aufgabe ist achtsam dafür zu sein, ob ein stiftender Gedanke klingt wie das Zauberwort, das ich nur zur rechten Zeit erwischen muss und alles entwickelt sich von selbst in Wohlgefallen; und wenn es kein Zauberwort ist, mit dem nach Joseph von Eichendorff die Welt anhebt zu singen, sollte ich mir überlegen, wie viel Beachtung ich dem Gehörten weiter schenke.

Den eigenen Gedanken und ihrer Wirkung mehr Beachtung zu schenken ist Teil jeder Meditationspraxis für ein bewussteres Leben und für ein bewussteres Erschaffen. Gerade zu Beginn kostet es viel Konzentration und Energie, besonders den stiftenden Gedanken einem emotionalen Feedback-Test zu unterziehen als Gradmesser, auf welchem Frequenzlevel ich unterwegs bin und ob das Niveau meinen Ansprüchen genügt. Wir alle denken stiftende Gedanken mindestens ein Mal am Tag, nämlich morgens nach dem Aufwachen und können dort den Energieverlauf des gesamtes Tages maßgeblich beeinflussen. In Anlehnung daran feiere ich auch Silvester meistens so, dass ich frühzeitig ins Bett gehe, um in den ersten Morgenstunden, also am Anfang des Jahres, schon seine Ende zu spüren – nicht, was Informationen angeht, sondern, was die Frequenz betrifft.

Und wie viel mehr gilt den Anfang zu heiligen für den größten Beginn des Lebens selbst, nämlich für die Geburtsstunde eines Menschen? Hier kann ich alle werdenden Eltern nur inständig empfehlen, dem ankommenden Erdenkind einen Empfang zu bereiten mit höchstschwingender Frequenz im Überfluss voller Dankbarkeit, Freude und Liebe. Das scheint selbstverständlich zu sein, ist aber leider dann, wenn es soweit ist, oft nicht so einfach, wenn Mediziner das Sagen haben, irgendwelche Abweichungen von der Norm Stress erzeugen, wenn die Geburtshelfer um das Bett oder die Badewanne herum keinen guten Tag erwischt haben und wenn die Geburt selbst ein unvorstellbarer Kraftakt ist vor allem für die Mutter; es gilt, zumindest die Bereitschaft im Rahmen der Möglichkeiten ganz oben zu halten, dem kleinen Menschen nach dem Verlust seiner warmen, geborgenen Höhle einen innigsten, harmonischen, weichen Empfang zu bereiten. Medizinische Untersuchungen und Behandlungen, wenn nicht akut nötig, können warten, ebenso auch die Trennung von der Nabelschnur, bis sie wirklich nicht mehr pulsiert und das Kind erstmal eintauchen darf in die Liebe, in die offenen Arme, die Wärme und den Duft der Eltern.

Am Ende aller Dinge geht es nie um das Was der Dinge, sondern um das Wofür: Wir machen alles einer emotionalen Wirkung wegen. Es geht immer um Lebensfreude, die in uns zu erschaffen keine Reaktion ist auf äußere Umstände, sondern eine Entscheidung als Ausgangspunkt für eine tolle Reise. Genau das ist auch Wohlstandsbildung.

Im nächsten Podcast dieser Reihe nähern wir uns wieder einem geldigeren Thema, nämlich den Hamsterrädern des Lebens. Hamsterräder im Leben eines Menschen haben landläufig einen schlechten Ruf; gerade deswegen werde ich sie hochfrequent präsentieren in der Hoffnung, dass jeder danach seine Hamsterräder liebt. Bis dahin, salut!

 

 

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