Wie lege ich als Junginvestor los? Teil 3

Das Wohlstandsbildner-Blitzlicht für gelingenden Vermögensaufbau und überhaupt ein gutes Leben

Blitzlicht 23 – Wie lege ich als Junginvestor los? Teil 3

Je früher der Grundstein zu Reichtum gelegt wird, desto entspannter wird die Reise dorthin. 3. Teil einer Reihe, in der Andreas auch darüber spricht, warum er überhaupt Seminare anbietet.

 

Die ersten Schritte nach Schule und Ausbildung, um Vermögen aufzubauen.

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Nun direkt zu den drei Fragen, die du mir, Robin aus dem Münsterland, von deinen Mandanten weitergegeben hast. Und ich will in diesem Zusammenhang die Gelegenheit nutzen, um hier noch einmal darzustellen, warum ich tue, was ich tue und warum auf eine besondere Weise, die in der Finanzwelt eher unüblich ist. Zu deiner ersten Frage, Robin:

  1. In Bezug auf das Finanzseminar: Ist es schlimm, wenn ich noch keinerlei finanzielle Vorbildung habe?

Klare und einfache Antwort: Nein, das ist nicht schlimm. Im Gegenteil: Je weniger sich jemand mit dem beschäftigt hat, was landläufig über Geldanlagen und Vermögensaufbau erzählt wird, desto offener kann er sein für einen übergeordneten Blick auf das Thema. Die großen Medien sind viel zu oft nur verlängerter Arm der traditionellen Finanzwelt, und wer ihnen folgt mit ihren – nennen wir es mal – Anlagetipps, der läuft Gefahr verbildet, manipuliert und indoktriniert zu werden, dort, wo er sich eigentlich Aufklärung und Information erhofft hat.

Ein Beispiel, wie sich das zeigt: Wer den Finanzteil der großen Magazine und Zeitungen durchblättert, der muss sich doch denken, die Finanzwelt für Kleinanleger besteht fast nur aus der Börse mit all ihren Fonds und fondsähnlichen Produkten, flankiert von Wohnimmobilien und Edelmetall; und für die, die noch ein bisschen Aufregung haben wollen, für die gibt es noch ein paar Tipps zu Kryptowährungen. Es ist wirklich armselig, doch so werden die Geldströme der Masse gelenkt, und zwar sehr effektiv.

Das Ergebnis ist, dass es in so einem Umfeld mühsam sein kann, eine neue, erweiterte Perspektive aus Investorensicht auf unsere Finanzwelt einzunehmen. Das meine ich mit „verbildet“, weil dem Blickfeld der Menschen ein riesiger Bereich von Investitionsmöglichkeiten vorenthalten wird. Wer so in mein Seminar kommt, ist manchmal sehr gefordert, geistig und seelisch, wenn er dann sieht, was es gibt, wovon jemand bis zu meinem Videoseminar vielleicht noch nie gehört hat. Am schwersten tun sich dabei übrigens Banker. Wenn die sich nicht davon lösen können, was ihnen in der Bankerlehre eingetrichtert wurde, dann bleiben sie bis zum letzten Atemzug – na ja, Banker eben. Quasi Beamte der Geldanlagenwelt auf Lebenszeit.

Das alles heißt jetzt nicht, das, was ich in meinen Seminaren erzähle, wäre besonders oder würde den Standpunkt der Erleuchtung einnehmen, wie Vermögensaufbau funktioniert. Ich will noch nicht einmal behaupten, dass alles, was ich erzähle, für jeden richtig und wahr sein muss. Klar versuche ich mich an Fakten zu halten und verweise auch genug auf Quellen, von denen ich mein Wissen beziehe. Doch was wir als wahr und damit als richtig ansehen, ist doch immer gekoppelt an den Zeitgeist, an die vorherrschenden Glaubenssätze und an die heutigen Erkenntnisse, die morgen schon überholt sein können. Und was so wandelbar und subjektiv ist, was so oft Rechthaberei auslöst wie das, was als „Wahrheit“ bezeichnet wird, das ist für mich uninteressant. Ein Blick nach Amerika sollte da eigentlich jeden kurieren von etwaiger Wahrheitshybris.

