Wie lege ich als Junginvestor los? Teil 1

Das Wohlstandsbildner-Blitzlicht für gelingenden Vermögensaufbau und überhaupt ein gutes Leben

Blitzlicht 21 – Wie lege ich als Junginvestor los? Teil 1

Je früher der Grundstein zu Reichtum gelegt wird, desto entspannter wird die Reise dorthin. Das gilt aber nur, wenn die ersten Schritte in die richtige Richtung gehen. Eine Blitzlicht-Reihe für Youngsters und jung Gebliebene in drei Teilen für mehr Orientierung und Spaß am Vermögensaufbau.

 

Die ersten Schritte nach Schule und Ausbildung, um Vermögen aufzubauen.

Andreas Ogger hat 25 Jahre lang beruflich Musik und Medizin ausgeübt. Dann der Sprung in die Investorenwelt: Erst aus Notwendigkeit in einem kaputten, krisen- und virengeschüttelten Finanzsystem. Bis daraus pure Freude, Fülle und Leichtigkeit wurde. Denn Wohlstandsbildung ist weit mehr als nur mehr Geld und der Sprung in ein freieres Leben.

Wer heute  im Jahr 2022 zwischen 14 und 25 Jahre alt ist, der wird zur Generation Z gezählt. Ich sage Generation Zulu, das klingt für mich verständlicher und netter. Die Generation Zulu: Dafür, dass es diese sog. Post-Millennials noch gar nicht so lange gibt, wurde schon erstaunlich viel über sie geschrieben, und nicht immer Schmeichelhaftes. Einige beklagen sogar den Untergang des Abendlandes, wenn diese Generation Posten mit hoher Verantwortung übernehmen sollte; andere dagegen feiern sie als Klimaretterin mit hohem politischen Engagement, sonst wäre ein Mitglied dieser Generation, Greta Thunberg, ja nie so bekannt geworden. Zwischen diesen Extremen gelten drei Dinge als sicher:

  1. Dass die Generation Zulu die erste ist, die mit dem Smartphone in der Hand quasi auf die Welt gekommen ist.
  2. Dass ihr Beruf und Karriere meistens nicht so wichtig sind wie eine ordentliche Work-Life-Balance und
  3. Dass das Runterfahren aller Systeme während der Covid-Pandemie die Menschen dieser Altersgruppe mit am meisten belastet und ausgebremst hat.

Wikipedia fasst es in einem Satz so zusammen – mit einer Ansammlung von zumindest grammatikalisch fragwürdigen Superlativen; ich zitiere: „Nach den Ergebnissen einer Metastudie aus dem Jahr 2021 ist die Generation Z die sicherheitsbewussteste, erfolgsorientierteste, wissbegierigste, digital affinste und autonomste erzogene Kohorte am Arbeitsmarkt, aber auch die sensibelste, ängstlichste und im psychisch schlechtesten gesundheitlichen Zustand.“

Und dann ist mir noch in diesem Wikipedia-Eintrag dieser Satz ins Auge gefallen: „Nur sechs Prozent der Z-ler planen, sich selbstständig zu machen.“

Nun, für mich sind das erstmal alles nur Worte, Schätzungen und Klassifizierungen. Sie bilden im besten Fall einen Trend ab, ok, fördern aber im schlechtesten Fall borniertes Schubladendenken, das die Menschen einer ganzen Generation in einen Topf wirft. Ich bevorzuge, jeder mache sich sein eigenes Bild anhand der lebendigen Exemplare, mit denen er aus dieser Generation vielleicht zu tun hat. Ein paar davon habe auch ich in meinem direkten Umfeld:

Etwa meine Tochter, die heute 24 ist; oder die wackeren Digital-Spezialisten, die ich immer wieder für meine Projekte anheuere; so eine intensive Zusammenarbeit fördert intensives Kennenlernen ganz ausgezeichnet. Dann begleite ich mehrere junge Wohlstandsbildnerinnen und Wohlstandsbildner auf dem Weg ihres Unternehmertums und Vermögensaufbaus; und ich freue mich, sogar einen operativen Wohlstandsbildner, also einen Mitarbeiter an meiner Seite zu haben, der genau im Jahr 2000 geboren wurde. Und das ist, wie jeder auf der Porträt-Seite der Wohlstandsbildner lesen kann, Robin Schmitt aus dem Münsterland. Er hat auch eine ganz feine eigene Website „Wealthyoung“ wie „junger Wohlstand“ in einem Wort.

Robin ist einer meiner Mitarbeiter, weil er zu den oben genannten 6% gehört –  also zu denen, die eine unternehmerische Gesinnung haben und sich selbstständig machen wollen. Seine Motivation dafür wurde mir deutlich, als ich gemeinsam mit ihm und seinem Vater geflogen bin und wir uns eine Zwischenlandung zum Mittagessen gegönnt haben. Da sitzen wir also auf der sonnigen Veranda eines Restaurants und reden über Finanzbildung und Vermögensaufbau, na klar, aber auch über den Plan, den Robin für sein Leben entworfen hat.