Mich interessiert, was wirkt und welche Ergebnisse es hervorbringt. Ich will wissen, was funktioniert und wenn ich dann noch verstehen kann, wie es funktioniert –, dann bin ich dabei. Denn Ergebnisse lassen sich besser vergleichen als das, was jemand als richtig und wahr erachtet. Wahrheit und für jeden ersichtliche Ergebnisse – das deckt sich eben nicht in der Wahrnehmung ALLER Menschen. Nochmal das eindrückliche Beispiel, wenn wir über den großen Teich schauen: Die Hälfte aller Amerikaner hält das, was ein chronischer Lügner ständig behauptet, für wahr. Und diese Hälfte ignoriert alle Ergebnisse, weil die nicht zu ihrer Wahrheit passen.

Ich wiederhole an der Stelle einen Begriff, den ich schon viele, viele Male in den letzten 61 Podcasts verwendet habe. Denn er steht im Zentrum meiner Arbeit als Investor: Mir geht es um Plausibilität. Oder auf Deutsch, weil es ein so ausdrucksvolles Wort ist: um Schlüssigkeit!

Was schlüssig ist und was funktioniert infolge einer schlüssigen Argumentation, – das ist das zentrale Thema, das mich bewegt und interessiert. Um noch genauer zu werden: Plausibilität, wie ich sie verstehe, beinhaltet zwei Hauptelemente: 1. Funktionieren die Dinge auch, wenn es hart auf hart kommt? Überlebe ich auch im Sturm oder bin ich nur Schönwettersegler? Und 2., was die Finanzwelt bis heute nicht ehrlich thematisiert: Sind die Dinge moralisch vertretbar, also für alles und jeden von Nutzen?

Es gibt noch 18 andere Elemente, die abzuklopfen sind und einige davon sind ja Thema des Finanzseminars für Wohlstandsbildner. Aber schon mindestens bei einem dieser beiden Punkte scheitert das, was der Masse die ganze Zeit empfohlen wird an Immobilien, ETFs, Fonds, Zertifikaten, Edelmetallen, seltene Erden, Kryptowährungen und sämtliche Geldwerten der Finanzindustrie.

Die Masse der Menschen hält das für plausibel, was andere als plausibel vorgeben. Ich gehöre auch zu diesen Menschen, die das eigene Denken ausschalten und anderen blind glauben, was sie sagen, wenn – und das ist das große Wenn in dem Fall – wenn ich einfach nicht kompetent bin, um eine eigene Plausibilitätsprüfung zu machen. Viele handwerkliche Arbeiten, etwa am Auto oder was Kompliziertes in der Wohnung – da verlasse ich mich auf Experten. Bei steuerlichen Spezialitäten steige ich auch aus, also müssen Experten ran. Oder wenn ich die Statik eines Immobilienkonzeptes berechnen lassen müsste – da muss sich jeder auf Gutachter verlassen können, ist doch klar. ABER: Beim eigenen Geld, meine klare Meinung, sollte ich mir irgendwie so viel Bildung aneignen, um grundsätzliche Elemente einer Schlüssigkeitsprüfung selbst machen zu können. Wohlstandsbildner kennen meine 7 Spotlights eines lebendigen, ausgewogenen Portfolios. Das sind solche Faktoren, mit denen man Investments auf eine grundsätzliche Schlüssigkeit prüfen kann; nur, um ein Beispiel zu nennen.

Die Masse aber denkt und macht nach, auch beim Thema Geld und Vermögensanlage, was andere vorgedacht und evtl. vorgemacht haben. Wenn das eigene Geld dann weg ist, bedauern viele, nicht selbst genauer hingeschaut zu haben, anstatt den sogenannten Tipps zu folgen, die irgendjemand in bekannten Blättern wie Focus Money oder dem SPIEGEL zum Besten gegeben hat. Bleibt überhaupt die Frage: Wem soll man in Sachen Geld überhaupt zuhören und glauben?

Bei mir läuft das folgendermaßen: Ich studiere jeden Tag 3-5 Plattformen für wirtschaftlichen und politischen Journalismus, aus Interesse heraus, sicher, aber auch, weil mich meine geschäftlichen Tätigkeiten jeden Tag auffordern, auf dem Laufenden zu bleiben.

Und egal, welchem politischen Spektrum ich einen Artikel zuordnen muss – links oder rechts, Falke oder Taube, konservativ oder out of the box –  bei den allermeisten Artikeln frage ich mich: Hat die Person, die da Meinungen und Tipps veröffentlicht, wie Finanzen heute funktionieren – hat die Erfolg damit? Und zwar auch heute, mitten im Feuer einer seit Jahren angeheizten Inflation und einer sehr prekären Lage der Weltwirtschaft insgesamt? Weiß diese Person aus der Praxis, worüber sie spricht? Ist das eine vermögende, noch besser: reiche Person, die mir da sagt, wie man reich werden kann?

Es klingt ja oft ganz g’scheit, was da so alles geschrieben wird. Aber wenn ich dann genauer recherchiere, dann kommt der Eindruck hoch, als hätten die Autoren selten selbst bis zum Ende wirklich ausprobiert, was sie ablehnen oder empfehlen. Als hätten sie von dem Geschäft, Geld zu vermehren, nicht so wirklich eine Ahnung.

Na ja, und wenn ich ganz offen sprechen darf: Ich kenne keinen einzigen erfolgreichen Investor, der sich zusätzlich als Journalist verdingt, weil er so viel Zeit übrighat, seine Erkenntnisse weiterzugeben. Und der dann noch so großzügig ist, in Blättern wie dem Handelsblatt oder einer Wirtschaftswoche zu verkünden, wie man Millionen aufbaut.

Also, wir alle haben doch nur sehr begrenzt Zeit und Konzentration. Deshalb müssen wir entscheiden, wem wir zuhören und wem wir unsere Zeit schenken. Angenommen – ich kreiere jetzt ein einfaches Beispiel –, meine Stufe der wirtschaftlichen Absicherung, sagen wir mal, beträgt 1,5 Mio. Euro. Im Moment habe ich 250.000 Euro. Also muss ich das Kapital versechsfachen. Nun wird mir allerorten, auch in besagten Magazinen, subtil eingeflüstert, ich solle zur Bank gehen und mich für eine eigenbewohnte Immobilie verschulden. Ich aber will einfach nur wissen, wie ich mein Kapital nach Steuern versechsfachen könnte, ohne das Klumpenrisiko einer Immobilie einzugehen und mich für 30 Jahre zu verschulden. Obendrein habe ich einen Job und Familie oder ich stecke mitten in verschiedenen Studiengängen und Abschlussklausuren, die mir nicht viel Zeit übrig lassen, um alles auf Plausibilität zu prüfen – ja, dann ist das doch die einzige entscheidende Frage: Wem höre ich jetzt zu, von dem ich hoffe, einen Hinweis zu bekommen, der mich mit einem Ziel weiterbringt?

Höre ich der Journalistin zu, die über toxische Finanzinstrumente schreibt, aber eigentlich nur studierte Philosophin ist? Oder dem Journalisten, der seit 35 Jahren Börsenkommentare zum Besten gibt, aber selbst gar nicht an der Börse handelt? Oder gar einem Charles, Utopus, Dante und Bruno68 in irgendwelchen Finanzforen, wo jeder reinschreibt, wie er lustig ist?

Das alles gehört zum Geldjournalismus. In diesem Metier habe ich einfach noch niemanden wirklich Erfolgreichen getroffen, der sich dann die Zeit nimmt, in Magazinen oder in Foren darüber zu berichten. Bei dieser Art Geldjournalismus tue ich mich dann einfach schwer jemandem zu glauben, was er über Vermögensstrategien fabuliert, während er gleichzeitig 35 Jahre lang sein Häuschen auf dem Land abbezahlt.