Der allein qualifiziert ihn schon für die 6%: denn überhaupt mit um die 20 einen längerfristigen und vor allem schriftlich formulierten Plan zu haben – das zeigt schon, dass sich hier jemand Gedanken macht zu der Persönlichkeit, die er sein will, zu dem, was ihn erfüllt und zu Zielen, die ihn herausfordern. Und das hat natürlich weitereichende Folgen erfreulicher Art:

  • etwa, dass Robin als gewiefter Wohlstandsbildner für die Vermögensverwaltung seiner Familie clevere eigene Beteiligungsgesellschaften initiiert;
  • dass er seinen eigenen Vermögensaufbau gradlinig voranbringt und mit 22 schon dort ist, wo viele gar nie hinkommen werden, weil sie nie anfangen;
  • dass er gerade darüber nachdenkt, seine eigene Marke patentieren zu lassen;
  • und ganz besonders ist, mit welcher Kompetenz er finanzielle Bildung speziell in seiner Altersgruppe voranbringt. Denn das ist das Thema, das ihn gepackt hat. Und dafür hat er auch alle Zertifizierungen, und eine intensive Wohlstandsbildner-Ausbildung durchlaufen hat er natürlich auch.

Robin begleitet Weatlhyoungsters also bei ihren ersten Schritten in Sachen Wohlstandsbildung. Das sind dann Schüler, Studenten und Auszubildende, mit denen Robin oft zu tun hat. Und in der Zusammenarbeit mit ihnen begegnen ihm immer wieder drei grundsätzliche und naheliegende Fragen, wenn es um Wohlstandsbildung geht. Die hat mir Robin weitergeleitet mit dem Vorschlag, ein eigenes Blitzlicht dazu zu machen. Nun, Robin, sind es gleich drei geworden!

Und ich will deinen Fragen, die ich mir erlaube zu zitieren, eine Bemerkung vorausschicken: Genau diese drei Fragen, die dir von deinen jungen Leuten gestellt werden, die haben doch alle! Und zwar bis ins hohe Alter, wenn ihnen irgendwann auffällt, dass die alten Rezepte in der Finanzwelt von heute nicht mehr funktionieren. Und deshalb ist es überragend wichtig, Antworten auf diese drei zentralen Fragen zu finden. Und an dieser Suche beteilige ich mich gerne.

Also, Robin im Wortlaut, wie er alles schön gegliedert in A, B, C geschickt hat:

A) In Bezug auf das Finanzseminar: Ist es schlimm, wenn ich noch keinerlei finanzielle Vorbildung habe?

B) Kann ich auch investieren, wenn ich noch keinen größeren Geldbetrag zur Verfügung habe?

(Ich weiß, du erwähnst es immer wieder an verschiedenen Stellen, allerdings würde meines Erachtens nochmal eine konkrete Darlegung in einem Blitzlicht insbesondere für junge Leute Sinn machen).
Bemerkung meinerseits gleich dazu: Lieber Robin, das macht eben nicht nur für junge Leute Sinn. Du wirst nicht für möglich halten, wie viele 40- und 50-Jährige genauso wenig Geld zum Investieren haben wie 22-Jährige. Im Gegenteil, es ist oft sogar schlimmer, denn viele der Älteren haben nicht nur kein Geld, sondern sind zusätzlich hochgradig verschuldet. Mit was, kannst du dir sicher denken in einer Gesellschaft, die den „My Home, my Castle“-Glaubenssatz vor sich hinträllert. Schön für Banken und Finanzierungsberater, die machen mit diesem Traum Milliarden, bis er sich oft genug in einen Alptraum verwandelt.

Aber da war ja noch die Frage C), die geradezu besonderen Sprengstoff enthält:

Wieso soll ich als junger Mensch bereits heute und nicht erst in 15 Jahren mit dem Vermögensaufbau beginnen?

Erlaube mir, Robin, auch in deiner letzten Frage das Wort „junger“ in „als junger Mensch“ herauszunehmen; machen wir daraus „Wieso soll ein Mensch bereits heute und nicht erst in 15 Jahren mit dem Vermögensaufbau beginnen?“

Diese Frage deutet ein großes Drama an – das Drama so vieler Menschen, die erst in 15 Jahren oder auch nie anfangen, sich mit ihren Vermögensverhältnissen zu beschäftigen und dann irgendwann spüren, dass ihre Ersparnisse und Rentenansprüche mit jedem Jahr weniger ausreichen – weniger ausreichen für ein Leben, das sie sich mal gewünscht haben. Und plötzlich finden sie sich in einem Leben wieder, das das Letzte ist, was sie gewollt haben. Ich zitiere aus einem Artikel vom 21.02.2022 auf Focus online.