Da höre ich doch lieber, falls ich mich für Immobilien interessieren sollte, einem Immobilienexperten zu, der schon 200 Objekte im Besitz hat, oder? Und lieber höre ich, wenn ich börseninteressiert wäre, dem Aktienspekulanten zu, der es nachweislich zu mindestens 7-stelligen Beträgen allein über die Börse geschafft hat – und solche Leute gibt es, wenn auch nur im kleinsten Prozentbereich. Oder ich höre Hedgefonds-Managern wie Ray Dalio zu, die 20 Mrd. $ mit Wetten verdient hat, auch, wenn ich persönlich ablehne, was er tut. Dennoch, wie so jemand denkt mit diesen Summen, das ist immer lehrreich. Aber besonders gerne höre ich Investoren zu, die Geld verloren und eine weit größere Menge Geld aufgebaut haben. In deren Lebensläufen sehe ich Kontraste, die mir wie nichts sonst als Leitlinie dienen können, um meinen eigenen Weg zu finden.

Nun bin ich selbst schon bald 20 Jahre im Investorengeschäft. Über meinen eigenen kurvenreichen Weg zu berichten, das macht mir einfach Spaß. Das ist tatsächlich der erste und wichtigste Grund, warum ich so viel Zeit in Seminare und Podcasts wie diesen hier stecke.

Doch keine Frage, ein handfestes geschäftliches Interesse ist auch daran geknüpft, und das will ich erklären: Podcasts, Artikel, Seminare, Interviews – das alles sind für mich Filter, um schon aktive oder zukünftige Investoren auszusieben aus der Vielzahl der Menschen, mit denen ich über die Wohlstandsbildner-Plattform zusammenkomme. Ich kann mir keine besseren Instrumente vorstellen, um mit Menschen in Resonanz zu kommen und um sie kennenzulernen, um was zu tun? Um gemeinsam mit ihnen, mit meinem und mit ihrem Geld, Projekte und Wertschöpfungsketten aufzubauen. Und damit erschaffen wir uns auf die bestmöglich selbstermächtigende und eigenverantwortliche Weise Chancen zur Vermögensmehrung.

Für deine interessierten Junginvestoren, Robin, nochmals die Gedankenkette, die begründet, warum ich Seminare gebe:
Selbst, wenn ich allein 5 Mio. Dollar hätte zum Investieren, ist das wenig Geld für den Einstieg in Wertschöpfungsketten und noch weniger Geld für die Gründung eigener. Globale Geschäfte sind mit 5 Mio. schon mal gar nicht zu finanzieren. Ich allein wäre also einfach zu klein für große Investitionen. Außerdem: Immer alleine vor sich hinwurschteln, das ist für sozial umgängliche Menschen wie mich langweilig. Alleine Feiern im Erfolgsfall ist Mist. Also die Frage:

Wo treffe ich gleichgesinnte Investoren, um über Investorengemeinschaften nicht 5 Mio., sondern 50 Mio. einzusammeln, womit gleich 2-3 globale Geschäftsmöglichkeiten drin sein könnten? Soll ich in der Zeitung inserieren? Vorträge halten auf Kongressen für Finanzdienstleister? Beim Bundeswirtschaftsminister um Kontakte bitten? Und dann muss ich jedem einzelnen erklären, mit welcher Strategie ich gerne arbeiten würde, weil die sich seit Jahrhunderten bewährt hat?

Nein, ich schaffe mir mein Netzwerk anders: ich gebe Seminare! Und ich schreibe kostenfreie Artikel und Podcasts, weil es so viel – ich finde – Wissenswertes in der Investorenwelt gibt, dass ich genug auch so weitergeben kann. Damit kann ich dann mich, meine Einstellung und meine Absichten transparent vorstellen, so wie hier jetzt.

Nun melden sich immer wieder Interessierte, die so investieren wollen wie alle Wohlstandsbildner und ich. Die verweisen wir dann an die Ausbildungsstufen, wenn sie sich die leisten können und wollen; die da wären: Das Videoseminar der Exzellenzwerkstatt für gekonntes Investieren zu Beginn, dann kommt das live Online-Strategieseminar für finanzielle Souveränität und der 3. Teil zur Komplettausbildung, ein Tag Präsenzseminar mit mir in München und Stuttgart. Nach diesen drei Seminarstufen hat jemand mindestens 19 Stunden Input bekommen, wie für mich die Investorenwelt funktioniert. Und die Bausteine, die es dafür zum Investieren braucht. Und woher ich das Ganze habe, wie es in der Vergangenheit funktioniert hat und wie es das heute tut, das weiß er dann auch.

Wenn er jetzt so wie du, Robin, wie ich und wie die gesamte Investorengemeinschaft der Wohlstandsbildner investieren will, weil ihm die schon getane Vorarbeit und die bestehenden Instrumente für Investoren gefallen, dann sprechen wir miteinander und schauen, wie für ihn ein ausgewogenes, lebendiges Portfolio einrichtbar wäre. Stimmt also die Chemie, machen wir was zusammen! Egal, ob das ein Student ist, der 50 Euro im Monat beitragen kann oder ein vermögender Investor mit 3 Mio. Dollar für den Anfang, um sein Portfolio zu erweitern.

Das, Robin, waren für deine womöglich angehenden Investoren hoffentlich nützliche Informationen. Sie müssen also keinerlei Erfahrung mit Finanzen, mit Geld allgemein und Vermögensaufbau haben, um dich und mich mit unserem Wertschöpfungsansatz und den hohen Renditen zu verstehen. Und: da muss auch noch kein Vermögen vorhanden sein zum Investieren, womit ich auch deine 2. Frage beantworten will, deine Frage B:

Kann ich auch investieren, wenn ich noch keinen größeren Geldbetrag zur Verfügung habe?

Ja, das kannst du. Der Besuch des Seminars oder auch nur des Videoseminars ist ein Investment. Für viele das erste überhaupt. Jedes Buch und jeder Zeiteinsatz in finanzielle Bildung sind Investments, also auch die Zeit, die sich jemand für genau diesen Podcast hier nimmt.

Das Investorendasein beginnt nicht mit dem Investieren von Geld. Es beginnt mit der Entscheidung zu denken und zu handeln wie ein Investor. Alle späteren Investitionen sind nur die natürliche Folge dieser Entscheidung. Und Handeln kann nur der, der weiß, was er tut und wofür es gut sein soll. Das ist Bildung. Also ist Bildung das erste, um das sich ein Investor kümmert. Denn erst die Wohlstandsbildung, dann folgt die Bildung von Wohlstand fast von selbst, nur zeitversetzt.

Aber: Ganz ohne Geld ist zumindest eine Investition in mein Seminar schwierig, das ist klar, denn selbst das Videoseminar kostet ein wenig; allerdings so wenig, dass es sich nahezu jeder leisten können soll, auch ein Student. Und selbst, wenn nicht: Oft freuen sich ja die Eltern, wenn sie ihrem Nachwuchs Impulse verschaffen können in finanzieller Bildung.

Meiner Tochter jedenfalls würde ich jedes Seminar finanzieren, wenn es im weitesten Sinn mit Finanzbildung, Wirtschaft, Lebenstüchtigkeit und persönlichem Wachstum zu tun hätte. Sie hat mich nur noch nicht darum gebeten; ihre Interessen liegen halt ganz woanders. Und du lieber Himmel, an meinem Seminar war sie noch gar nie interessiert. Nun ja, dann holt sie sich halt ihre Erfahrungen mit Geldanlagen durch Versuch und Irrtum, also genau auf die gleiche Art wie ich damals. Ist nicht die schlechteste, denn was man spürt, das bleibt gut in Erinnerung! Warum auch die Abkürzung über den Papa nehmen, wenn der Umweg über Dramen, Verluste, Scharlatane und chronischem Geldmangel doch auch seinen Reiz hat…

Das meine ich ernst und ohne jeden Sarkasmus! Für mich wäre es übergriffig, wenn ich meiner heute 24-jährigen Tochter nicht zugestehen würde, so richtig danebenlangen zu dürfen. Voll auf Betrüger reinfallen mit der größtmöglichen menschlichen Enttäuschung. Ich will das Gegenteil sein zu der „Pass auf, Pass auf“-Fraktion aus dem vorherigen Podcast, die oft genug noch hinter ihren erwachsenen Kindern herrennt. Ich bin da eher auf der Seite der „Probier’s aus“-Befürworter, zumindest, solange die Versuche nur Geld kosten und dieses Geld nicht geliehen ist. Und selbst wenn, dann ist es halt eine gute Lektion in Sachen Nachschusspflicht. Den Fehler macht normalerweise jeder nur ein Mal.  