„Knapp 2,7 Millionen Rentner mit mindestens 40 Jahren Versicherungszeit bekommen weniger als 1.200 Euro Rente im Monat. Das sind 38 Prozent derjenigen, die entsprechend lange Versicherungszeiten aufzuweisen haben – also mehr als jeder Dritte aus der genannten Gruppe.“

D h. im Klartext: Knapp 40 % aller Rentner, die ein Arbeitsleben lang in die Rentenkasse eingezahlt haben, kratzt am Existenzminimum herum. Und das ist nur die Zahl derer, die volle 40 Jahre eingezahlt haben. Viel mehr haben gar nicht die volle Zeit drin, was ist denn dann noch möglich? Da ist nach Wohnkosten, Steuern, Versicherungen und Essen kein Spielraum mehr. Und angesichts der jetzigen Preissteigerungen wird alles nochmal enger und bitterer.

Also, Robin, ich würde deine drei Fragen als den „Kern vom Kern“ aller Wohlstandsbildung überhaupt bezeichnen. Daher danke nochmals, dass du sie stellvertretend für viele gestellt hast. Natürlich könnten die Antworten ganz einfach, kurz und bündig sein. Aber dann geht zumindest ein Aspekt verloren, den ich faszinierend finde: Steckt doch in allen drei Fragen eine Verheißung, die ich als geradezu magisch bezeichne – eine Verheißung, die nicht nur alle Menschen ausmacht mit allem, was sie tun und lassen, sondern die auch das Stirb und Werde der gesamten Welt bestimmt in jedweder Entwicklung, Evolution und Erfahrung.

Und bei dieser Verheißung geht es um was? Es geht um die Entscheidung überhaupt anzufangen, in unserem Fall mit dem Thema Vermögensaufbau. Es geht um den Beginn. Es geht um den wichtigsten Schritt einer jeden Reise, es geht um den einen Schritt, der das Leben trennt in ein Vorher und Nachher: Und das ist die Entscheidung loszugehen. Von dieser Entscheidung hängt ab, ob sich etwas verändert oder nicht. Ob man seinem Leben eine neue, gewünschte Richtung gibt oder ob man es halt weiterlaufen lässt, wie immer. Frei nach der Genesis: Am Anfang ist die Entscheidung. Und die Entscheidung ist beim Menschen. Und der erste eigentliche Schritt, den der Mensch dann geht, der kommt ganz von selbst, wenn eine Entscheidung ohne Wenn und Aber getroffen wurde.

In jedem Lebensbereich sind es immer nur diese ersten Schritte, mit denen jemand selbst bestimmt, wohin es mit ihm geht. Wer sich keine Gedanken um sie macht, wie wahrscheinlich viele der oben erwähnten 40 % der Rentner, für die wird eben bestimmt, wohin es mit ihnen geht. Und fremdbestimmt zu sein und damit ausgeliefert zu sein, all den Rentenanpassungen, Staatsverschuldung, Zinserhöhungen, Steuern und Preisentwicklungen – das wünscht sich niemand. Denn seit Jahrzehnten geht es mit all diesen Dingen nur in eine Richtung, und wir alle wissen, in welche; das spüren wir alle heute mehr als je zuvor, und morgen werden wir es noch mehr spüren als heute.

Es ist immer das Gleiche: Erst, wenn es zu spät ist, fangen die meisten an sich zu wünschen, viel früher andere Entscheidungen getroffen zu haben und andere, weil selbstbestimmte erste Schritte gemacht zu haben. Und das ist dann tragisch, das tut dann so weh: weil es eben zu spät ist für die ersten Schritte einer Reise, die zwingend etwas Zeit braucht; und je mehr Zeit zu Verfügung steht, desto heiterer, entspannter, selbstverständlicher und erfüllender ist die Reise – diese Reise, die in ein finanziell selbstbestimmtes, freies Leben führen kann.

Deshalb, Robin, sind deine drei Fragen alles andere als trivial, die Fragen nach dem: Wann beginnen, womit beginnen und mit welchem Wissen beginnen. In einer Welt, in der die Menge an eigenem Geld darüber entscheidet, wie jemand sein Leben gestalten kann, in so einer Welt entscheiden diese Fragen alles. Und dabei geht es überhaupt nicht erst um das Leben im Rentenalter. Es geht um die Gestaltung des Lebens ab sofort! Bitte, an die Rentenzeit in seinem Lebens denkt doch kein 20-Jähriger nach, noch nicht mal ein 30-Jähriger, und das würde ich ihnen auch nicht zumuten wollen.

Das nervt doch nur, wie die Finanzindustrie ständig mit der Altersarmut-Keule herumfuchtelt. Die meisten haben schon nicht die Disziplin, heute zu verzichten für ein Ergebnis, das sich erst in einem Jahr zeigt. Umso lächerlicher ist es für ein Ergebnis motivieren zu wollen, das erst in 35 oder 45 Jahren sichtbar wird.

Wenn jemand schon in jungen Jahren von dem wenigen Geld, das er hat, was weglegen soll, dann tut das gerade zu Beginn richtig weh. Und diesem Schmerz muss eine entsprechende Belohnung gegenübergestellt werden. Wenn die einzige motivierende Belohnung sein soll, mit 70 Jahren nicht vom Sozialamt abhängig zu sein, dann ist das keine Belohnung, sondern ein Geschäft mit der Angst – ein bescheuertes noch dazu, weil niemand weiß, wie unsere Welt in 5 Jahren aussieht; aber für das Leben in 40 Jahren soll man gefälligst jetzt schon vorsorgen, aha.

Natürlich ist es sehr vernünftig in Zweifel zu ziehen, dass sich das Leben in Deutschland von Jahr zu Jahr verbessern wird; zumindest in den letzten 40 Jahren war unser Staat kein leuchtendes Beispiel dafür, sorgsam zu wirtschaften und Vermögen aufzubauen für seine Bürger im Alter – etwa nach dem Vorbild Norwegens, das schon seit Jahrzehnten mit einem extrem profitablen und einflussreichen Staatsfonds dafür sorgt, dass es dort keine Altersarmut gibt und die Leute auch ohne eigenen Vermögensaufbau immer reicher werden.

Nein, wir sehen gerade das Gegenteil, und das unter einem Finanzminister der FDP und einem Bundeskanzler, der noch weniger Ideen für die Zukunft hat als einst Angela Merkel. Also von nichts noch weniger zu haben, das muss man erstmal schaffen. Quasi ein Minus an Ideen erwirtschaften. Unsere Regierung kann das. Sie schafft es mit jeder Legislaturperiode, dass unser eigentlich so reiches Deutschland im weltweiten Ländervergleich immer weiter nach hinten durchgereicht und in nahezu allen Aspekten immer ärmer wird.

Es ist also durch und durch vernünftig, darüber nachzudenken, welche Strömung uns alle in Deutschland mitreißt und ob man auch da ankommen will, wo die allermeisten landen werden. Aber Angstszenarien üben keine Motivation aus, sondern nur Druck. Und unter Druck Entscheidungen zu treffen und Jahrzehnte unter Druck zu handeln, das geht natürlich irgendwie; doch damit erschafft man ständig das Gefühl von Mangel und Enge. Man erzeugt ein Leben lang ein Gefühl, um ihm im Alter entgehen zu können. Was für eine Logik, was für ein Leben?

Nein, Vermögensaufbau sollte nicht aus einem Gefühl der Not heraus entstehen, die einem mal drohen könnte oder auch nicht. Niemals Entscheidungen treffen mit Angst und Druck im Nacken! Da muss es ein anderes, ein besseres Wofür als Grund geben, um sich mit Finanzen zu beschäftigen – und zwar gerne zu beschäftigen. Das rufe ich auch denen zu, die sich eher als Finanzmuffel sehen.

Investorin und Investor wird man, weil es ein motivierendes Wofür gibt. Und dieses Wofür kann nicht im Aufbau einer Altersvorsorge liegen. Bei diesem Wort bekomme ich allein vom Hören Falten im Gesicht. Nein, wir Investoren bauen keine Altersvorsorge auf, sondern ein ganzes Leben, in dem Geld den Platz zugeordnet bekommt, den es verdient – nämlich einen wichtigen. Aber trotzdem ist es ein Platz unter vielen anderen Plätzen mit anderen wichtigen Sachen, die ein gutes, ereignisreiches, freies Leben ausmachen.

Investoren machen aus Geld keinen Götzen oder arbeiten nur für Geld, damit es sich anhäuft. Im Gegenteil: Investoren, wie ich sie verstehe, wollen so wenig Arbeit wie möglich haben mit ihrem Vermögensaufbau, und diese wenige Arbeit sollte Spaß machen. Und ihr Geld, egal, wie viel oder wenig es ist, sollte für sie arbeiten und nicht anders herum.

Doch bevor es soweit ist, schauen wir uns im zweiten Teil dieser „Wie beginnen als Investor?“-Reihe nochmal ein paar unbequeme Wahrheiten an, verabschieden wir uns von alten Zöpfen, selbst, wenn die von klugen Köpfen getragen wurden und wir hören ein Manifest, das – obgleich identisch ausgesprochen –, zwei Bedeutungen haben kann.

Bis dahin ein Leben in voller Entscheidungskraft und Fülle,
Euer Andreas

 

[ Alle Wohlstandsbilner-Podcasts in der Übersicht ]