Lernen am eigenen Leib, Aug in Aug mit der Wirklichkeit und ihren Abgründen, das ist doch was Großartiges. Dazu sind wir doch überhaupt auf diesen Planeten gekommen. Natürlich schaue ich nicht jedem Abgrund zu, und wenn meine Tochter in ihrer Existenz gefährdet wäre, dann würde ich helfen, aber so, dass sie die Erfahrung immer noch bestmöglich spürt. Doch da mache ich mir keine Sorgen um sie, was allzu riskante Sachen angeht; sie ist zwar bisher uninteressiert, was finanzielle Bildung betrifft – ganz im Gegensatz zu denen, mit denen du dich unterhältst, Robin. Aber meine Ella hat etwas, das sie immer gut durchs Leben tragen wird: nämlich einen gesunden Menschenverstand. Und der hält sie zum Maßhalten an. Daher geht sie auch sorgsam mit jedem Euro ihres Einkommens um.

Wenn sie aber bis zu ihrem 40. Lebensjahr zu der Erkenntnis gelangen sollte, dass es mit ihrem Erzieherinnengehalt arg schwierig wird und mit jedem Jahr schwieriger, dann – wer weiß – besucht sie vielleicht mal ein Finanzseminar. Dass ich dann aber noch vorne stehe mit 67 Jahren, das will ich nicht versprechen. Vielleicht muss sie ja nur ins Münsterland fahren, Robin, um dein Seminar für Wohlstandsbildner zu besuchen, das du in der Zukunft mal anbieten könntest. Vielleicht begleite ich sie dann sogar, denn: Viele Spitzenreferenten, die selbst echtes Investorenwissen auf die Rille kriegen, wird deine Generation Zulu nicht hervorbringen. Denn keine Generation vorher hat das. Na und, dann bin ich froh, wenigstens dir zuhören und ganz gewiss was lernen zu können, wie man erfolgreich Vermögen aufbaut auf plausible, effektive, zur eigenen Persönlichkeit passende Art und Weise.

Und vielleicht lerne ich dann auch, wie man sich an die eigenen Vorgaben hält. Ich habe von drei Podcasts gesprochen in dieser Reihe und schulde dir, Robin, jetzt noch eine Antwort auf deine dritte Frage. Für die will ich mir Zeit nehmen in einem eigenen Podcast. Also bitte ich dich und alle anderen Podcasthörenden um Nachsicht, dass es entgegen meiner früheren Aussagen noch einen vierten Teil geben wird, wie Junginvestoren loslegen können, um mit den ersten Schritten nach Schule und Ausbildung erfolgreich ihre Investorenkarriere zu starten.

Doch als Ausgleich für meine Fehlplanung – Schreiben entsteht eben meistens während des Schreibens –  als Ausgleich bekommst du und alle angehenden Investoren im 4. Teil dieser Reihe eine 10-Punkte-Aktivformel, die es in sich hat. Jemand, dem ich von dieser Formel erzählt habe, hat mir sofort geraten, ich soll daraus doch ein ganzes Seminar machen als Podcast- oder Videoreihe. Da kommt also richtig guter Stoff als Impuls, aus dem jeder und jede viel für sich machen kann, ohne ein einziges Seminar besucht zu haben. Also danke für deine und für eure Geduld, wir hören uns nächste Woche mit dem mutmaßlich letzten Teil dieser Serie.

Wie auch immer: mehr erzählen, als man wollte, spricht doch auf jeden Fall auch für ein Leben in Fülle,

Euer Andreas

 

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